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Das ewige Talent

27. April 2010 · von Leo Loewe

Wir sind in der Zwickmühle. Sollen wir schon wieder Hannelore Kraft kritisieren? Zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden? Das kann doch nicht sein. Wir wollen nicht dafür verantwortlich sein, dass sich der liebe Herr Krautscheid und seine Getreuen vom CDU-Stamme Berger womöglich nach einem neuen Job umsehen müssen, weil sie beschäftigungslos sind, wenn wir so weitermachen. Aber das soll uns nun nicht davon abhalten, doch mal ganz klipp und klar zu sagen, auf welch´ gefährliches Terrain sich die Hoffnungsträgerin der aufgeklärten Nordrhein-Westfalen mit ihrer Entscheidung begeben hat, den Kölner Kommunalbeamten Norbert Walter-Borjans zum Kandidaten für das Amt des Wirtschaftsministers zu benennen.

Nicht, dass der in politischen Zirkeln „NoWaBo“ gerufene nette rheinische Jung den Job nicht könnte. Das mag nicht bezweifelt werden. Und persönlich angenehm ist er auch noch. Aber ihm hängt ein so verdammtes Verlierer-Image in seinen Kleidern. Wahlniederlagen kleben dem Sozialdemokraten förmlich an den Fingern. Beispiele gefällig? Sie folgen!

Zu Johannes Raus Zeiten war er Stellvertretender Regierungssprecher. Fleißig, auskunftsfreudig, pflichtbewusst. Ohne Charisma. Als sein Chef Wolfgang Lieb dann zum ordentlichen Staatssekretär in einem ordentlichen Ministerium (Wissenschaft) berufen wurde, kletterte „NoWaBo“ bei dem legendären Rau eine Stufe höher – er durfte für ihn sprechen. Eine Auszeichnung. Der gute Walter-Borjans musste die ersten rot-grünen Jahre managen, ein schwieriger Job, über den Rau erkrankte und sein Sprecher stolperte. Mit dem Abtritt von Rau musste auch Walter-Borjans gehen. Nachfolger Wolfgang Clement konnte vermeintliche Mittelklasse in seinem Umfeld nicht ertragen. Der erste erzwungene Abschied von der politischen Bühne.

Es dauerte nicht lange, da fand sich ein neuer Job. Johannes Rau hatte seine Beziehungen spielen lassen und seinen treuen Gefährten als Wirtschaftsstaatssekretär im Saarland untergebracht. Doch von Erfolg gekrönt war die Mission an der französischen Grenze nicht wirklich. SPD-Ministerpräsident Reinhard Klimmt verlor nach gut einem Jahr die Wahl. „NoWaBo“ schlug sich als Berater durch, managte zwischendurch den verlorengegangenen Kommunalwahlkampf der Kölner Oberbürgermeisterkandidatin und soll das grandiose Wahlplakat erfunden haben, „Von OB verstehen Frauen mehr“, das dann aber nie geklebt wurde.

2004 entdeckte Nordrhein-Westfalens grandioser Superminister Harald Schartau das ewige Talent. Walter-Borjans wurde erneut Wirtschaftstaatssekretär. Das Ende ist bekannt – nach 16 Monaten war wieder Schluss – Wahl verloren. Doch die SPD lässt ihre Guten nicht hängen. In Köln war ein Job frei, Wirtschaftsdezernent. Das ist er bis heute, wollte jedoch im vergangenen Jahr selbst Oberbürgermeisterkandidat werden. Doch die Genossen in der Rhein-Metropole waren schlauer. Sie wollten gewinnen – mit Jürgen Roters.

Nun also wieder Düsseldorf. In nicht einmal zwei Wochen wissen wir mehr. Mehr über die Zukunft von Norbert Walter-Borjans. Und mehr über die Zukunft von Hannelore Kraft. Und von Jürgen Rüttgers, der möglichweise neue Hoffnung schöpft.

