Das Schreiben trägt das Datum vom 30. September 2009. Abgeschickt wurde der Brief in Ennepetal, in der Voerder Straße 111. Wann die Sendung die Adressatin in Düsseldorf unter der Adresse Platz des Landtags 1 erreicht hat, ist nicht bekannt. Dass die Empfängerin, die CDU-Abgeordnete Regina van Dinther, die brisante Post erhalten hat, wird nicht bestritten. Denn sie hat auf das zweiseitige Papier reagiert.
Geschrieben hatte ihr der Kreisgeschäftsführer der CDU im Ennepe-Ruhr-Kreis. Ein geharnischter Brief in sehr bestimmten Tonfall. Die Präsidentin des Landtages Nordrhein-Westfalen, Vorsitzende der Frauenunion und weibliche Spitzenkandidatin der CDU in Nordrhein-Westfalen (Reserveliste Platz 3) für die Landtagswahl am 9. Mai, liegt mit ihrer Partei im Dauerclinch. Es geht ums Geld. Seit Jahren weigert sich die 52-Jährige Christdemokratin, ihre Mitgliedsbeiträge zu zahlen. In den letzten 15 Jahren sei sie zwölf Jahresbeiträge schuldig geblieben, rechnet der Funktionär Manfred Lorenz in seinem finalen Brief an das prominente Mitglied vor. Trotz mehrfacher Erinnerungen weigere sich die Topverdienerin ihren Mitgliedsbeitrag für die Jahre 2003 bis 2009 zu bezahlen, heißt es in dem Schreiben.
Im CDU-Kreisverband Ennepe-Ruhr ist der Fall van Dinther zur Parteiaffäre mutiert. Der Brief des Kreisgeschäftsführers mit den konkreten Vorwürfen gegen die Landtagspräsidentin wurde in Kopie auch weiteren Parteigranden zugestellt. Kreisvorsitzender Ralf Brauksiepe, der als Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesarbeitsministerium direkten Draht zur Parteispitze und zur Kanzlerin hat, bekam das Mahnschreiben ebenso auf den Tisch wie der Schatzmeister des Kreisverbandes, Carl-August Thomashoff. Darin konnten die beiden Vorstandsmitglieder lesen, zu welchen Zugeständnissen die Partei bereit ist, nur damit die Landtagspräsidentin ihrer Beitragspflicht nachkommt. Der Vorschlag des Kreisgeschäftsführers an van Dinther: sie möge doch wenigstens den Mindestbeitrag in Höhe von 60 Euro pro Jahr zahlen – wie Rentner, Schüler, Studenten und Arbeitslose. Lorenz räumte seiner Parteifreundin eine Frist bis Ende Oktober 2009 ein, die rückständigen Beiträge in Höhe von 420 Euro zu begleichen.
Diese Summe schien der üppig bezahlten Düsseldorfer Parlamentarierin aber zu hoch. Nach Eingang des Briefes war sie nur bereit, für 2009 ihren CDU-Mitgliedsbeitrag zu zahlen, wenig mehr als den Mindestbeitrag. Genau 200 Euro zahlte die Präsidentin auf das Parteikonto ein, für sich selbst und zwei ihrer Kinder. Die ausstehenden und eingeforderten Nachzahlungen für die Jahre 2003 bis 2008 schuldet sie der CDU ihres Kreises immer noch.
Die säumige Parteifreundin bringt mit ihrer sturen Verweigerungshaltung auch die Bundes-CDU in größte Schwierigkeiten. Im Dezember 2008 wurde die Hattingerin auf dem Parteitag in Stuttgart in den Bundesvorstand gewählt. Eine Wahl, die nun möglicherweise ungültig und anfechtbar ist. Denn nach der Parteisatzung dürfen CDU-Mitglieder nur in Funktionen gewählt werden, die in den sechs Monaten zuvor auch ihren Beitrag bezahlt haben. Heißt: van Dinther hätte gar nicht gewählt werden dürfen, die Wahl könnte nachträglich als ungültig erklärt werden. Weitere Ämter, die sie als CDU-Mitglied erlangt hat, wie Landtagsmandat und Präsidentschaft, stehen nun ebenfalls zur Disposition.
