Dass Jürgen Rüttgers persönlich die rechtzeitige Fusion der WestLB mit der württembergischen LBBW im Jahre 2007 verhindert hat, ist die Fehlentscheidung der ablaufenden Legislaturperiode. Zu diesem Schluss kommt man, wenn man das Radio-Feature über das Milliardengrab WestLB bei Radio 5 hört. Über 55 Minuten werden Aufstieg und Fall der Landesbank nachgezeichnet, politische Verflechtungen, Filz und Größenwahn offengelegt, die die Bank in den zurückliegenden 30 Jahren immer wieder begleitet haben. Inzwischen haftet der Steuerzahler für all die Fehlentscheidungen, 85 Milliarden Euro sind aus der Bankbilanz verschwunden, sie liegen in einer BadBank. “Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren”, heißt da offenbar das Motto, denn die Deutsche Bank ist immer beteiligt: erst hat sie den öffentlichen Banken die Schrottpapiere verkauft und jetzt verdient sie an der Verwaltung der Zweckgesellschaften. Unser Tipp: hörenswert
Die West LB – das Milliardengrab, ein Feature des WDR, Sonntag 11.05 Uhr – Wiederholung Montag, 3.Mai 2010 um 20.05 Uhr










2 Antworten bis jetzt ↓
1 Tweets die WDR 5: Rüttgers´ WestLB ein Milliardengrab erwähnt -- Topsy.com // Mai 2, 2010 at 23:21
[...] Dieser Eintrag wurde auf Twitter von NRW Newsdesk, Wir in NRW Blog erwähnt. Wir in NRW Blog sagte: WDR 5: Rüttgers´ WestLB ein Milliardengrab http://tinyurl.com/2bur4g6 #Rüttgers #CDU #WestLB #ltw10 [...]
2 Tante Siggi // Mai 6, 2010 at 21:44
WestLB: Schrecken ohne Ende
Sollte jemand geglaubt haben die Finanzkrise sei überwunden, so wird er dieser Tage eines Besseren belehrt. Griechenland läßt grüßen.
Aber auch der Fall der WestLB sollte uns die Augen öffnen.
Sie lagert jetzt unverkäufliche Papiere, für die es weder einen Markt noch einen Preis gibt, in einer Gesamthöhe von 85 Milliarden Euro in eine sogenannte „ Erste Abwicklungsanstalt „ ( Bad Bank ) aus. Man will damit entsprechende Wertberichtigungen in der Bilanz verhindern.
Können Sie als privater Bürger Ihre Schulden die Sie nicht mehr zurückzahlen können, auf einer staatlichen Müllkippe für wertlose Risikopapiere abladen? Wahrscheinlich nicht.
Das Land NRW und die Nordrhein-westfälischen Sparkassenverbände als Eigentümer, also der Steuerzahler, haften mit bis zu 14 Milliarden Euro für die spekulativen Investments der WestLB.
Wozu braucht Nordrhein-Westfalen überhaupt eine Landesbank? Zum spekulieren oder zum Finanzieren von Ölplattformen und Ölpipelines in Brasilien, wie in der Vergangenheit geschehen?
Der WestLB fehlt seit Jahren ein überzeugendes Geschäftsmodell, welches ein Engagement der öffentlichen Hand rechtfertigen würde. Statt dessen braucht Sie regelmäßig Geld des Steuerzahlers für Ihr Überleben.
Die Grundversorgung der Bürger mit Finanzdienstleistungen leisten bereits Sparkassen sowie Volks-und Raiffeisenbanken, als Regionalbanken mit einem flächendeckenden Filialnetz in NRW.
Wenn die WestLB die Verluste aus den Spekulationen nicht mehr tragen kann, muß Sie abgewickelt und liquidiert werden.
Besser ein Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende.
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