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28 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 willy // Apr 27, 2010 at 19:37

    Nach Hannelores kraftlosem Ende im TV-Duell, als sie schon wieder keine klare Aussage zur Linken schaffte – na ja, Faust in der Tasche machen. Obwohl dieses Taktieren und Lavieren völlig unbegreiflich ist. Kein Mensch will wissen, wie Kraft in fünf Jahren zur Linken steht. Heute, so sagt sie selbst, sind die Linken in NRW nicht koalitions- und nicht regierungsfähig. Warum also dann heute nicht “klare Kante”? Und ansonsten hat Kraft sich doch im TV-Duell gegen Rüttgers ganz gut behauptet. Die Entscheidung, DGB-Schneider ins Kompetenzteam zu holen: Klasse!

    Aber jetzt: Die Wiedergeburt des Nowabo in der Landespolitik! Im Steinkohlebergbau, den Frau Kraft reanimieren will (was für eine innovative Energiepolitik) gibt es ein geflügeltes Wort für jemanden, der sich selbst im Weg steht: “Mit dem Kopf aufgebaut, mit dem A…. umgestoßen”.

    Das war’s, Frau Kraft. Diese NRW-SPD wird wahrscheinlich erst dann wieder fieberfrei, wenn jemand sie führt, der oder die wieder zuhören kann, der oder die auch mal Meinungen und Rat anderer beherzigt, statt alles besser zu wissen und alleine zu machen.

  • 2 Tweets die Das ewige Talent erwähnt -- Topsy.com // Apr 27, 2010 at 20:52

    [...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von Landtagswahl NRW, NRW Newsdesk erwähnt. NRW Newsdesk sagte: Das ewige Talent: Wir sind in der Zwickmühle. Sollen wir schon wieder Hannelore Kraft kritisieren? Zum zweiten Mal… http://bit.ly/clKffA [...]

  • 3 Dominik // Apr 27, 2010 at 21:02

    Ändert der Blog seine Ausrichtung? Bisher hackte er Rüttgers auf den Fingern und nicht Kraft. Was sind das für komische Autoren? Von denen las ich bisher nie etwas…

  • 4 nächste Idee // Apr 27, 2010 at 22:44

    nowabo – ist es um die Personaldecke der SPD so schlecht bestellt? Oder ist das nur eine Nennkandidatur und das Ressort geht sowieso an den Koalitionspartner. Jedenfalls ist es kein Zeichen für Neuanfang, sondern eher ein “Vorwärts Freunde, es geht zurück”.
    Vielleicht ist die Nomierung ja auch ein Zeichen für Zuversicht, denn wenn man mit dem Fleisch gewordenen Pechvogel Nowabo gewinnen sollte, kann ja nichts mehr schief gehen.

  • 5 Theobald Tiger // Apr 27, 2010 at 23:04

    @dominik. Mein Lieber, zunächst wirfst Du meinem Kollegen Brackheim vor, er habe wohl LSD-Fernsehen geschaut, nun zürnst Du mit Leo Löwe. Sei gewiss, alle die sich hier äußern und schreiben, sind erfahrene Kollegen. Sie wissen, was sie schreiben. Sei froh, dass es hier unterschiedliche Ansichten und Meinungen gibt. Das schult den Blick auf viele Dinge in der Politik. Dir ist doch nicht geholfen, wenn wir nur Deine politische Fovorites hypen. OK?

  • 6 Dominik // Apr 28, 2010 at 00:24

    @Theobald Tiger: Ich stimme Ihnen gewiss zu. Bisher fande ich die Artikel neutral bis links ausgerichtet und diese letzten triefen halt von konservativen Ansichten… Missfällt mir etwas… Zumal alle Umfragen zeigen, dass hannelore Kraft eindeutig als Siegerin hervorgeht (Bild, RP, WAZ und KSTA)…

    Aber mal sehen, wie Sie als nächstes schreiben ;-)

    Ja, ist Ok…. :)

  • 7 Pottblog // Apr 28, 2010 at 05:25

    Links anne Ruhr/Links zur Wahl (27.04.2010)…

    Bochum: Rüttgers: Mitbestimmung? Nicht der Rede wert. (Ruhrbarone) – Jürgen Rüttgers und der Arbeitnehmerempfang in Bochum.
    Duisburg: Staatsanwalt ermittelt gegen Ratsherrn (RP ONLINE) – Die Staatsanwaltschaft ermittelt gege…

  • 8 NachDenkSeiten – Die kritische Website » Intrige der SPD-Rechten gegen die NRW-Spitzenkandidatin Hannelore Kraft // Apr 29, 2010 at 09:17

    [...] Bundesland in den Rücken. Diesmal auch noch anonym auf einem Internet-Blog namens „WIR IN NRW“ . In einem Beitrag wird der von Kraft als Wirschaftsexperte für ihr „Zukunftsteam“ [...]