Nach den Statuten der CDU hätte die Partei van Dinther für die Landtagswahl 2005 gar nicht nominieren dürfen, ebenso wie sie für alle anderen Ämter nicht hätte kandidieren dürfen. In den Parteistatuten sind die Regeln klar festgelegt. Unter Paragraph 7, Absatz 1, heißt es: „Jedes Mitglied hat Beiträge zu entrichten.“ Pikanter wird es im Fall van Dinther bei korrekter Anwendung von Absatz 2: „Die Rechte eines Mitglieds ruhen, wenn es länger als sechs Monate mit seinen Beitragszahlungen schuldhaft in Verzug ist.“ Van Dinther wird sich nicht rausreden können. Ralf Bottmer, Kassierer ihres CDU-Ortsverbandes Hattingen, hatte die Abgeordnete in den letzten Jahren regelmäßig zur Zahlung der Mitgliedsbeiträge aufgefordert. Doch sie hatte sich strikt geweigert, zu zahlen. Zuletzt wandte sich Bottmer wegen des säumigen Mitglieds an die Kreis-CDU, die sich des Falles annahm und den Brief schrieb, der jetzt in Düsseldorf bekannt wurde.
Die Parteiaffäre um die prominente Landtagspräsidentin erschüttert die CDU zum ungünstigsten Zeitpunkt – in gut drei Monaten ist Landtagswahl. Nach dem Skandal um Abkassierer Hendrik Wüst, der sich seit Jahren widerrechtlich vom Landtag Zuschüsse zu seiner Krankenkasse in Höhe von 5000 Euro hatte auszahlen lassen, ist nun die prominenteste CDU-Frau in eine Affäre verstrickt. In der Causa Wüst hatte sich die Landtagspräsidentin vor wenigen Wochen noch stur vor ihren Parteifreund gestellt und versucht, die Abzockerei des CDU-Generalsekretärs als Versehen darzustellen. Er habe die zu viel erlangte Summe sofort zurückgezahlt, erklärte sie öffentlich. Da agierte sie offensichtlich nicht als überparteiliche Parlamentspräsidentin, sondern im Auftrag ihrer Partei, der CDU.
Vielleicht aber hatte sie nur ihre eigene Sichtweise zu Geld und Ehrlichkeit als Massstab angelegt – wie man jetzt sieht. Denn van Dinther musste in der vergangenen Woche erst nach mehreren Journalistennachfragen eingestehen, dass sie für zwei Sitzung im Jahr 2008 und drei Sitzungen im Jahr 2009 des RAG-Beirats jeweils 30 000 Euro erhalten hatte. In einer Antwort auf die Kleine Anfrage des grünen Abgeordneten Reiner Priggen hatte die Regierung noch behauptet, van Dinther hätte pro Jahr „nur“ 15 000 Euro Entschädigung von der RAG erhalten.
Doch die Parlamentspräsidentin sitzt nicht nur im RAG-Beirat, sondern auch in der Verbandsversammlung des RVR. Nach der Satzung der CDU Ennepe-Ruhr muss sie 25 Prozent ihrer Aufwandsentschädigung an die Partei entrichten. Das waren für die Jahre 2008 und 2009 knapp 400 Euro. Kreisgeschäftsführer Lorenz mahnte in seinem Schreiben an van Dinther auch diese rückständige Zahlung an. Bis zur vergangenen Woche war die Summe nicht auf dem Parteikonto in Ennepetal eingegangen. Auch hier hält sich das CDU-Bundesvorstandsmitglied nicht an die Parteisatzung, die unter Paragraph 13 eindeutig regelt, wie mit diesen Einnahmen aus Mandaten zu verfahren ist. Dort heißt es im gewundenen, juristischen Parteideutsch: „Wer seiner Pflichten als Mitglied beharrlich dadurch nicht nachkommt, dass er über einen längeren Zeitraum trotz Zahlungsfähigkeit und trotz Mahnung seine persönlichen monatlichen Mitgliedsbeiträge oder Sonderbeiträge nicht entrichtet“, verstoße „erheblich gegen die Ordnung der Partei“.
Die Weigerung van Dinthers auch diese im Vergleich zu ihrem 200 000-Euro-Jahresgehalt geringe Summe aus dem RVR-Mandat an die Partei abzuführen, zeigt die offensichtliche Raffgier der Großverdienerin. Dass es anders geht, beweist ihre Parteifreundin Christel Stracke aus dem Kreisverband Ennepe-Ruhr. Die Wittenerin, CDU-Fraktionsvorsitzende des Kreistages, gehört ebenfalls der RVR-Verbandsversammlung an und zahlte pünktlich und regelmäßig ihren Pflichtbeitrag an die Kreisorganisation.
