Duelliert haben sich die beiden Kontrahenten erst zum Schluss. In der Koalitionsfrage. Jürgen Rüttgers drückt seine Herausforderin Hannelore Kraft so mit dem Rücken an die rote Backsteinwand der Kölner Vulkanhalle, dass er fast tänzelnd zum tödlichen Stoß ausholen kann. „Sie haben wieder nicht gesagt, dass Sie sich nicht von den Extremisten wählen lassen würden“, setzt er in dem Gemäuer die scharfe Klinge genau auf die Brust. Außer einem hilflosen Lächeln und einem tiefen Seufzer kommt nicht mehr viel. Rüttgers entwaffnet Kraft an ihrer verletztlichsten Stelle. Sie gibt auf.
An der Koalitionsfrage, ob sie mit den Linken Politik machen würde, scheitert die SPD-Spitzenkandidatin in dieser TV-Runde zwei Wochen vor der Wahl im WDR-Fernsehen. Rüttgers holt fast eine Stunde lang sein Florett raus und ficht von Beginn an in der Offensive. Die Routine des Amtsinhabers, die gute Schulung vor diesem Termin, sein Reichtum an Fakten und Argumenten, bugsieren den 58-Jährigen CDU-Chef schon zur Halbzeit der Fragerunde auf die Siegerstraße, obwohl er in der Redezeit gerade mal einen Vorsprung von nur zehn Sekunden hat. Gefühlt sind es freilich Minuten. So geschickt agiert der Regierungschef mit Worten und Gesten vor der Kamera.
Als politischer Beobachter fragt man sich freilich, wer Hannelore Kraft zu ihrer Performance in der alles entscheidenden Frage beraten hat. Sigmar Gabriel, der sich das Duell zusammen mit Peer Steinbrück in einem Kölner Gasthaus angesehen hat, kann es nicht gewesen sein. Denn der SPD-Chef versicherte in den letzten Wochen auch in engsten Parteizirkeln, dass es Rot-Rot-Grün in NRW nicht geben werde. Das mache die SPD nicht mit. Wandelt seine Stellvertreterin da etwa allein auf ihrem Pfad, den die Partei nicht mitgehen wird, nicht mitgehen kann. Nicht in NRW. Kann sie dies nicht ebenso klar und deutlich einem Millionenpublikum sagen? Die Chance ist vertan, nun kann sie in den nächsten zwei Wochen machen was sie will – glauben tut´s ihr keiner. Die Herausforderin hat sich mit gewundenen Formulierungen zur politischen Zusammenarbeit mit den Linken, die Rüttgers permanent Extremisten nennt, freiwillig in die Defensive manövriert.
Dabei schlägt sie sich zu Beginn ganz gut. Beim großen Thema des Tages, ob Deutschland den Griechen mit Milliarden helfen solle, kommt sie klar und deutlich zur Sache und fordert von den deutschen Finanzinstituten eine Beteiligung, die mit dem insolventen Staat der Antike in den vergangenen Jahren gute Geschäfte gemacht hatten. Auch Rüttgers sagt nichts anderes, braucht aber mehr Worte, längere Sätze, liefert ein paar Fakten mehr, die ihm sein Staatsapparat aufgeschrieben hatte. Beim Thema Arbeitsmarkt kommen die Kontrahenten zu gleichen Politikansätzen, divergieren lediglich in der Ausgestaltung des Mindestlohns. Ja, man hat in den ersten 20 Minuten bisweilen den Eindruck, da will keiner dem anderen richtig weh tun, weil man sich schon auf die große Koalition vorbereitet.
Jürgen Rüttgers schaut über die Brille, kräuselt die Stirn, setzt aber Stich für Stich. „Bei meiner Forderung nach einer Generalrevision von Hartz IV stand ich vor vier, fünf Jahren ganz allein da“, kann er genüsslich an seinen Aufstand gegen die neue Sozialpolitik erinnern und daran, dass seine Kritik Früchte getragen habe. Heute muss Kraft ihm beipflichten, dass die Veränderungen in der Arbeitsmarktpolitik notwendig gewesen seien. „Wir sind uns ja wahrscheinlich einig“, streut der Politprofi ein. Auch bei der Rente mit 67 sind keine gravierenden Unterschiede erkennbar, jeder versucht eigene Akzente zu setzen, doch so große Unterschiede sind dann doch nicht erkennbar. Sollte es überhaupt welche geben.
Gute Schulung, gute Vorbereitung, gutes Team, kann man nur sagen. Nach den täglichen Tiefschlägen in den vergangenen Monaten über katastrophales Parteimanagement, Selbstbedienungsvorwürfen von engen Vertrauten in der CDU sowie massivem Gegenwind in den eigenen Reihen scheint Jürgen Rüttgers seine ganze Kraft in dieses TV-Duell investiert zu haben. Er wirkt wenig verkrampft, sehr freundlich, wendet sich stets seiner Mitbewerberin zu, spricht sie mit „Liebe Frau Kraft“ an, die es an sympathischen Gesten fehlen lässt. Mit einem lila Jäckchen kann man nicht punkten. Rüttgers ist dagegen auf den Punkt vorbereitet (worden). Da spürt man die Routine des erfahrenen Politstrategen und die Macht des Staatsapparats.
Selbst nach einem guten Start in die Bildungsdebatte, in der Hannelore Kraft für ihr Modell der Gemeinschaftsschule wirbt und die aktuelle Schulpolitik geschickt als veraltet charakterisiert („da sitzen Kinder mit 10 Jahren in Schubladen, aus denen sie nicht herauskommen“), sieht sie zum Schluss wieder schlecht aus, weil es Rüttgers gelingt, mit wohl gesetzten Fakten ihr Zahlenwerk als unglaubwürdig darzustellen.
Die Herausforderin wirkt politisch völlig unerfahren, als sie dann auch noch anführt, „wir sind 2005 abgewählt worden, weil wir auch in der Schulpolitik Fehler gemacht haben.“ Warum so ein Satz? Wir sind abgewählt worden, so eine Botschaft gehört nun nicht in ein Wahlduell. Kein Politprofi erinnert an Negativerlebnisse seiner Partei im Wahlkampf. Da erkannte man die offenbar wenig professionelle Vorbereitung der Sozialdemokratin aus Mülheim.
Bleibt noch die Finanzpolitik. Lückenpolitik ist wohl besser gesagt. Beide Seiten wissen nicht, wie sie die Haushaltslöcher stopfen sollen. Kraft verspricht nichts, will den Haushalt für kostenfreies Lernen umschichten, doch wo und wie ohne weitere Schulden – die Antwort bleibt sie schuldig. Ebenso wie Jürgen Rüttgers nicht sagen will oder kann, wie er die „große Dienstrechtsreform“ – groß muss es schon sein – umsetzen will. Natürlich sagt er den Menschen nicht, welche 12 000 Stellen er im Landesdienst abbauen will, das ist im Wahlkampf nicht zu erwarten. Denn 12 000 Stellen sind nicht nur 12 000 Stimmen, sondern dreimal, viermal, vielleicht sogar fünfmal so viel aus den betroffenen Familien, die ihn nicht wählen würden, wüssten sie, dass es sie trifft beim Jobverlust. Aussichtslos dann das Nachhaken der Herausforderin, da ist keine Antwort zu erwarten.
Bleibt noch Peer Steinbrück, der den Untergang seiner Parteifreundin beim Weißwein erlebt. Wie geschickt Rüttgers in der Kohlediskussion den letzten SPD-Ministerpräsidenten, den Mann mit dem Ruf, ein sehr kompetenter Politiker zu sein, für sich nutzt, muss Kraft ziemlich kraftlos hinnehmen. „Ich habe mich mit Peer Steinbrück, meinem Vorgänger, darauf verständigt, 2014 aus der Steinkohle auszusteigen, das macht Sinn,“ sagt der CDU-Mann aus der Staatskanzlei, der sich so gerne auf die erfolgreichen Sozialdemokraten an Rhein und Ruhr beruft. Diesmal ist es der letzte SPD-Ministerpräsident und nicht der legendäre. Rau! „Peer Steinbrück und ich haben da einen guten Vertrag gemacht“, schiebt Rüttgers noch nach.
Ein weiterer Treffer auf der WDR-Planche. Bevor es dann zum finalen Rot-Rot-Stoß kommt. Hat etwa Andrea Ypsilanti im roten Lager sekundiert?











73 Antworten bis jetzt ↓
1 Oliver Salmen // Apr 26, 2010 at 23:06
Dieser Artikel wurde sehr blauäugig verfasst. Wer sich ein wenig mit Politik befasst wird sich mindesten 3 mal gewünscht haben das Rüttgers endlich schweigt. Mit Unwahrheiten versucht er Angst zu schürren und Kraft hätte ihm normalerweise ein Satz nach dem anderen um die Ohren knallen sollen.