  • 9 In Ungnade gefallen | Post von Horn // Apr 29, 2010 at 10:03

    [...] Norbert Walter-Borjans zum Wirtschaftsminister ihres Schattenkabinetts zu berufen. Die Personalie löst beim rechten Flügel der SPD Empörung aus, der seit jeher besonders enge Drähte zur Energie- und Chemieindustrie unterhält, die in NRW eine [...]

  • 10 Peter Panther // Apr 29, 2010 at 11:06

    “Gefährliches Terrain” ist für die SPD lediglich die Aussicht auf eine große Koalition. Wenn sie diesen Kurs weiterfährt, wird sie irgendwann da enden, wo sie m.E. jetzt schon hingehört: auf dem Misthaufen der Geschichte.
    Es wird offenbar immer wieder vergessen, dass es die Schröders, Clements und Steinmeiers waren, die den kometenhaften Aufstieg der späteren “Linken” erst ermöglicht haben – die PDS schien, nachdem sie 2002 (übrg. durch eine gezielte Änderung der Wahlkreisgeographie – gerrymandering) nicht einmal mehr drei Direktmandate errungen hatte, ja schon am Ende. Das rechte Rattenpack der SPD hat sich so als Retter der deutschen Linken erwiesen.
    Es wäre vielleicht aufrichtiger, wenn diese Lumpen das Prädikat der SPD nicht länger für ihre persönlichen Karriereziele missbrauchten (konsequenterweise ist Clement ja auch ausgestiegen, nachdem die SPD seinem weiteren WErdegang nicht mehr dienlich sein konnte – nun bietet diese greise Fünf-Marks-Hure ihre zweifelhaften Reize der Energiewirtschaft feil). Das Problem ist aber wohl, dass man in der FDP nicht so leicht nach oben kommt, wenn man aus kleinen Verhältnissen stammt, nicht wahr? Da muss man aus großbürgerlichem oder adeligem Millieu stammen …
    Die Hintergründe obigen Artikels klärt ein Beitrag auf den Nachdenkseiten auf:
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=5345#more-5345

  • 11 Michael // Apr 29, 2010 at 11:08

    Auf den Nachdenkseiten steht ein interessanter Beitrag über diesen Artikel. Sehr peinlich für Euch! Es lebe das Internet!

  • 12 Jürgen Beck // Apr 29, 2010 at 11:10

    Warum besudelt die rechte Ecke der SPD immer sich selbst? Ist das Problem nicht schwarz/gelb?

  • 13 tvb // Apr 29, 2010 at 12:10

    Und wieder mindestens 10 zusätzliche Gründe, aus der SPD auszutreten. Die Nachdenkseiten bringen es mit solcher Gründlichkeit, daß Typen wie Hombach, Clement und andere Knallchargen diese Partei nur schädigen. Wer solche freunde hat …

  • 14 IrritirternochnichtSPDWähler // Apr 29, 2010 at 12:16

    @Michael , Jürgen Beck
    Peter Panther
    DH

    @PP : super Beitrag. Besonders treffend fand ich die Klammer um WC ;o)

    Steht WC nicht als Abkürzung für noch was anderes? Weg damit oder weg spülen?

    “Nest – Beschmutzer” wäre doch dann als Abkürzung : N(rw)B(log) oder ?

    Fragen über Fragen.
    Danke für solche Seiten: http://www.nachdenkseiten.de/?p=5345#more-5345

  • 15 IrritirternochnichtSPDWähler // Apr 29, 2010 at 12:21

    achso….. hab was vergessen.

    das “Wir” in Wir in NRW bekommt für mich ´ne ganz neue Bedeutung.

    Steht das nicht für “Zusammenstehen” ?