In der Union wächst nun der Widerstand gegen Regina van Dinther. Die CDU ihrer Heimatregion ermöglichte der Hattingerin ihre Karriere und nominierte sie immer wieder für hohe Parteiämter und Funktionen. Dass die gelernte Bekleidungstechnikerin überhaupt das protokollarisch höchste Amt im Land ausüben darf, verdankte sie einem Schachzug von Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der nach seinem Wahlsieg vor fünf Jahren zu wenige Frauen für herausragende Position aufzubieten hatte. Er brauchte van Dinther, die aber 2005 den Einzug in den Landtag verpasst hatte – sie fiel in ihrem Wahlkreis durch. Bei dem überragenden Wahlergebnis von 44,8 Prozent für die CDU gelang ihr auch nicht der Sprung über die Reserveliste in den Landtag. Also beförderte Rüttgers kurzerhand den Gütersloher Abgeordneten Günter Koslowski zum beamteten Staatssekretär im Bauministerium und ermöglichte so nicht nur van Dinthers Nachrücken ins Parlament, sondern hievte sie auch gleich auf den höchsten Parlamentssitz.
Dort thront sie nun seit dem 8. Juni 2005, kassiert mit 14 634 Euro im Monat das höchste Gehalt aller Abgeordneten, lässt sich im neuesten 7er BMW mit dem Kennzeichen NRW 1-1 durch das Land kutschieren und treibt sich am liebsten mit dem Sektglas in der Hand auf selbstinszenierten Empfängen im Landtag rum. Sie fühlt sich unantastbar und eher als Erwählte anstatt Gewählte, obwohl sie zu Beginn ihrer Amtszeit genau das Gegenteil anmahnte und „Bescheidenheit“ propagierte. Nach fünf Jahren im Präsidentenamt sprechen die Fakten eine andere Sprache. Aber da unterscheidet sie sich nur wenig vom Ministerpräsidenten, der eine ähnliche Häutung in der Staatskanzlei vollzog.
Ob CDU-Chef Rüttgers sich eine in Affären verstrickte raffgierige Landtagspräsidentin als weibliche Spitzenfrau im Wahlkampf leisten will, ist seit dem Wochenende äußerst fraglich. Nach Rüttgers´ Sicht wird die Wahl im Ruhrgebiet entschieden. Doch der Vorsitzende der CDU-Ruhr heißt Oliver Wittke und wurde nach wiederholtem Führerscheinentzug seinen Job als Verkehrsminister los. Der Gelsenkirchener ist wahrlich kein Wahlkampfschlager an der Ruhr. Nun ist Wittkes Stellvertreterin Regina van Dinther ebenfalls so angeschlagen, dass sogar mit ihrer Abberufung gerechnet werden muss. Die CDU schlingert im Revier, die Umfragen sehen die SPD mächtig im Aufwind. Am Wochenende sondierten bereits höchste Partei- und Fraktionskreise die Nachfolgefrage im Amt der Landtagspräsidentin. Als Favoritinnen galten am Sonntag die CDU-Abgeordnete Marie-Luise Fasse und ihre Kollegin Ilka von Boeselager.
(Regina van Dinther hielt vor wenigen Tagen im Landtag eine Rede zum Thema “Werte in unserer Gesellschaft” – hier kann man sie nachlesen: http://www.landtag.nrw.de/portal/WWW/GB_II/II.1/Pressemitteilungen/2010/01/2001_Rede_Mehr_Wert.jsp)












30 Antworten bis jetzt ↓
1 zoom » Umleitung: van Dinther, Uhlenberg, 2 x lokal und Comical Bodo « // Jan 31, 2010 at 23:22
[...] Sonntag, 31. Januar 2010 | Autor: zoom Affäre van Dinther: Landtagspräsidentin zahlte 12 Jahre lang keine CDU-Mitgliedsbeiträge … WirInNRW [...]
2 Regina van Dinther wird zur Belastung für die CDU in NRW » Pottblog // Feb 1, 2010 at 00:22
[...] neueste in Sachen Regina van Dinther deckt nun Wir in NRW auf: Dem Beitrag Affäre van Dinther: Landtagspräsidentin zahlte 12 Jahre keine CDU-Mitgliedsbeiträge zufolge hat die Landtagspräsidentin (die in dieser Funktion 13.394 Euro/Monat verdient [...]