Beispiel
Der Stundenausfall wurde nicht reduziert, sondern mehr als schlecht umorganisiert.
EVA (EigenVerantwortlichesLERNEN) ist nicht mehr als Terrorstunden in welchen 2 den Stoff machen und alle anderen das eben abschreiben. Effektiv ist das nicht, abr siht ja klasse aus auf dem Papier.
Mamutschulen *ein Witz* Rüttgers weiß genau das dies nicht stattfinden wird. Auch die SPD wird vorhandene Schulgebäude nutzen müssen und das diese nicht für Mamutschulen geeignet sind weiß jedes Kind.
und so könnte ich pausenlos weiterreden.
Keine Frage im Punkt linke hat Kraft versagt, aber wenn ich daran denke das CDU Landtagsabgeordnete Frau Westrhorstmann öffentlich bekannt gibt ” Wenn ich weiß das diese Linken meine Kinder unterrichten wird mir schlecht” frag ich mich wer verrückter ist die übergeschnappten Linken oder die verbohrte selbstliebende CDU?
2 Kommentator // Apr 26, 2010 at 23:10
Bin beeindruckt von der Berichterstattung. Vielleicht wird doch noch was aus diesem Blog.
3 Hans // Apr 26, 2010 at 23:17
Ich frage mich, ob der Autor das Duell tatsächlich gesehen hat… Mit seriösem Journalismus hat dieser Blog nichts mehr zu tun. Oder war das jetzt die Wiedergutmachung für die Rüttgers-Schelten der letzten Wochen.
Frau Kraft hatte eine hervorragende Figur gemacht. Das Duell verlief auf Augenhöhe. Kraft wirkte deutlich entspannter und sympathischer als Rüttgers. Vor allem mit seinem Schlussstatement hat sich Rüttgers selbst den finalen Treffer verpasst. Das war so was von pathetisch und staatstragend, dass beinahe Schleim aus den Boxen meines Fernsehers getrieft wäre.
4 rebe21 // Apr 26, 2010 at 23:19
Klarer Sieger Rüttgers??? Muss wohl ein anderer Kanal gewesen sein. Farbloser als Rüttgers geht wohl nicht mehr. 5 Jahre Regierungsverweigerung wurden mit unbewiesenen 8.000 Lehrerstellen (nicht Lehrer!) vernebelt. Was ist denn sonst noch gewesen. ach ja, Reiterstaffeln! Vielleicht war Kraft zu zaghaft. Ihre Anhänger hat sie sicher überzeugt! Das würde ich beim fahrigen Rüttgers bezweifeln!
5 Tweets die TV-Duell: Bei Rot-Rot-Grün setzt Rüttgers seiner Herausforderin den finalen Treffer erwähnt -- Topsy.com // Apr 26, 2010 at 23:20
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Wigan Salazar, Dirk Koch und NRW Newsdesk, Wir in NRW Blog erwähnt. Wir in NRW Blog sagte: TV-Duell: Bei Rot-Rot-Grün setzt Rüttgers seiner Herausforderin den finalen Treffer http://tinyurl.com/29xkpcs #ltw10 [...]
6 uberVU - social comments // Apr 26, 2010 at 23:57
Social comments and analytics for this post…
This post was mentioned on Twitter by ajungherr: OK, hiermit offiziell das erste und wohl auch letzte mal, dass ich auf Wir in NRW verlinke http://bit.ly/b3YGiO…
7 NRW Bürger // Apr 27, 2010 at 00:12
lila Jäckchen ok, da war sie nicht gut beraten. Doch
jetzt bewahrheitete sich ohne Themenpolitik geht
es nicht. Ihre Berater müssen sich das ankreiden
lassen. Auch zum Schattenkabinett (wie auch)
keine Bemerkung. Doch was steckt hinter der
positiven Beurteilung für Rüttgers , der ich
durchaus folge, durch diesen blog? ich bin ge-
spannt auf weitere Berichte.
8 Pottblog // Apr 27, 2010 at 06:28
Links anne Ruhr/Links zur Wahl (27.04.2010)…
Bochum: Comödie: Schluss mit lustig (Ruhr Nachrichten) – Die Comödie in Bochum bleibt geschlossen, Theatermacher Jochen Schroeder hat ein neues Projekt, zu dem es jedoch noch keine Informationen gibt.
Duisburg: Schlechte Karten fü…
9 ulibold // Apr 27, 2010 at 06:33
Bei allem Respekt, wenn Rüttgers tatsächlich so dämlich wäre, wie ihm allgemein unterstellt wird, hätte eine intelligente, informierte und motivierte Herausforderin ihn jetzt nachhaltig demontieren können und müssen. Es bleibt die traurige Erkenntnis, daß man Rüttgers nicht will und Mutti es nicht kann. Weitere 5 Jahre keine Perspektive, keine neuen Ideen, mehr Straßen, mehr Autos, mehr Lügen, mehr Arroganz beim wackelig wiedergewählten Ministerpräsidenten. Hätte doch Steinbrück da gestanden. Armes NRW.
10 die wilde dreizehn // Apr 27, 2010 at 06:33
Ich habe wohl auch ein anderes Duell gesehen.
Stimmt, bei Koalitionen hat sie laviert aber auch Rüttgers wurde einsilbig als es um schwarz grün ging.
Ich finde Kraft hat Punkte gemacht bei Bildung, Rüttgers konnte nicht erklären wie er die Gerechtigkeitslücke schliessen will. Bei Arbeit genauso. Der Mann tut nur so, also ob ihm was wichtig ist. In Berlin stimmt er dann doch zu.
Auffällig war wie zahm beide miteinander umgingen. Offensichtlich hat man vor allem Rüttgers eingebleut keine Schlammschlacht zu führen. Vielleicht weil die große Koalition dann doch seine einzige Hoffnung ist.
11 ulibold // Apr 27, 2010 at 07:21
Ach Leute, es geht im Wahlkampf nicht um Argumente. Es geht um Symphatie, Souveränität, Landesvaternimbus. Allein der Eindruck ist wichtig und da hat Kraft eindeutig als Herausforderin verloren. Gerade als Frau muss sie doppelt so gut sein, wie der männliche Amtsinhaber!!!
12 L91 // Apr 27, 2010 at 07:22
Ich kann mich den meisten nur anschließen, sehr blauäugig der Bericht. Frau Kraft hat alles klar auf den Tisch gebracht, was Sie den Bürgerinnen und Bürgern verspricht. NRW wird wieder eine “WIR”-Gesellschaft und keine “ICH”-Gesellschaft; Alle Kinder bekommen im Bildungssektor die gleichen Startchancen und über die Finanzierung ist auch gut überlegt worden.
Während Herr Rüttgers immer wieder versucht den großen “Arbeiterführer” heraushängen zu lassen und sich in eine Reihe mit Johannes Rau stellt…da kann man Ihm nur sagen, Sie werden nie wie Johannes Rau sein und in Berlin haben Sie alles im Koalitionsvertrag und sonst alles mitunterschrieben, was heute unserem Land und seinen Kommunen ans Leder geht. Deshalb zählt es für mich nicht, wenn Herr Rüttgers auf sympathischen Gentelmen/ Landesvater spielt.
13 Sorgsam // Apr 27, 2010 at 07:27
Ich muss ein völlig anderes Duell gesehen haben. Rüttgers war so schwach, so konfus – und Hannelore Kraft einfach stark.
Dieser Blog hier ist nicht für ehrliche Berichterstattung zuständig, sondern versucht überall zu manipulieren. Das zahlt sich nicht aus.
14 ELISABETH // Apr 27, 2010 at 07:28
MEINER MEINUNG NACH HAT FRAU KRAFT SEHR GUT IHRE INHALTE HERÜBERGEBRACHT. SEI ES GRIECHENLAND ODER AUCH IN DER BILDUNGSPOLIK; DIE SEHR VERSTÄNDLICH DARGESTELLT WURDE. VOM HERRN RÜTTGERS KAM IMMER NUR 8000 LEHRERSTELLEN HÄTTEN SIE GESCHAFFEN. ABER WO SIND DIE LEHRER?
UND AUCH AM ENDE HAT SIE GESAGT WAS SIE SCHON SEID MONATEN SAGT. SIE MÖCHTE DIE LINKEN AUS DEM LANDTAG HERAUSHALTEN. DAS WAR DOCH GUT. HERR RÜTTGERS SCHÜRT NUR ANGST: BIN GESPANNT OB ER MIT DEN GRÜNEN EINE KOALITON EINGEHT.
WENN SEINE PARTEI ES NICHT MIT DER FDP SCHAFFT. DANN IST DAS FÜR MICH EIN WORTBRUCH:
ABER VIELEICHT NICHT IN SEINEN AUGEN.SIEHE SPENDENAFFÄRE…..