  • 16 Martin // Apr 29, 2010 at 13:43

    An alle die immer auf der Linken rumhacken. Ihr seid armseelige kleingeister. Wo uns dieser elende Kapitalismus erleben wir gerade überall in Europa.

  • 17 Aqua-Jedi // Apr 29, 2010 at 13:50

    Über die sogenannten rechten sPDler wundere ich mich schon lange nicht mehr. Habe diese Leute schon vor 30 Jahren in der IG Chemie kennengelernt.

    Die normalen und braven Sozis wissen kaum etwas über die historischen Hintergründe dieser 5.Kolonne des Kapitals. Schon in den 20er Jahren des voherigen Jahrhunderts konnte man diese Leute kennenlernen. Einig haben das mit ihrem Leben bezahlt.

    Auch heute noch sind die geistigen Erben von Zörgiebel und Noske bereit, ihren “eigenen” Leuten heimtückisch in den Rücken zu fallen.

    Das ist das große Problem der sPD, dass sie eine kleinbürgerlich-reaktionäre Bewegung ist, die ab und zu fortschrittliche Leute zulässt, aber nur ganz selten. Dagegen werden die Diener des Besitzbürgertums hochgelobt.

  • 18 jane doe // Apr 29, 2010 at 14:08

    was seit ihr nur für scheinheilige wichtigtuer. die spd zerfleischt sich selbst und das ist gut so … ich habe “wir in nrw” gerne gelesen … bis jetzt. es reicht … was hier an diffamierungen und lügen verbreitet wird ist noch weit unter bildzeitungsniveau … bravo

  • 19 Fritz // Apr 29, 2010 at 16:15

    Oha, die Clement-Fraktion scheint wieder unterwegs zu sein. Das Clement Mittelklasse nicht ertrug, dürfte jedenfalls korrekt sein. Der Mann ertrug es nämlich nicht , wenn die Leute in seinem Umfeld klüger waren als er selbst. Und das waren sie meist.

    Wenn aber auf eines in der SPD aktuell absolut Verlass ist, das die konservativen Uboote immer vor Wahlen auftauchen, um der SPD zu schaden, falls diese nicht nach ihrem Gusto agiert. Nach ihrem Gusto heisst – ganz im Sinne Clements – am äussersten rechten Rand der SPD. Im besten Falle.

  • 20 Meerbuscher // Apr 29, 2010 at 16:17

    Ich hatte mir ja schon beim ersten Anti-Hannelore-Kraft Artikel die Augen gerieben, aber zusammen mit dem Ding da oben sieht das jetzt schon etwas … inszeniert aus. Es passt so gar nicht in das bisherige Konzept dieses Blogs. Und wenn zusätzlich die teilweise gänzlich andere Darstellung der Zusammenhänge auf den Nachdenkseiten stimmt, dann muss man ja wohl wirklich davon ausgehen, dass Frau Kraft gerade von den eigenen Genossen der Boden unter den Füßen weggezogen wird. Es scheint so, als habe dieser Teil der SPD nichts gelernt – war auch nicht zu erwarten.

    Als Leser solcher Blogs kann man nur versuchen zu lernen, immer schön die Augen offen zu halten. Was auf den ersten Blog … äh … Blick so scheint wie es ist, ist vermutlich doch ganz anders.

  • 21 Berliner // Apr 29, 2010 at 17:50

    Mir fehlen die Worte. Hat die SPD denn nichts aus dem Debakel von Hessen und der nur als schäbig zu bezeichenden Demontage von Andrea Ypsilanti gelernt?
    Macht nur weiter so und demontiert auch Hannelore Kraft, dann braucht sich Jürgen Rüttgers um seinen Wahlsieg keine Gedanken mehr zu machen.

  • 22 MT // Apr 29, 2010 at 18:28

    Es gibt wohl eine große Koalition – wetten.

    Klasse

    Mein Lesetipp:

    http://www.hfv-speyer.de/VONARNIM/Publikationen.htm

  • 23 IrritirternochnichtSPDWähler // Apr 29, 2010 at 18:55

    Hatte ich ´ne Wahrnehmugsstörung oder ist Euch das bei der Sendung Gestern auch aufgefallen.