3 Mitgliedsbeiträge sollte man schon zahlen… at Robin Haseler // Feb 1, 2010 at 00:23
[...] in eine inzwischen längere Reihe von Skandälchen und größeren Pannen. Das Blog “Wir in NRW” hat die Geschichte aufgeschrieben. Übrigens auch mit der Beschreibung wie Regina van [...]
4 Jens // Feb 1, 2010 at 00:41
Da frage ich mich wirklich, ob die CDU mit einer solchen Person in den Wahlkampf ziehen will.
5 Kristof // Feb 1, 2010 at 08:51
Wenn etwas zwölf Jahre bzw. zwölf Jahresmitgliedsbeiträge warten kann, was bei anderen Menschen bereits deutlich früher zu einem Ausschluss aus der Partei geführt hätte und nun pünktlich zum Wahlkampf aus der Mottenkiste gezaubert wird, handelt es sich entweder um einen SEHR geschickten Schachzug der Opposition, die es irgendwie geschafft hat, Druck auf den entsprechenden Schatzmeister auszuüben oder van Dinther ist anderweitig bei ihrer Partei in Ungnade gefallen, weshalb nach einem berechtigten Grund gesucht wurde, sie für die nächste Legislaturperiode in der Versenkung verschwinden zu lassen oder besser gleich aus der Partei auszuschließen. Nun gut, so funktioniert Parteienpolitik nun mal.
6 TwittLink - Your headlines on Twitter // Feb 1, 2010 at 10:20
[...] Tweets about this great post on TwittLink.com [...]
7 wechsel2010 // Feb 1, 2010 at 10:45
Das ist doch nur die Spitze des Eisbergs. Wer an den Töpfen sitzt, lässt sich ungern verdrängen.
Mit welcher Schamlosigkeit sich Frau van Dinther bei der RAG bedient, ist bemerkenswert. Dass sie die sie fütternde Hand, die Partei, brüskiert, schlicht charakterlos. Rüttgers erntet nun, was er gesäht hat. Statt Sach- und Fachpolitiker mit wichtigen Aufgaben zu betrauen, hat er sich mit Vasalen auf der Kriechspur umgeben. Denen geht es nur darum, soviel wie möglich abzukriegen vom großen Kuchen. Das geht wohl nicht mehr lange, denn der Wähler ist in solchen Dingen sehr sensibel.
8 Werner // Feb 1, 2010 at 14:18
siehe
http://www.regina-van-dinther.de;
oder
http://www.facebook.com/pages/Regina-van-Dinther/171499921819
9 Alfred Pürrer // Feb 1, 2010 at 14:33
Sofortiger Rücktritt von allen Ämtern und Mandaten! Und ab in den Keller zum Schämen!
10 Worüber NRW gerade spricht… | Weblog der NRWSPD // Feb 1, 2010 at 15:10
[...] Wem das zu viel FDP auf einmal ist, der kann hier gerne etwas über die NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU) lesen, die anscheinend in den letzten 15 Jahren zwölf Mal ihre CDU-Mitgliedsbeiträge schuldig [...]
11 Peter // Feb 1, 2010 at 15:12
Das Verhalten von Regina van Dinther ist ein Skandal und sie selbst keinen einzigen Tag mehr tragbar für die CDU NRW. Zwei Skandale in einer Woche, diese Schlagzahl schafft nicht einmal Hendrik Wüst.
Schade aber, dass sich dieser Artikel durch seine einseitige Boshaftigkeit selbst jeden Anspruchs auf Seriosität beraubt. Der vorletzte Absatz entlarvt den Verfasser als gnadenlos voreingenommen. Für ihn ist die Bezeichnung “parteifern”, wie sie sich in Ihrer Rubrik “Wer wir sind” findet, ein Hohn. Traurig, in welchem Zustand sich der Journalismus in NRW befindet, dass scheinbar keiner aus Ihrer Zunft mehr in der Lage ist, seriös und unabhängig an Fakten orientiert zu berichten.
12 Dieter Dengler // Feb 1, 2010 at 16:49
Diese Vorgänge sind in der Partei längst bekannt (im wahrsten Sinne des Wortes: seit Jahren). Frau van Dinther ist aber viel zu mächtig, um von Rüttgers einfach so abserviert zu werden. Sie hat gute Kontakte zu Geldgebern aus der Industrie – zum Beispiel zu Energieunternehmen. Frau van Dinther hat der Partei in den letzten Jahren den Zugriff auf so viel (legales) Spendengeld ermöglicht – mit dieser Begründung lehnt sie auch die Zahlung der Beiträge ab – dass die Partei gut beraten wäre, in dieser Sache nicht zu laut zu schreien. Manfred Lorenz und Ralf Bottmer sind dagegen nur unbedeutende Lokalpopanze, die für die CDU bisher nichts Zählbares geleistet haben.