15 dr.friedrich schreyer // Apr 27, 2010 at 07:41
Merkwürdig finde ich, dass niemand hier die Rolle der Journalisten/innen refektiert, kommentiert.
Bei den wirklich harten Dingen – Parteispenden/Sponsoring etc – eine Frage, kurze Antwort und dann weiter.
Bei der Rot-Rot-Frage mehrmaliges Bohren, immer wieder. Das war doch eine Inszenierung von den Medien aus.
Ich verstehe einfach nicht, warum hier in diesem Blog nicht stärker darauf eingegangen wird. Denn diese Medienstrategien findet m,an doch nicht nur hier!!!
16 Diana // Apr 27, 2010 at 07:45
Welches Duell hat der Schreiber dieses Artikel gesehen ?
Im Bereich Arbeitsmarkt und Mindestlohn war Kraft sehr überzeugend genau wie bei der Einheitsschule, die ich als Mutte 3 ´er Kinder unterstütze.
Umfragen in den Ruhrnachrichten, der WAZ sowie sogar der Bild sehen im Durchschnitt zu über 60% Frau Kraft als Siegerin bei 25000 Teilnehmern.
Es gibt überhaupt keinen Grund ein Linksbündnis außer durch Ablehnung auszuschließen. Sonst müßte man die FDP auch als extrem ausschließen !
17 Theobald Tiger // Apr 27, 2010 at 07:45
@alle. Wir sind ein unabhängiges, meinungsfreudiges und faktenreiches Blog. Meinung und Beobachtung ist halt was anderes als Enthüllung. Wenn Rüttgers die Trennung zwischen Staat und Partei nicht einhält und immer wieder dagegen verstößt, dann gehört das aufgedeckt – soweit wir Belege haben. Die hatten und die haben wir. Genauso steht den Kollegen, die hier schreiben, offen, Hannelore Kraft an ihrer ganz offenen Flanke zu kritisieren. Wer die Linken aus dem Parlament heraus halten will, wer sich von dieser Partei politisch distanziert, der muss auch sagen können: ich mache mit denen nichts, ich lasse mich von denen nicht zur Ministerpräsidentin wählen! Wie es die Grünen ganz klar sagen. Dazu ist sie nicht bereit, und das ein großer Fehler. Den hat Rüttgers im TV-Duell für sich genutzt. Da sah Hannelore Kraft ziemlich hilflos aus. Das sehe ich genauso.
18 Bundasz // Apr 27, 2010 at 08:05
Sein wir doch mal ehrlich, dass “Duell” war schlussendlich für keinen ein wirklicher Erfolg! Noch nicht mal für die Moderatoren. Einheitsbrei ohne wirkliche Spitzen.
Ein Satz wie “Die Routine des Amtsinhabers, die gute Schulung vor diesem Termin, sein Reichtum an Fakten und Argumenten, bugsieren den 58-Jährigen CDU-Chef schon zur Halbzeit der Fragerunde auf die Siegerstraße..” ist von daher Eurem Blog wirklich unwürdig – selbst als Satire!
Keiner hat gestern etwas gewonnen – nur die Moderatoren, die haben leicht verloren..
19 WerHatNochNichtWerWillNochmal // Apr 27, 2010 at 08:19
Das Frau Kraft sich in der Frage der Koalition mit den Linken nicht von Rüttgers hat provozieren lassen und das Thema wie eine Nebensache behandelt hat, auf das man nicht groß eingehen muss, war absolut richtig.
Warum eigentlich erwarten Journalisten und suggerieren es ihren Lesern zu Unrecht, dass sich Politiker vor der Wahl bzgl. möglicher Koalitionen festlegen müssen? Wer hat ihnen das eingeredet? Es gehört zur guten demokratischen Praxis, dass man erst für sich Wahlkampf macht, dann gewählt wird und sich danach überlegt, mit wem man das meiste vom eigenen Programm umsetzen kann.
Ich fand die Performance von Frau Kraft überraschend gut. Hatte ich gar nicht erwartet. Der Rüttgers hat nur immer so staatsmännisch geguckt. Wenn er den Mund aufmachte, wirkte er ängstlich und verkniffen.
20 Freidenker // Apr 27, 2010 at 08:21
Was soll dieses “Duell” zwischen zwei Sozialdemokraten? Es ist völlig irrelevant, welche Parolen im Wahlkampf ausgegeben werden. Die Vergangenheit hat gezeigt, was davon zu halten ist. Es geht doch lediglich um Macht(erhalt), das Wohl des “Souverän” ist doch nebensächlich. Es gibt in Deutschland – abgesehen von den Sozialisten aus allen Lagern – nur noch sozialdemokratische Gesellschaftsklempner. An die echten Probleme (Rekordstaatsverschuldung bedeutet Rekordentstaatlichung!) traut sich keiner ran, es geht munter weiter mit Umverteilung auf Kosten des Steuerzahlers. Es wird Zeit, dass diese Sozialingenieure sich aus dem Leben der Menschen heraushalten und sich lediglich um die Sicherheit von Eigentum, Leib und Leben kümmern. Wenn ich tatsächlich zur Wahl gehen sollte, dann nur um zur Verhinderung der Volksfront in NRW beizutragen.
21 Zweifelnder // Apr 27, 2010 at 08:36
Mir ist im Bekanntenkreis bisher niemand begegnet der das Urteil des Autors teilt. Es heisst meist “unentschieden” oder auch “hätte ich von der Kraft nicht erwartet”. So unterschiedlich sind die Menschen -zum Glück!
22 Chat Atkins // Apr 27, 2010 at 09:05
Och nö, nech – da liegt ihr aber neben der Spur: Wenn die Frau Kraft es als ihr oberstes Wahlkampfziel betrachtet, die beiden extremistischen Parteien – gelb und dunkelrot – aus dem Parlament herauszuhalten, dann kann sie doch wohl kaum mit jenen koalieren wollen, die gar nicht ins Parlament einziehen sollen. Zuhören bildet. Oder habe ich es jetzt an den Ohren? Bleiben also koalitionsarithmetisch drei Optionen: Schwarzgrün, Rotgrün oder Elefantenhochzeit. Alles andere ist Bullshit.
23 rebe21 // Apr 27, 2010 at 09:09
@ fast alle
Duell war wirklich nicht fetzig, aber wenn der Super-Arbeiterführer nicht mehr zu bieten hat, dann gute Nacht NRW. Kraft war als Herausforderin ok. Aber man kann zumindest darauf vertrauen, dass sie sich noch steigern kann, wenn das Thema rot-rot aus der Welt ist.
24 Tilly van Rhein // Apr 27, 2010 at 09:49
Ich habe das Duell gesehen. Ich fand Frau Kraft sympathisch und engagiert. Doch es geht um die Sache. Sie hat sich nicht klar von den Linken distanziert. Warum sagte sie nicht einfach “Nein”? Sie wurde von Rüttgers auch in den Fakten widerlegt und zwar überzeugend. Ebenfalls halte ich es für keine gute Idee, in NRW die Gymnasien und Realschulen abzuschaffen und stattdessen “gymnasiale Zweige” unter dem Dach einer Gemeinschaftsschule einzurichten Man sollte sicherlich über eine gemeinsame Beschulung in den Klassen 5 und 6 nachdenken, doch bitte nicht dogmatisch Bewährtes flchendeckend zerschlagen, sondern behutsam da ansetzen und fortentwickeln, wo es Sinn macht. Fazit: Frau Kraft ist als Person sehr, aber leider nicht in der Sache wählbar. Herr Rüttgers ist in der Sache wählbar.
25 Beldar // Apr 27, 2010 at 09:59
Man könnte es auch so sehen: Rüttgers hat mit weitem Abstand das den Wettbewerb gewonnen: “Wer ist der schlechteste Ministerpräsident aller Zeiten”. Hier führt er das Feld mit so weitem Vorsprung an, dass man einen Guinness-Buch-der-Rekorde-Eintrag einklagen könnte. Aber bestimmt steht er da schon drin!
26 ingeborg // Apr 27, 2010 at 10:06
Duell?? – Wattebällchen werfen
Was wer anhat ist mir schnurz. Ansonsten nichts Neues – Rote Socken Kampagne, Schulen werden abgerissen (eigentlich nicht nötig, die fallen auch alleine zusammen), aber gegen Mindestlöhne ist er. Entschuldigung – doch was Neues: 12000 Stellen in der öffentlichen Verwaltung werden gestrichen – wo ??? Vielleicht in der Finanzverwaltung, die kommen bereits jetzt mit der Arbeit kaum noch nach. Auf keinen Fall bei Polizei, StAen und Justiz, die sind zwar auch unterbesetzt, die muß man sich aber warmhalten wenn das Wahlvolk auf die Barrikaden geht. Da gibts schon mal ein paar landeseigene Pferde.