    War das bewußte Manipulation oder einfach Dummheit der WDR Macher und dessen Helferlein.

    Da wäre erst einmal die kuriose Aufstellung der Politprotagonisten:
    rot rot Blickwinkel links
    Schwarz Gelb Blickwinkel rechts
    als Zündlein an der “Waage”… schön mittig die Grüne Partei.

    War das so gewollt ? Hätte z.B. der Pinki oder der Rüttgers oder die Fr. Löhrmann nicht einen anderen Platz einnehmen können ? Hm….(kopfkratz)

    Nein ! Denn dann hätte man ja den Rüttgers kameratechnisch nicht immer mit in´s Profil nehmen können, als der Piki seine Gutmenschphrasen abgeliefert hat.

    Jaaaa…….. ganz deutlich kann man das erkennen bei der 1. Ansprache vom Pinki. Da hat sich doch der Rüttgers demonstrativ nach links in Pose gestellt und die Kamera wurde schön drauf gehalten. Guckt da mal genau hin Leute.

    Tja und mit der linken Seite sollte dem Zuschauer wahrscheinlich schon unterschwellig künftiger Zusammenschluss/Einträchtigkeit vermittelt werden.

    Und noch was ist mir aufgefallen: Normalerweise macht man einen Soundcheck um die Micros abzunehmen, damit die Stimme nicht zu laut oder zu leise wirkt. Bei Einsatz mehrerer Micros sollte ein stimmlicher Ausgleich angesteuert sein.

    Nun hat unsere Hannelore nicht gerade ein lautes Organ, aber im Gegensatz zum Rüttgers und dem Pinkwart, kam sie extrem dünn an bei mir im Wohnzimmer. Besonders bemerkbar war dies, wenn man sich gegenseitig in´s Wort fiel.

    Bei einem ordentlichen Check wäre das nicht spürbar gewesen und die Hannelore hätte ein paar mehr Lacher auf ihre Seite gehabt.

    Wahrscheinlich war das alles so gewollt, wahrscheinlich auch alles auch nur´n großes Missverständnis vom WDR.

    Wie gesagt …….. kann auch ´ne Wahrnehmungsstörung gewesen sein.

    Ich geh dann mal wieder mein Bier trinken. ;o)

  • 24 zoom » Umleitung: Bloggerbeißen, Wahlen, Mai-Demo und die Homöopathie in Sachsen mit politischen Weihen. « // Apr 29, 2010 at 22:47

    [...] Dreht sich der Wind?: Das ewige Talent … Zu Johannes Raus Zeiten war er Stellvertretender Regierungssprecher. Fleißig, auskunftsfreudig, pflichtbewusst. Ohne Charisma. Als sein Chef Wolfgang Lieb dann zum ordentlichen Staatssekretär in einem ordentlichen Ministerium (Wissenschaft) berufen wurde, kletterte „NoWaBo“ bei dem legendären Rau eine Stufe höher – er durfte für ihn sprechen. Eine Auszeichnung. Der gute Walter-Borjans musste die ersten rot-grünen Jahre managen, ein schwieriger Job, über den Rau erkrankte und sein Sprecher stolperte. Mit dem Abtritt von Rau musste auch Walter-Borjans gehen. …  WirInNRW [...]

  • 25 Hagen123 // Apr 30, 2010 at 00:46

    Die SPD ist wirklich nicht mehr zu retten!
    Die von ihrem rechten Rand gemeuchelten gehen auf keine Kuhhaut mehr !
    So traurig es ist, die SPD ist nicht mehr wählbar für sozialdemokratisch denkende Menschen !
    Der rechte Rand der SPD obsiegt und tötet die Partei. Dieser Blog macht das deutlicher als alles andere!

  • 26 Toller // Apr 30, 2010 at 14:04

    Ein Wirtschaftsfachmann sieht irgendwie anders aus. Lebenslauf eines gescheiterten Politikers. Vielleicht fragt man mal bei Wiedeking an. Er hat doch in Aachen studiert. Es sollte eine Person, die der Technologie zu gewandt ist. Er sollte gegen Subventionen um Arbeitsplatzerhaltung sein sondern eher für den Aufbruch in der Wirtschaft sein. Vielleicht mal ein Silicon Valley in NRW.