13 Marianne Midi // Feb 1, 2010 at 18:40
Offensichtlich ist auch der Kanzlerin längst klar, daß sich der Düsseldorfer Arbeiterführer und Protagonist des Karo-Einfach-Populismus’ samt seiner fabelhaften Entourage (van Dinther, Wüst, Berger etc.) täglich weiter von einer Wiederwahl im Mai entfernen; sonst hätte sie dem närrischen Ritter nicht heute in Sachen Wachstumsförderungsgesetz eine gezielte rechte Gerade verpasst (und seinem unglücklichen Vize gleich eine mit).
14 wut2010 // Feb 1, 2010 at 20:18
Also Peter, deine Kritik am Artikel verstehe ich gar nicht. Was an dem Artikel einseitig ist, musst du mal erklären.Die Kollegen outen und kommentieren. Das die CDU im Revier mit Wittke und van Dinther angeschlagen ist, ist wohl ziemlich naheliegend. Mir scheint eher dein Standpunkt arg parteilich. Ist aber auch schwer, so einer Partei so nahe zu stehen. Mein Beileid.
15 Tagedieb // Feb 1, 2010 at 22:30
Tja, und wer mit der Zahlung der Strom- oder Gasvorauszahlung 6 Wochen im Verzug ist, bekommt selbst im tiefsten Winter beides abgedreht.
Liest man die Auszüge aus den Parteistatuten der CDU scheint die CDU selbst ein Vollzugsdefizit hinsichtlich ihrer Statuten zu haben. Und eine solche Partei will eine verlässliche Politik betreiben? Wie soll das funktionieren?
Ganz abgesehen davon stellt sich die Frage, ob die parteieigenen Statuten auch tatsächliche Auswirkungen auf den derzeitigen Status von Fr.
van Dither hat. Ist damit automatisch ihre Wahl zur Landtagspräsidentin ungültig geworden? Wohl eher nicht, oder? Es sei denn, die Erschleichung von Parteiämtern wirkt sich auch auf diese Wahl negativ aus. Und erschlichen hat sich die Dame die Ämter in der CDU doch wohl, wenn sie entgegen der Statuten jahrelang keine Mitgliedsbeiträge gezahlt hat und trotzdem gewählt wurde.
So wie der Artikel geschrieben ist, scheint diese Frau jegliches Gefühl für Pflichten gegenüber ihrer Partei verloren zu haben und nur noich vor Selbstgefälligkeit zu strotzen. Was hat diese Frau eigentlich an Kompetenzen, um ihren gegenwärtigen Posten zu besetzen? Was soll das? Und weshalb wird diese Frau nicht einfach abgeschossen? Hat sie soviele Leichen anderer Politiker im Keller, dass man sie nicht loswerden kann (oder wenigstens meint)? Solche Personen sorgen dafür, dass man Vergleiche Deutschlands mit Bulgarien oder Rumänien nicht mehr scheuen muss, so wie diese Person völlig schamlos und offen ihren Posten als Selbstbedienungsladen versteht und nutzt.
16 links for 2010-02-01 « Sikks Weblog // Feb 2, 2010 at 01:12
[...] Affäre van Dinther: Landtagspräsidentin zahlte 12 Jahre keine CDU-Mitgliedsbeiträge Dass es der CDU in NRW nur ums Geld geht, sieht man am blendenden Beispiel Regina van Dinther. Diese musste erst letzte Woche eingestehen, dass sie für Sitzungen des RAG-Beirats 30.000,- Euro kassiert hat. Aber das ist längst nicht alles: In 12 der letzten 15 Jahren hat sie Ihre CDU-Mitgliedsbeiträge nicht bezahlt. Damit ist Ihre Wahl in den Vorstand anfechtbar bzw. nichtig und diese Wahl muss wiederholt werden. Stattdessen hat sie nun den Posten der Landtagspräsidentin, verdient "mit 14 634 Euro im Monat das höchste Gehalt aller Abgeordneten, lässt sich im neuesten 7er BMW mit dem Kennzeichen NRW 1-1 durch das Land kutschieren und treibt sich am liebsten mit dem Sektglas in der Hand auf selbstinszenierten Empfängen im Landtag rum. Sie fühlt sich unantastbar und eher als Erwählte anstatt Gewählte". Und diesen Posten hat sie nur dank Tricks Ihres Parteispezies Rüttgers, der da ein bisschen was gedeichselt hat. So langsam käme ich mir aber verarscht vor von denen… (tags: wrb NRW CDU Transparenz) [...]