Ansonsten habe ich auch eine andere Sendung gesehen.
Siegerstrasse, Florett, finaler Treffer – Satire?
gruss i.
27 PISA-Fan // Apr 27, 2010 at 10:22
Frau Kraft war im Bildungsbereich eindeutig MP Rüttgers überlegen. Es ist schon eine Frechheit, wenn Herr Rüttgers behauptet, es gebe keine Belege für die Überlegenheit eines integrativen Schulsystems gegenüber einem ständisch organisierten selektiven System. Die PISA-Forscher haben zahlreiche Belege vorgelegt. So stellten sie u.a. fest:
„Je früher Schülerinnen und Schüler auf unterschiedliche Bildungsgänge verteilt werden, desto kürzer wird das Zeitfenster, das für schulische Interventionen zum Ausgleich herkunftsbedingter Leistungsunterschiede zur Verfügung steht. Mit frühen Differenzierungsentscheidungen nehmen die sozialen Disparitäten der Bildungsbeteiligung zu.“
Oder: die PISA-Ergebnisse belegen, „ dass die im internationalen Vergleich ungewöhnlich große Leistungsstreuung am Ende der Vollzeitschulpflicht zu einem nicht unerheblichen Teil in der Sekundarstufe I institutionell erzeugt oder zumindest verstärkt wird“.
Die von Rüttgers behaupteten zusätzlichen 8000 zusätzlich eingestellten Lehrer sind eine glatte Lüge. In den eigenen Statistiken des Schulministeriums wird dies entlarvt, hier hat Frau Kraft recht . Nach den neuesten Veröffentlichungen des Stat. Bundesamts von letzter Woche ist NRW das einzige Land, das von 2005 bis 2007 bei den Ausgaben pro Schüler keinen Zuwachs zu verzeichnen haben ==> letzter Platz. Dieses Ergebnis liegt in alleiniger Verantwortung der jetzigen Regierung. In Ländern wie Bayern, Hessen und Thüringen wurden in 2007 hingegen 400 Euro pro Schüler mehr ausgegeben als 2005.
28 Unentschieden // Apr 27, 2010 at 10:23
Die Kandidaten haben anscheinend sehr unteschiedlich auf die Bürger gewirkt. Gut so…! Frau Kraft hat für mich deutlich bei den Sympathiewerten gegenüber Herrn Rüttgers gepunktet, der sehr blass und fad wirkte.
Sachlich allerdings musste ich vielen Punkten Herrn Rüttgers recht geben, z.B. Schulpolitik.
Die SPD hätte zur ihrer Regierungszeit ja viel mehr aus der Gesamtschule gemacht haben können. Die Hauptschule musste auch nicht als “Restschule” abgehängt werden – war aber wohl schon vor 2005 politisch gewollt! Vor einem flächendeckenken Mindestlohn kann ich auch nur warnen – der kann auch nach hinten losgehen…!
Vielleicht sollte Herr Rüttgers sich mal endlich äußern, wen er in seiner Landesverwaltung noch so für überflüssig hält – da hängt bestimmt auch eine Menge Wählerpotential dran. (Deswegen werden wir darauf vergeblich warten!!!)
29 Carlos // Apr 27, 2010 at 10:40
Für mich gibt es keinen Gewinner. Unser Mietpräsident machte auf mich über weite Strecken den souveräneren Eindruck, während Kraft bei den Schlussworten punkten konnte. (Kam wesentlich sympatischer rüber)
Weshalb Frau Kraft jedoch nicht in der Lage war, z.B. der Behauptung der “Schließung von Schulen” zu entgegnen ist mir ein Rätsel.
Das Madame sich bisher nicht eindeutig gegen die Linke ausgesprochen hat, ist mittlerweile unverständlich. Es müsste Ihr doch klar sein, das ihre Gegner natürlich immer wieder in diese Kerbe hauen. (Das kostet auf Dauer Sympathien) Aber vielleicht braucht Sie diese Kerbe ja, damit nicht ein noch viel katastrophaleres Detail ans Tageslicht kommt?
Fazit:
Einzig positiv ist, das es gleichzeitig kein schönes Wetter für den Biergarten gab!
30 BD // Apr 27, 2010 at 10:41
Also, ich muss wohl auch eine andere Sendung gesehen haben. Thematisch war Hannelore Kraft sehr wohl überlegen. Bildung, Arbeit, Soziales: Die SPD hat da die besseren Argumente. Die CDU ist weitgehend erfolglos geblieben.
Und in der Koalitionsfrage: Warum sollte Frau Kraft die Tür zu den Linken endgültig zu machen, während Rüttgers sich sämtliche Optionen offen hält? Ich glaube nicht, dass sich am Ende diese Frage überhaupt stellen wird.
31 Esoxx // Apr 27, 2010 at 10:53
Rüttgers war besser… ich krieg nen Brechreiz…
Wer hat denn da den Bildzeitungskanal zitiert
32 dr.friedrich schreyer // Apr 27, 2010 at 10:57
Finaler Treffer:
“…Kraft lehnt nicht final eine Koalition mit den LINKEn ab….”
Ich bin überzeugt, dass Hannelore Kraft sich schon sehr sehr lange auf diese Frage vorbereitet hat. Und die Frage ist doch:
wie wirkt diese Antwort auf die WählerInnen der SPD und auf die der LINKEN, und wie wirkt es auf die Potentiellen WählerInnen der SPD und auf die potentiellen Wählerinnen der LINKEN.
Es kann durchaus sein, dass aus den potentiellen SPD-Wählerinnen Nichtwähler werden, dass aber aus potentiellen LINKE-WählerInnen SPD-WählerInnen gerade aus diesem Grunde werden.
Und wenn verlässliche Personen für Ministerämter gefunden werden – Gysi etc. – könnte sich eine Rot-Rot-Grün Koalition sogar gut verkaufen. Und so etwas sollte man in der Tat nicht ausschließen…
33 DKE // Apr 27, 2010 at 11:11
…ich bin überrascht das Theodor Heuss, alias Thomas Brackheim, sich hier noch äußern kann!
Ist er nicht schon 1963 verstorben! Oder steckt hinter diesem Blog ein gelb oder schwarzer Propagandist? Bild-lich gesehen!
34 Welehamm // Apr 27, 2010 at 11:45
Da hat ja ein richtig begeisterter Rüttgerianer geschrieben und auch an den Registern der (versteckten) Polemik gezogen: Frau Kraft hatte ein rotes Kleid an. Wo war das lila Jäkchen? Oder war das eine Satire und ich habe es nicht gemerkt? Wer der Artikel im Tenor “Zwei Langweiler unter sich”, dann hätte er meine volle Unterstützung gehabt.
35 Ingo Hagemeister // Apr 27, 2010 at 12:17
Ja so ein Duell ist wirklich spannend. Vielleicht sollte man sich dann doch Parteiprogramme und die Rüttgerspolitik der letzten 5 Jahre antun. Die Kraft hat vieles nicht gesagt was die SPD vorhat, was sich allemal besser anhört als Rüttgers Realpolitik und unausgesprochene CDU-Zukunftspolitik.
Wie wichtig die Koalitionsfrage ist sieht man doch an den Wählerumfragen, die auf bestem Wege sind neben der großen Koalition nur noch einen Koalitionspartner zu schaffen – Die Grünen. Mit denen können beide Volksparteien gut zusammen arbeiten. Also liebe Wählerinnen und Wähler weiter so, damit die dämliche Koalitionsfrage uns nicht mehr von den wichtigen politischen Fragen fernhält.
36 JohnBGordon // Apr 27, 2010 at 13:10
Da kommt eine von Herrn Rüttgers bisher nicht ganz ernst genommene, muntere Ruhrpott-Frau daher, gibt Fehler ihrer Partei in der Vergangenheit zu, bringt eine vernünftige Ansicht nach der anderen vor, und bittet letztendlich um Vertrauen in ihre aufrichtige Bemühung, in unserem Land in Zukunft eine bessere Politik zu machen.
Alles klar. Ich weiß, wen ich wählen werde. Weg mit diesen schwarz-gelben Leuten, die die Schulden in unserem Land verdreifacht haben, mit dem Turbo-Abitur ohne Anpassung des Lehrplans die Schüler in die Knie zwingen, und mit den Jahrgangsübergreifenden Klassen in den Grundschulen ohne Aufstockung des Personals die Lehrerinnen. Um nur ‘mal einige Gründe zu nennen. Daß ich für meinen älteren Sohn Dank Rüttgers Studiengebühren zahle und für meinen jüngeren Sohn Dank Rüttgers den Kita-Platz verloren habe, weil es für die Krippenplätze natürlich auch kein zusätzliches Personal gab, will ich einmal als Minderheiten-Schicksal gelten lassen.