  • 27 jens // Apr 30, 2010 at 14:49

    ALSO !!
    das ist ja wohl die höhe…
    “”" der hochtalentierten hannlore kraft sei
    in den rücken gefallen worden ..”"
    das würde ja voraussetzen…. sie hätte einen..
    aber :
    da aber ein rücken n u r existenzfähig ist,
    wenn ein RÜCKGRAD vorhanden ist..
    ist diese böse behauptung o h n e substanz…
    denn :::: WELCHER POLITIKER/IN hat denn überhaupt ein RÜCKGRAD ??
    bitte : vor dem behaupten erst mal nachdenken !!
    sagt jens
    von der ostsee bei regen

  • 28 Kaspar Hauser // Apr 30, 2010 at 23:23

    Auch hier der ganze Text von Kaspar Hauser zu den Spekulationen von Staatssekretär i.R. Wolfgang Lieb in seinen Nachdenkseiten:

    “Es ist schon interessant zu sehen, wie andere Blogs nun plötzlich versuchen unseren Blog einzuordnen. Plötzlich sind wir ein rechter SPD Block, der nicht wirklich den Wechsel will. Und weil das altachtensechziger Linksaußen Wolfgang Lieb (Ex Regierungssprecher von Rau) erzählt, ist es plötzlich die Wahrheit. Und wir sollen uns was schämen. Das er dabei einen angeblichen Autoren entlarvt haben will, weist auf eine offensichtlich getrübte Wahrnehmung hin.
    Auch auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen: Dieser Blog ist ein Projekt, in dem eine Reihe Journalisten ihre Sicht der Dinge zur Landespolitik wiedergeben. Das ist zuweilen meinungsfreudiger als die Tageszeitung, aber es ist so. Im Gegensatz zu manch anderer Redaktion zensieren oder tendieren wir die Arbeiten der Einzelnen nicht. Wir diskutieren darüber, wir kritisieren auch, aber solange eine Geschichte journalistisch in Ordnung ist, bleibt sie stehen und wird zur Diskussion gestellt.
    Die Kommentare sind uns übrigens sehr wichtig, geben sie uns doch ein deutliche Feedback wie auch manche zusätzliche Information oder Einschätzung wieder.
    Dieses Arbeiten mag für die Leserinnen und Leser irritierend sein, ist aber Teil des Projekts. Anhand der Fülle der Kommentare zum TV Duell ist erkennbar dass wir mit der Sicht von Brackheim eine lebhafte Debatte ausgelöst haben, sich also viele Gedanken gemacht haben wie sie den nun dieses Duell gesehen haben und das finden wir gut und nicht schlecht. Das Angspitzt von Leo Löwe zu Personalie Nowabo und seinem turbulenten Lebenslauf ist ja bewußt ein Angespitzt, weil es mit den Mittel der Glosse arbeitet. Uns deshalb jetzt einem Lager innerhalb der SPD zuzuordnen ist verfehlt.
    Ebenso hat uns die Publizierung und Bewertung vorgefundenen Dokumente aus der CDU den Ruf eingebracht, SPD nah zu sein. Doch auch das ist nur ein Gerücht, uns geht es darum den Regierenden auf die Finger zu schauen, und das zu berichten , was zu berichten ist, wenn dort Fehler gemacht werden oder etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Genauso haben wir uns aber auch mit SPD, FDP und Grünen auseinandergestzt, mit dem Unterschied dass die keinen entsprechenden Dreck am Stecken hatten.
    So sehen wir unsere Arbeit und die werden wir auch fortsetzen. Letztlich geht es darum, der Meinungsvielfalt in diesem Land einen Platz zu bieten und nicht Kampagnen für die eine oder gegen den Anderen zu fahren.”

    Übrigens: Um Diskussion scheint es Lieb nicht zu gehen, er bietet keine Kommentardienst an. Wenn ich mich recht erinnere, waren die 68er in dem Punkt mal anderes drauf. Aber so kommt es halt, wer es nicht nötig hat……

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