17 erki herford // Feb 2, 2010 at 10:42
frau dinther sie sollten wegen raffsucht zurücktreten und sich behandeln lassen.oder bleiben sie im amt und verhelfen der opposition zur mehrheit ,dass wäre besser.
18 Most Tweeted Articles by Fsa09 Experts // Feb 2, 2010 at 11:15
[...] Passagiere, die Körperscan verweigern, dürfen nicht mitfliegen 2 Likes Affäre van Dinther: Landtagspräsidentin zahlte 12 Jahre keine CDU-Mitgliedsbeiträge 2 Likes Evangelischer Pressedienst (epd) – Medien Evangelischer Pressedienst [...]
19 CDU-Land Baden-Württemberg: Gundolf Fleischer im Visier | SPD-Blog Baden-Württemberg // Feb 2, 2010 at 12:11
[...] Die Causa Fleischer ist ärgerlich für Staat und Demokratie, schürt Politikverdrossenheit und generell das Misstrauen gegen “die da oben”. Und er ähnelt in frappierender Weise der Causa van Dinther in NRW. [...]
20 Bernd Schulze // Feb 2, 2010 at 12:23
Dass wir mittlerweile in einer “Bananen-Republik” leben dürfte wohl schon jedem aufgefallen sein. Die Dreistigkeit und Selbstherrlichkeit der Politiker wird doch von nichts mehr übertroffen. Wegen einer Frikadelle oder Brötchen werden die normalen Bürger fristlos entlassen. Die Politiker erhalten danach andere lukrative Posten und werden bei evtl. Gerichtsverfahren von ihren “Amigos”(Golf- und Tennispartnern, usw.) so verurteilt, dass sie in unverschämter Weise weitermachen können.
Aber wie heißt das so schön: Jeder bekommt das, was er bestellt hat. Leider auch diejenigen, die das nicht gewählt haben!
21 Anne Stress // Feb 2, 2010 at 15:39
Wieviele Maultaschen man sich davon wohl leisten kann?
Eine entwendete Maultasche ist ein Bagatelldelikt und ein Kündigungsgrund für den Arbeitgeber und das Bundesarbeitsgericht…
Der fehlende Anstand gegenüber des Arbeitsgebers wird vielfältig aufgeführt!
[...]“Der einzelne Arbeitnehmer kann nicht seinen Willen nach Gutdünken und gegen ein bestehendes Verbot über denjenigen des Arbeitgebers stellen.”[...] http://www.wsws.org/de/2010/jan2010/emme-j08.shtml
… fristlose Kündigung ist das Resultat!
Obwohl… hat Frau van Dinther überhaupt einen Arbeitgeber? – eigentlich ist sie kein Mitglied der CDU!
Ich stell mir, das so vor: Wenn ich ein halbes Jahr meine Beiträge bei meinem Tennisverein nicht bezahle, darf ich auch nicht mehr auf dem Tennisplatz meinen Schläger schwingen, mal ganz davon abgesehen mich als “vogelfrei” zum NRW-Vorsitzender aller Tennisvereine (im Namen meines angeblichen Vereins) im Bundesland aufstellen zu lassen… zum Glück spiele ich kein Tennis – so komme ich auch nicht in die Versuchung!
Denn eins wäre klar, ich würde wegen Betrug nach § 263 StGB angeklagt…
22 Hartmud Scholz // Feb 2, 2010 at 19:22
Was dürfte ich Otto Normal in meinen Vereinen in meiner Partei wenn ich keine Beiträge zahlen würde?Ist es Geiz oder steht diese Frau nicht hinter Ihrer Partei?Oder ist es Dummheit? also nur Fragezeichen????