Also, laßt uns die Taschenspieler-Tricks dieser Regierung beenden !!
37 Fabian D. // Apr 27, 2010 at 13:47
Der Ausgang des Duells war absehbar! Gut, dass ich auf http://www.politikmarkt.tu-dortmund.de/ vorher noch ein paar SPD-Aktien verkauft habe. Solche Events wie das Fernsehduell machen das Spekulieren auf die Parteikurse und endgültigen Wahlergebnisse erst richtig spannend! Und dafür, dass es kostenlos ist, sind die Preise durchaus lohnend.
38 Ansgar // Apr 27, 2010 at 13:50
Vielleicht beruhigt ja der Blick eines Zuschauers aus Süddeutschland die Debatte im Westen…..
Da hat der Autor des Blogs sich doch allzusehr versteift auf die von rechts gewollte Debatte über rot-rot. Wen interessiert das denn noch wirklich? Müssen denn alle Medien auf diese wiederbelebte rote Socken Kampagne hereinfallen? Auch Sie, verehrte Blogger ?
Schön war es doch, dass inhaltliche Knackpunkte herausgearbeitet wurden.
Aber wo waren eigentlich die beiden Journalisten? Ein bißchen moderiert haben sie, aber nicht eben hilfreich zugespitzt, hingeführt zu den maßgeblichen Unterschieden. Aber die beiden wollen ja auch nicht wieder gewählt werden, oder doch ? Mit dem Segen von MedienMP Rüttgers oder Kraft ?
Schade, es hätte ein journalistisch spannenderer Abend werden können.
39 Friedel Gerricke // Apr 27, 2010 at 14:10
Ganz so souverän war der Meister nur nicht. Sensibel reagierte auf zwei Fragen des WDR-Chefredakteurs und an der Mimik war erkennbar: Da wäre Rüttgersgern aus der Haut gefahren. Aber er m u s s t e freundlich bleiben, um cool und “stattsmännisch” zu wirken.
So reagierte er schon hin und wieder gereizt. Dieser Polit-Profi versuchte zwar seine Emotionen zu unterdrücken, doch die Körpersprache verrät viel. Frohlockend wirkte er, als er die Koalitionsfrage der Frau Kraft stellte.
Und sie ? Sie fällt prompt drauf rein. Weist den Begriff Estremisten ab, der der Linkspartei zu recht anhaftet und schlägt auf Rüttgers ein: In den Räten, auf lokaler Ebene, da würde die CDU doch mit den Linken….
…und eiert dann wieder mit der Koalitionsfrage herum.
Klare Kante geht anders, Frau Kraft. Abgesehen davon, dass Kleider Leute machen. Und so wirkte sie vor der Kamera in ihrem schlecht sitzenden Hösi breitarschig matronenhaft in dem zu klein wirkenden Jäckchen. Und warum sie zeitweise wie ein Schulmädchen als der “Rektor” Rüttgers dozierte ganz artig nach unten auf`s Pult guckte, weiß nur die Lore selber. Selbstbewußt und sicher im Auftreten wirkte das leider nicht.
So hat denn möglicherweise Frau Kraft eine gute Chance vertan. Nun kommt es wohl darauf an, dass die Grünen wettmachen, was die Lore da vergeigt hat.
So bekam Rüttgers die Kraft, die er brauchte. Und die Kraft ? Die läßt sich von den Linken treiben. Ohne Not, aber nun mit Schaden.
40 Toller // Apr 27, 2010 at 14:25
Beide haben enttäuscht. Keiner wollte die große Sparliste herausgeben. Beide wollen nur weiter Geld rausschmeisen. Da hat ein Arnulf Baring schon Recht, die Parteien können das Land nur herunterwirtschaften. Kraft steht hinter Steinkohle, obwohl sie zu viel kostet. Förderung einstellen würde doch auch kosten bloß weniger. Aber vielleicht braucht man die Kohle wieder. Dann wäre dies doch fatal die Schächte zu schließen (Kraft). Keine Ahnung von Technologie. In Zukunft pumpt man Methan aus den Kohlegruben und verbrennt es. Dafür brauche ich aber keine Kumpel mehr. Dann gibt es ja noch eine Studie von den brennden Kohlehaufen, die thermisch genutzt werden könnten. Na mit Kreativtät glänzen wohl Politiker nie, nur wenn es um Geld anderer Leute geht.
41 Wasserzahn // Apr 27, 2010 at 14:35
Hallo, ist doch klar das Frau Kraft sich die Option mit den Linken offen hält, ansonsten wäre sie auch eine dumme Politikerin. Denn, wenn die Grünen nicht in den Landtag kommen, mit wem will sie denn dann zusammen gehen? Was Gabriel und Co gerne hätten, ist für NRW ohnehin ohne Belang. Die wären eher gut beraten ihre Profilneurosen in Berlin zur Schau zu stellen ( was sie ja auch ohnetun ), da in NRW die Linke einen nicht zu vernachlässigenden Kraft bilden wird!
Frau Kraft , haben Sie den Mut und geben Sie zu das sie nur mit der Linken zusammen diesen Schuldenmeister Rüttgers aus dem Amt jagen können!
42 nefes // Apr 27, 2010 at 16:22
Da fallen selbst die Profi-Blogger von Wir-in NRW auf die Masche der CDU herein: Was hat Hannelore Kraft denn gesagt? Sie will die Koalition mit den Linken nicht, sie hat es sogar begründet. Sie sagt ganz klar, was sie will: eine Koalition mit den Grünen. Hätte Sie dann unsinniger Weise hinzugefügt: Ich schließe eine Koalition mit den Linken aus, hätte Rüttgers, wie in vorangegangenen Interviews gesagt: das glaube ich Ihnen nicht. Und dann wäre das Ypsilanti-Gespenst aus der Ecke geholt. Nein, in die Falle der Ausschließeritis ist Hannelore Kraft nicht getappt. Sie sollte auch für die Koalitionsverhandlungen diese Option nicht aus den Händen geben. Rüttgers möchte das natürlich anders. denn die SPD wäre dann in evtl. notwendigen Verhandlungen wegen einer Großen Koalition erpressbar. Schade, dass Thomas Brackheim das nicht so sieht!
43 Beobachter // Apr 27, 2010 at 16:52
Was ist denn das für ein Bericht? Mit vorurteilsfreiet Berichterstattung hatte das mal gar nichts zu tun. Es gäbe zig Beispiele: Hier nur eines. Gerade die Erwähnung, warum man 2005 abgewählt worden ist, ist nicht nur offen ud kommt gut rüber, sondern taktisch auch geschickt, weil Kraft damit deutlich machen konnte, dass eine Regierung Rüttgers nach dem 9. Mai nicht zwangsläufig ist, und man in der Schulpolitik keinen Schritt vorwärtskommt, weil die CDU ideologiebefrachtet an alten Konzepten hängt.
44 Schönemark // Apr 27, 2010 at 17:42
@Theobald Tiger Was haben die Grünen wirklich so glasklar gesagt? Ich habe bisher lediglich vernomen: “Keinen Duldungvertrag mit der Linken”. Eine Rot-Rot-Grüne Koalition wurde bisher von keinem grünen Spitzenpolitiker ausgeschlossen. Nach den derzeitigen Umfragewerten kann Frau Kraft nur durch Rot-Rot-Grün zur Ministerpräsidentin gewählt werden. Sie hat daher nach meiner Feststellung den finalen Florettstich glänzend pariert.
45 MT // Apr 27, 2010 at 17:42
Ich habe zum Glück kein TV – Gerät.
So kann ich mich objektiver informieren.
Aber der Beitrag war schon gut,nicht so einseitig.
Zum Thema Schulausbildung:
Kosten für Schulausbildung
Die Ausgaben für die Ausbildung eines Schülers an öffentlichen Schulen haben 2007 durchschnittlich 5000 Euro betragen – 100 Euro mehr als im Vorjahr. Dabei gab es deutliche Unterschiede je nach Schultyp, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte. So wurden in der Untergruppe der allgemeinbildenden Schulen im Durchschnitt rund 5400 Euro pro Schüler und Jahr aufgewendet, wobei sich die Ausgaben pro Kopf an Grundschulen auf 4200 Euro, an Gymnasien auf 5600 Euro und an Förderschulen auf 13.100 Euro beliefen. Für Schüler beruflicher Schulen als weiterer Untergruppe wurden pro Kopf 3600 Euro aufgewendet.
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Schüler in Bielefeld lernen von Eseln
Die Arbeit mit zwei Eseln soll Schülern einer Bielefelder Förderschule helfen, den sozialen Umgang miteinander zu verbessern. “Wer einen Esel führen kann, kann auch verantwortungsvoll mit einem Mitmenschen umgehen”, erläuterte die Pädagogin Sandra Thyke vom Verein Natursinn.