23 stromfresser // Feb 2, 2010 at 21:17
Es könnte einem eigentlich egal sein – Politiker sind nunmal selbstsüchtig, sobald sie die Pfründe erreicht haben. Das auch Frau van Dinther dazu gehört, überrascht dann doch, denn sie hatte eigentlich durch ihre natürliche Art viel Sympathien gewonnen. Sie stand zu ihrer Herkunft, war sehr umgänglich im Umgang und zeigte Selbstbewußtsein in ihrer teils sehr farbenfrohen, teils sehr gewagten Kleidung. Sie stillte ihr jüngstes Kind während der Landtagssitzung, sowas kannte man bis dahin nur von den Grünen. Dass unkonventionelles Auftreten offensichtlich nicht automatisch mit einer anderen Moral einhergeht, müssen wir nun feststellen.
Das Sie offensichtlich kein Gespür hat, dass es völlig unmöglich ist, 30.000 € in die private Tasche zu stecken, die sie als Funktionsträgerin erhalten hat, ist die traurige Nachricht. Die Nummer mit den Mitgliedsbeiträgen ist dagegen eher eine Petitesse,die das Bild nur abrundet.
Schade Frau van Dinther, ein Lichtblick weniger in einer eh schon dunklen Landschaft in NRW.
24 Glaubgarnix // Feb 2, 2010 at 22:35
Liebe CDU-Mitglieder, macht mal schön Wahlkampf für Frau van Dinther und zahlt gefälligst auch eure Mitgliedsbeiträge pünktlich, damit die Dame es sich auf eure Kosten gut gehen lassen kann!
25 Pottblog // Feb 3, 2010 at 00:00
NRW-Landtagspräsidentin Regina van Dinther (CDU): Rücktritt?…
Gestern schrieb ich noch, dass die nordrhein-westfälische Landtagspräsidentin Regina van Dinther zur Belastung für die CDU in NRW wird.
Eventuell endet das ganze jetzt in Kürze. Jedoch nicht im Sinne van Dinthers.
Zwar erhielt die ….
26 ibblog – Kulturelles aus Ibbenbüren » Blog Archive » Blogblick vom 04.02.2010 // Feb 4, 2010 at 20:15
[...] Wir in NRW sorgte die Mitteilung für Aufsehen, dass die NRW-Landtagspräsidentin 12 Jahre lang keine [...]
27 Mit gezielten Indiskretionen gegen den ungeliebten Wüst und den ungeliebten Rüttgers « Andreas Wiemers: Lagerstätte // Feb 16, 2010 at 21:20
[...] Indiskretionen in der Staatskanzlei- und Abhör-Affäre, den Entlassungen in der Wasserstraße, der Beitragsaffäre um Landtagspräsidentin van Dinther und der Gehaltsaffäre von NRWCDU-General Hendrik Wüst bewiesen. Doch wer glaubte, in der [...]
28 Gezwitscher // Feb 20, 2010 at 00:39
Klarer Fall: Frau von Dinther muss demnach sofort (!!!) von Ihren Ämtern zurücktreten. Diese Person ist als Politikerin nicht glaubwürdig und gehört aufs Abstellgleis gesetzt. Wann wirft die Partei sie endlich raus und zeigt damit endlich, nach Jahren, mal Rückrat? Oder praktiziert sie nur das, was andere (Parteikollegen?) ebenso tun? Wo Rauch ist ist bekanntlich ja auch Feuer…
29 Stefanie // Apr 2, 2010 at 14:11
Mal ehrlich, das interessiert doch nicht mehr als ein Sack Reis, der in China umkippte. Bei der “Dienstwagenaffäre” der Ulla Schmidt dachte ich mir schon, was für ein Wind um eine solche Kleinigkeit. Moralisch nicht so dolle, aber eben auch nur ein Sack Reis. Einzig lustig daran, die Werbesprüche von Sixt, die auf diese Posse anspielten. Aber selbst diese wenigstens erheiternde fehlt bei dieser Angelegenheit. Wie kam man die Verbohrheit dieser Dame, diese interne CDU Streitigkeit, zu einer Affäre aufwerten und überhaupt auch nur Interesse daran aufbringen, die Zeit für einen Artikel darüber zu opfern.
30 van Dinther, das Geld, die Moral und der Mitarbeiter » Von Wolfgang Horn » Dinther, Frau, Partei, Regina, Mitglied, Euro » Wortgefecht // Apr 9, 2010 at 15:56
[...] die Jahre 2003 bis 2009 zu bezahlen, heißt es in dem Schreiben.” So zu lesen im Blog “Wir in NRW“. Weiter heißt es dort: “Die säumige Parteifreundin bringt mit ihrer sturen [...]
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