Einmal pro Woche lernen vier Kinder im Alter von 12 bis 13 Jahren unter pädagogischer Aufsicht den Umgang mit den Tieren. Insgesamt werden zwölf Kinder der Förderschule zusätzlich zum regulären Unterricht auf diese Art betreut. Das Projekt läuft bis zum Unterrichtsende im Juli. Aufgrund der bisher zufriedenstellenden Ergebnisse und der positiven Reaktion der Kinder hoffe man, die Arbeit fortsetzen und ausbauen zu können, sagte Thyke. Finanziert wird das Projekt durch die Stiftung “mitLeidenschaft” des Johanneswerks. In der Schule seien die Kinder immer noch zu sehr auf Leistung fixiert, bei der Arbeit mit den Tieren dagegen könnten sie auch andere Fähigkeiten verbessern, sagte Ilka Heidbrink, Sozialarbeiterin an der Förderschule.
Quelle: RP
46 Klaus Boerger // Apr 27, 2010 at 17:44
Bisher fand ich das Blog informativ und gut – schade, das war es bis gerade!!!!
Ich weiss nicht welche Sendung Herr Brackheim gesehen hat, sein Kommentar wäre nicht mal in
der “Blöd” Zeitung für gut und klar befunden worden!!!
..für ´nen CD”U”-Boot vielleicht gut gemeint…wenn es Satire sein sollte, dann bitte auch sagen!!!
47 Hagen Kruska // Apr 27, 2010 at 18:03
Ich kann mich wirklich nur über diese ganzen Kommentare amüsieren. Nach wochenlanger einseitiger Hetze hat einer der anonymen Schreiberlinge dieses Blogs es einmal gewagt die andere Seite etwas zu kritisieren oder nennen wir es mal nicht allzu sehr in den Himmel zu loben, und schon melden sich mehrere Kommentatoren und kritisieren diesen Blog.
Sie verhalten sich wie raffgierige Aktionäre die nach jahrelang steigenen Kursen merken, dass sie der Kurs ihrer Papiere auch mal ein Stückchen fallen kann. Aber glauben sie denn wirklich, dass sie auf Grund dieses Theodor-Heuss-Pseudonym Kommentars wirklich auf das falsche Blatt gesetzt haben?
48 PISA-Fan // Apr 27, 2010 at 19:00
MT berichtet in seinem Kommentar von den Ausgaben je Schüler insgesamt und nicht die NRW-Zahlen. Ist das Ablenkung oder ein Versehen?
Ich habe von NRW berichtet und festgestellt, dass die Regierung Rüttgers als einzige der Länder keine Steigerungen der Ausgaben innerhalb von 2005 bis 2007 hinbekommen hat.
Rund 80% der Ausgaben werden von den Personalkosten verursacht.
Wie passt das zu den in der Sendung von Rüttgers behaupteten 8000 zusätzlichen Lehrereinstellungen.
Antwort: garnicht
49 nefes // Apr 27, 2010 at 20:55
Was die neuen Stellen betrifft: Hannelore Kraft hatte Recht mit der Aussage, dass Tausende von Stellen nicht besetz sind. Nachzulesen im letzten PEM-Bericht des Finanzministers, wonach Ende 2008 insgesamt 3.916Stellen nicht besetzt waren (ein neuerer Bericht liegt nicht vor) Nachzulesen auch in der im Febr. 2010 veröffentlichten Antwort der Landesregierung auf die Große Anfrage der SPD Nr.40 , zu Frage I 58, wonach bei ca 5000 neuen Stellen bis 2008 nur 2.239 neue Lehrkräfte eingestellt worden sind. Entweder, der Herr Rüttgers ist schlecht vorbereitet oder
aber er sagt bewußt die Unwahrheit, was man auch als Lüge bezeichnet.
50 Dominik // Apr 27, 2010 at 21:06
Ich fand den Blog bisher auch gut. Aber das hier?
Das ist kein Artikel, das ist eine offenkundige Beleidigung.
Hannelore Kraft geht eindeutig als Siegerin hervor. Rüttgers war beleidigend, unhöflich und wollte Kraft als Lügnerin darstellen.
Peinlich. Hat der Autor LSD-TV gesehen, oder was? Kommen noch zwei oder drei Artikel dieser Art überlege ich stark hier nicht mehr aktiv zu lesen…
51 Berliner // Apr 27, 2010 at 21:19
Zunächst mal vielen Dank für diese tolle Diskussion, sie ist zuweilen spannender als der ganze Wahlkampf. Ich vermute mal, dass hier einige unterwegs sind, die den Blog noch nicht als unabhängiges journalistisches Medium identifiziert haben. Alle die, die der Meinung waren, dass alle Enthüllungen SPD gesteuert waren, sollten genauso wie alle Genossen einsehen, dass es hier immer noch um meinungsfreudigen und investigativen Journalismus geht und schon deshalb in keine Schubladen passt. Und in dem Rahmen ist der TV Duell Bericht von Brackheim völlig in Ordnung, wenn auch nicht unbedingt erwartet, Hauser oder Tiger hätten es vielleicht anders gesehen. So What. Mir scheint hier auch eher die Kritik an der Vorbereitung und Performance der Herausforderin das Motiv zu sein, die wirklich angebracht ist. Denn Hannelore hat auch bei der Kitafinanzierung gewackelt und bei der Linken Frage nicht mal ihre Standardantwort vernünftig artikuliert. Ihr Ansatz Rüttgers thematisiert die Linken nur damit sie in den Landtag kommen, hätte sie durchziehen können, hat sich aber einseifen lassen. Gut rübergebracht hat sie meiner Ansicht nach ihr Anliegen, mehr Gerechtigkeit in Bildung und Arbeit walten zu lassen, da sah Rüttgers, weil zu kleinteilig, schwach aus.
Gedanken mache ich mir über den extrem freundlichen Umgangston, vor allem von Rüttgers. Bereitet er die große Koalition vor? Scheint mir fast so, macht aus seiner Sicht vielleicht mehr Sinn als Schwarz-Grün. Die SPD sollte ihre Position überdenken, ob sie links nicht definitiv absagt, um das volle Potential auch aus der rechten Sozialdemokratie abzugreifen, sollte Rot Grün was werdensollen, brauchen sie auch den Seeheimer Kreis.
52 irdx // Apr 27, 2010 at 23:16
Es ist wirklich erstaunlich. Da wird auf diesem Blog das erste Mal ein CDU freundlicher Beitrag verfasst und schon zweifelt die Leserschaft an der Qualität des selbigen. Auch in den Medien muss Demokratie herrschen. Dazu gehört auch die Vertretung einer Meinung, die in NRW von sehr sehr vielen Menschen unterstützt wird. Man muss nicht jeden Blogeintrag lieben, aber akzeptieren muss man jeden.
53 Badener // Apr 28, 2010 at 00:26
Obwohl in NRW Nichtwahlberechtigter habe ich mir das Duell heute extra mal angeschaut nachdem ich den Blockeintrag gelesen hatte, um mir selbst ein Bild zu machen. Nun bin ich sehr erstaunt wie ein seriöser Block so eine tendenzielle Berichterstattung veröffentlichen kann. Das ist weder objektiver Journalismus, noch nicht einmal ein Kommentar, sondern die reine CDU-Propaganda, wie sie ihr Generalsekretär nicht besser hätte schreiben können. Oder hat er es vielleicht sogar geschrieben? Auf jeden Fall ist es diesem Block nicht würdig, so einen Unsinn zu schreiben. Zum Mindesten haben sich Rüttgers und Kraft ein Unentschieden geliefert aber auf jeden Fall ist Kraft sympatischer herübergekommen und hat auch bei den Themen Bildung und Arbeitvor Rüttgers gelegen. Nur bei der Koalitionsfrage konnte Rüttgers kurzzeitig die Oberhand gewinnen und Kraft aus dem Takt bringen aber schon bei der Sponsoring Affaire war er wieder sher verhalten.
Also für mich hat die Kraft in diesem Duell Punkte gemacht.
54 Dominik // Apr 28, 2010 at 00:27
Auf Bitten von Theobald Tiger habe ich nochmal nachgedacht. Es doch durchaus positiv, wenn mal etwas andere Meinungen gepostet würden, anstatt die eher links-orientierten Artikel.
Doch mit dem Inhalt des obigen Artikels stimme ich nur bedingt zu. Selbst die tief-schwarzen aus meiner Klasse fanden Hannelore Kraft besser…
55 Karl Klartext // Apr 28, 2010 at 00:45
Keine Sorge, Ihr werdet die große Koalition schon herbeischreiben, ihr Clement-Fans!
Aber ist schon klar: Am Ende sind es die Grünen schuld, weil die die hier so geliebte Ampel mit dem Westerwelle, dem Pinkwelle, dem Papwelle und dem Lindwelle und dem Witzelwelle nicht mitgemacht haben.
Na-Ja, sind schon große politische Weitspringer die hier Piepen!
Na dann, ihr Leberwürste und Großvisir Brackscherz:
Vorwärts, und nicht vegessen: Die Zerlegung der Sozialdemokratie ist die vornehmste Aufgabe von deren eigenen Hofschranzen. In diesem Sinne: Und gib gut acht und gute Nacht….
Machtwächter alias Klartext
56 Jens Vogel // Apr 28, 2010 at 00:48
Jetzt mal ernst.. Hat Herr Rüttgers nicht mal andere Inhalte zu setzen? Das einzigste was man bisher vom Unionswahlkampf wahrgenommen hat.. War… Die Roten-Socken-Kampagne.
Wahlspot: Warnung vor der Linken
Bildungspolitik: Wieder einmal Warnung vor den Linken
Was spricht dagegen sich alle Optionen offen zu halten? Nichts! Am 09.05.2010 entscheiden die Wähler welche Koalition die Mehrheit hat.
Die Kraftilantisache ist doch total lächerlich.. Ypsilanti hatte vor der Wahl eine Koa ausgeschlossen – Kraft lässt diese Frage offen und das ist gut so!
@Freidenker Rüttgers als Sozialdemokrat zu bezeichen ist doch total daneben. Rüttgers gibt sich nach Außen gerne als Sozialdemokrat, aber im Background ist und bleibt er Neoliberaler..
57 von Hohnsberg // Apr 28, 2010 at 08:37
Vom Wir in NRW Blog hätte ich mehr erwartet! Die Koaliationsdebatte ist armselig.
58 Ne Oecher // Apr 28, 2010 at 11:03
Meinungsvielfalt zeichnet eine Demokratie aus. Allerdings habe ich eine andere Wahrnehmung als der Verfasser des Artikels.
Frau Kraft wirkte auf mich souverän, sie hatte die besseren Ideen, für unser Land, für unsere Zukunft und die unserer Kinder.
Herr Rüttgers wirkte arrogant und argumentierte häufig mit Angstthesen, teilweise wirkte er bemitleidenswert. Anstatt seine Politik stark zu reden( gibt es da überhaupt etwas stark zu reden?), versuchte er andere durch den Dreck zu ziehen.
Als langjähriger CDU-Wähler werde ich bei dieser Wahl die SPD wählen. Auch weil Herr Rüttgers als selbsternannter “Arbeitnehmerführer” kläglich versagt hat. Reden alleine nutzt nichts, die Taten oder nicht Taten sprechen für sich. Wer Arbeitnehmerrechte beschneidet, der kann auch nicht für Arbeitnehmer reden.
Mit Guntram Schneider im Schattenkabinett kehrt die SPD zu ihren Grundtugenden als Arbeitnehmerpartei zurück.
59 ingeborg // Apr 28, 2010 at 12:01
Heute Abend WDR Wahlarena 20.15 Uhr
J.Rüttgers (CDU), H.Kraft (SPD), S.Löhrmann (Grüne), A.Pinkwart (FDP), B.Beuermann (Linke) live aus Mönchengladbach
Moderatoren S.Scholt und J.Schönenborn
gruss i
60 rumpelstielzchen // Apr 28, 2010 at 13:35
@ Ne Oecher
lnagjähriger CDU-Wähler – wer’s glaubt. Einer der billigsten Tricks um hier Wahlkampf zu machen. Da fällt doch nun wirklich niemand drauf rein.
Wer aus ‘ner Stadt kommt, die mehrmals Ulla Schmidt als Bundestagsabgeordnete wählt, sollte sich in Sachen Politik vielleicht etwas zurückhalten…
61 MT // Apr 28, 2010 at 19:08
Der Blog hier ist gut.
Wäre er sicher nicht,wenn er nur SPD ist super propagieren würde.
Was ein Aufschrei bei Kritik – heh das muß sein.
Das ist kein Partei Blog – ich finde das jedenfalls sehr gut einmal kritisch zu sein.
Mach ich ja auch – bei der CDU – drauftreten statt kollektiv zu nicken.
Leute das ist Demokratie !!!
Ich finde den Blog Klasse.
….. auf die Partei,sage deine Meinung.
Oder ?
62 MT // Apr 28, 2010 at 19:21
@ Pisa Fan
Es ist eigentlich egal ob Rüttgers oder Kraft gewinnt.
Im Ergebniss ist es gleich.
Und das stört mich.
Nicht nur mich,aber es ist eben so.
Wie ändern ???
63 nefes // Apr 28, 2010 at 23:17
zu MT: ist doch ganz schlicht, kannste auch kapieren: Ist eben nicht egal, was gewählt wird.
Soziale Gerechtigkeit und Ablehnung von unsozialen Kopfpauschalen und nicht finanzierbaren Steuersenkungen gibt es eben nur mit Frau Kraft. Punkt.
64 Stefan Hoffmann // Apr 29, 2010 at 12:11
Rüttgers klarer Sieger?
Lächerlich! Rüttgers ist mit seiner Dummschwätzerei, die Linken als “Extremisten zu bezeichen, nur erbärmlich!
65 MT // Apr 29, 2010 at 18:08
Ne nefes,
so einfach ist das nicht.
Alles Gute ist nicht immer gut,sonst wäre die Linke ja das Optimum für alle – ist sie aber nicht.
Gutes fordern kann auch schlimmes bringen.
( Der meint die Grünen – ok gebe ich ja zu )
Nein Spaß beiseite,wir sollten einmal darüber nachdenken ob es denn Sinn macht,das SPD oder CDU oder alle einen Wettbewerb im…
Wir brauchen mehr Pädagoginnen,Erzieherinnen,Soziologen u.s.w machen.
Das hört sich ersteinmal gut an – mehr davon.
Erlebnisspädagogik bis Schreitheraphie,es wird viel geboten an Pädagogik.
Wenn man etwas recheriert,was denn da an Müll herauskommt,dann wird man einfach satt.
Es kostet Geld,bringt in der Sache nichts außer noch mehr Störungen bei den Betroffenen.Schafft aber Arbeitsplätze wenn auch unproduktiv,denn weder der Förderschüler ist der Facharbeiter von Morgen,noch sind drei Pädagogen für acht Schüler kostenmäßig vertretbar.
Das läuft mir etwas aus dem Ruder,wenn man sich da überbieten will – mehr Förderungen,mehr Kita,mehr….
Weder Minderbegabtheit noch Gewalt lassen sich wegpädagogisieren,aber erkläre das einer Pädagogin die sich ebenfalls nicht wegpädagogisieren lassen will und gerade ihre selbsterdachte Erfüllung erlebt.
MT
66 anonymus // Apr 29, 2010 at 22:47
Freunde, was soll die Diskussion? Ob ihr nun Kraft oder Rüttgers (von den koalitionären Mehrheitsbeschaffern will ich hier lieber schweigen) wählt, letzendlich ist dies eine Entscheidung zwischen Pest oder Cholera. Betrachtet man die Politik der letzten Jahre, so sind die Unterschiede zwischen den großen Parteien letztendlich marginal. Und was von Wahlversprechen zu halten ist, wissen wir alle (wer fällt noch darauf herein?). Auch hier sind die letzten Jahrzehnte aussagekräftig genug. So bleibt nur zu sagen: Wählt, was euch dünkt, es bleibt doch alles beim Alten, auch wenn euch neue Gesichter – oder alte – von Wahlplakaten anlächeln. Tragt´s mit Fassung.
67 Hannes // Apr 30, 2010 at 08:33
Wer sind in Deutschland eigentlich die Extremisten? Linke wurden seit 60 Jahren schneller verboten und ausgegrenzt, politisch wirksam werden konnten sie somit nicht. Sie wurden immer mit kaltem Krieg, Wettrüsten und Kriegskonflikten (z.B. Vietnamkrieg) konfrontiert CDU, SPD, FDP und dann die Grünen haben diese Republik “D” geschmiedet. Massenverdummung und Diskriminierung an den Schulen – Ergebnis: Amokläufe; Banken, Versicherungen und Industriekonzerne haben die Macht, nicht die Scheindemokraten – Ergebnis: größter Raub der Nachkriegsgeschichte durch Betrug ( siehe Sendung “Quer”; 20 Mio. für Schulspeisung oder Mindestlohn- derartigen extremistischen Forderungen würden die Wirtschaft und den Staat ruinieren. Den regierenden Parteienterror erleben seit 40 Jahren Schüler, Patienten, Arbeitslose und Hungerlöhner. Das Wissen über das Handeln der Popen und Pfaffen an den kircheneigenen Einrichtungen und Anstalten hat seit bestehen der BRD niemanden gestört. Das Nichtstun müssen aber besonders CDU und SPD verantworten. Ob ein Model einen Tanga trägt oder ein vorwitziger Prinz seine Vorhaut gewaschen hat (bei der Armee wurde das früher kontrolliert) waren und sind in den Medien im Überfluß dokumentierte “Wichtigkeiten”. Bewußt werden Bankenpleiten und Zahlungsunfähigkeit von Griechenland, Portugal, Spanien nicht mit der DDR- Pleite verglichen. Das letztere hatte auch viel mit Embargo- und Währungspolitik zu tun. Die UNO und die EU Missionare haben bei den zerstörerischen Vorgängen an Börsen, Hungersnot, Öl- und Klimakatastrophen, Kinderarbeit keinen Handlungsbedarf. Rentner sind meist politisch desinteressiert – wahrscheinlich reicht ihnen die Verantwortung für die 12 Jahre Jubelgeschrei für Krieg und Massenvernichtung. Massenentlassungen und Diskriminierung der Armen und Schwachen (Behinderte und Kranke, Kinder und Alleinerziehende, Arbeitslose) sind für CDU, SPD, FDP und Grünen kein wirkliches Thema (eher Schauspiel ihrer geistigen Armut und gesellschaftlichen Unverantwortlichkeit) – statt dessen Bankenrettung, Bankenrettung und noch ein vieles mal Bankenrettung und dann Reibach ( Gewinne ) für Unternehmer im Gesundheitswesen – statt sinnvolle Behandlung und einem Sinn erfülltem Leben. Da unsere politischen Eliten durch die Bank Anwälte, Lehrer und andere Akademiker sind und dazu noch Gläubige und Christen – liegen Fortschritt und Inquisition in einer Seele. Den Scheiterhaufen sehen wir in den Argen, Opfer auf den Autobahnen und Krankenhäusern, und nicht vergessen – die Pfandflaschen- und Bulettendiebe. Gewaltverbrechen und Betrug werden dagegen mit sozialer Fürsorge in modernen JVA´s belohnt. Da diese zu teuer wird der Verbrecher so schnell wie möglich wieder ausgewildert. Zootiere kommen mit Freiheit in der Natur auch eher selten zurecht und wenn sie losgelassen, dann mit wissenschaftlichem Funkhalsband. Also ohne Handy geht´s nicht.
68 Lars // Apr 30, 2010 at 10:15
Eieiei, da hat der Autor des Blogs aber einen losgelassen.
Halten wir doch mal ein paar Dinge fest: Liest man sich das Wahlprogramm (oder gar die letzten Wahlprogramme) der LINKEN durch, muss man (selbst als parteirechter Spinner in der SPD) erkennen, dass die von “extremen” oder sogar “extremistischen” Positionen Lichtjahre entfernt ist. Wenn ich mir überlege, welche Dinge die SPD in den 70er Jahren im Programm hatte, ist das nicht weit voneinander entfernt.
Interessant ist dabei auch, wie hier (schon wieder) versucht wird, eine inhaltliche Auseinandersetzung zu vermeiden. Stattdessen dummdreiste Plattitüden, wie “mit den bösen Linken darf man nicht koalieren”. Hannelore Kraft hat mehr als ein Mal deutlich darauf hingewiesen, dass das nicht ihre Wunschkoalition ist – dabei sollte man es bewenden lassen. Alles andere ist nur der peinliche Versuch, wieder einmal ein Bündnis zu verhindern, an dem weder die rechten Konservativen, noch die rechte FDP, die sich fälschlicherweise als “liberal” bezeichnet, beteiligt sind. Ich persönlich habe mit der CDU und der FDP viel mehr Probleme als mit der Linken. Denn die sind vom Extremismus oft auch nur um Haaresbreite entfernt, siehe hier: http://www.youtube.com/watch?v=-s_VJddcqIE
Hannelore Kraft verhält sich vollkommen richtig. Und eines ist mal klar: Ich weiß ja nicht, in welchem Zustand einige hier das Fernsehduell gesehen haben, aber: Jürgen Rüttgers war sowas von schwach (so schwach habe ich noch keinen sich im Amt befindenden Ministerpräsidenten gesehen).
Für mich steht spätestens seit dem Duell fest: Hannelore Kraft ist die deutlich bessere Kandidatin. Und sie wird eine bessere Ministerpräsidentin sein, wenn sie ins Amt kommt.
69 Carlos // Apr 30, 2010 at 11:56
@ LINKE
Warum fühlt ihr euch eigentlich immer dazu aufgefordert zu agitieren?
Altes sozialistisches Brauchtum?
Obwohl ich näher an der Linken bin, als an der DU, seid ihr für mich nicht wählbar!
Ihr versucht euch an den Argumenten der anderen zu schärfen und immer gegenteilige radikale Lösungsvorschläge zu bringen. Besser wäre es, ernsthaft die Probleme zu analysieren und nach brauchbaren Lösungen zu suchen.
Beispiel Bundestagswahlkampf 2009. Da fordert ihr doch tatsächlich, das rund 7% des BIP für Bildung ausgegeben werden sollen. Also Bildungsausgaben nach Kassenlage. Höheres BIP = Höhere Ausgaben, Weniger BIP = niedrigere Ausgaben. Und das ganze völlig unabhängig von den Schülerzahlen.
Absolut untauglich, aber wenn man nur laut genug ruft…
Ihr seid leider auch nur ein kleiner Teil eines großen, und noch dazu schlechten, Bauerntheaters!
Im übrigen kann ich nicht erkennen, das ihr aus 40 Jahren sozialistischen wirtschaftens irgendetwas gelernt hättet. Wer selber einen Staat unnötigerweise vor die Wand gefahren hat, sollte vielleicht nicht ganz so stark auf andere Politiker einschlagen deren Staat noch besteht.
Entschuldigt bitte, wenn ich daran erinnere, aber dieses System, das ihr jetzt so heftig kritisiert, hat euch euren Arsch gerettet! Vielleicht denkt ihr ja mal darüber nach, wieviele Milliarden Euro die Bundesrepublik Deutschland für eure, ach so tolle, Politik schon gezahlt hat und inwieweit diese Kosten für unsere heutige Situation mit verantwortlich sind.
70 Manfred Michael Schwirske // Mai 2, 2010 at 18:03
Wie dieses Medienspielchen ausgegangen ist: das hängt ganz von der Perspektive ab. Da sollte man sich nicht verpiepern lassen.
Aber hat hier eigentlich einer der Kommentierenden schon festgestellt, dass das Medienspektakel für den Wahlausgang keine Rolle spielen wird?
71 Knürpsel // Mai 13, 2010 at 00:04
Der Realitätsverlust der CDU und FDP spiegelt sich in diesem Blog ebenso wieder, wie in den letzten Tagen in den Medien generell. Freundlich ausgedrückt.
Herr Rüttgers und die CDU sind DIE Verlierer dieser Wahl, direkt gefolgt von der FDP. Wer das anders interpretiert, der kann etwas Grundlegendes nicht verstanden haben.
Sorge bereitet mir allerdings die Parteinahme der Medien zu Gunsten von CDU und FDP. Hier wird ein medienübergreifender Versuch der Manipulation der Wahlbürgermeinung sichtbar, der sonst so deutlich nur bei der BILD-Zeitung sichtbar ist. Die Hetzkampagne gegen die Linke nimmt so langsam ja manische Ausmaße an. Als ob eine 6% Partei unser Land oder gar Deutschland gefährden könnte. Für einen wirklichen Politikwechsel ist die Linke aber unverzichtbar. Daß das von CDU und FDP nicht gewünscht wird, können diese Parteien scheinbar nicht auf sachlicher Ebene darstellen. Und die Medien machen mit.
Wahre demokratische Kultur, oder?
72 NRW vor dem TV-Duell: SPD lässt feiern, CDU tritt leise | politiksprech // Apr 29, 2012 at 22:02
[...] Man scheint sich bei der SPD also sehr sicher zu sein, dass es diesmal beim TV-Duell etwas zu feiern geben wird und man beim Wähler punkten kann. Vor zwei Jahren sah das noch etwas anders aus: Bereits 2010 duellierte sich Frau Kraft verbal mit dem damaligen Amtsinhaber Rüttgers (Video hier). Auch wenn insgesamt keiner der beiden Kandidaten als klarer Sieger aus dem (unspektakulären) TV-Wettstreit hervorging, schien Rüttgers damals besser vorbereitet zu sein und Frau Kraft politisch noch etwas unerfahren. [...]
73 TV-Duell: Viel Krampf beim Kampf | Post von Horn // Mai 1, 2012 at 00:56
[...] Journalisten, der im SPD-nahen Kampfblog „Wir in NRW“ unter dem Pseudonym Thomas Brackheim einen bemerkenswerten Agitationsbericht verfasste. Der anonyme Autor, der offensichtlich die Wirkungsweise des Fernsehens sehr gut kennt, [...]
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