SUCHEN:

21 Tote und betretenes Schweigen

30. Juli 2010 · von Alfons Pieper

pieper_xl2Eine Loveparade wird zu einer Horrorveranstaltung. Und die, die sie zunächst herbeigesehnt und euphorisch begrüßt haben, verfallen nach dem Tod von 21 Menschen und rund 400 Verletzten in betretenes Schweigen. Fast eine Woche ist seit der Katastrophe von Duisburg vergangen und noch immer scheint Oberbürgermeister Adolf Sauerland(CDU) die Schockstarre nicht verlassen zu haben.

Dem CDU-Politiker und Verwaltungschef der Revierstadt müssten die Alarmglocken läuten, wenn er von Parteifreunden wie dem Vorsitzenden des Innenausschusses, Wolfgang Bosbach, aufgefordert wird, politische Verantwortung für das Desaster zu übernehmen. Auch Bosbachs Kollege von der CSU, Hans-Peter Uhl, drängt Sauerland zum Rücktritt. Doch der taucht mal ab, dann sagt er Nichtssagendes gegenüber Zeitungen und bleibt auf seinem Stuhl.

Peinlich für einen Mann, der in der Stadt angesehen war, beliebt, dem aber offensichtlich die Dinge über den Kopf gewachsen sind. Er scheint völlig überfordert zu sein. An der Trauerfeier will er nicht teilnehmen und verstärkt durch sein unverständliches Verhalten nur noch die Zweifel an seiner Kompetenz und Persönlichkeit. Der Mann, dem man in der einstigen Montanstadt Bürgernähe und Menschlichkeit nachsagte, muss nun Demonstrationen gegen seine Person erleben. Eine Frau schrieb auf ihr T-Shirt:”Ich schäme mich, Duisburgerin zu sein.”

Die Entwicklung ist längst ausgeartet und nicht ungefährlich. Die Rede ist von Morddrohungen gegen den Oberbürgermeister. “Sauerland weg!” haben sie skandiert. “Sauerland weg!” Am Morgen nach dem Tod von zunächst 19 Ravern legte er Blumen am Unglücksort nieder. Dabei wurde er mit Dreck beworfen und beschimpft. Seitdem ist er abgetaucht. Er ließ lediglich erklären, dass er nicht an Rücktritt denke. Was die Wut gegen ihn und andere in der Stadtverwaltung nur noch steigert.

Ob der OB gut beraten ist, darf man bezweifeln. Seine Äußerungen, mit denen er sich rechtfertigen will, lösen nur noch Kopfschütteln aus. Er persönlich habe keine Genehmigung unterschrieben, sagte er in einem Interview. Als wenn es darauf ankäme! Bosbach weitet zu Recht die Verantwortung von Führungspersonen aus. Dass sie nämlich auch für das Tun ihrer Mitarbeiter im Dienst den Kopf hinhalten müssen. Beispiele gibt es dafür viele. Man denke nur an den früheren Bundesinnenminister Rudolf Seiters, der nach einer tödlichen RAF-Fahndungspanne in Bad Kleinen selbstverständlich die Verantwortung übernahm und seinen Hut nahm.

Nein, gut beraten wirkt dieser Mann in diesen Tagen nach dem schrecklichen Ereignis nicht. Das Sicherheitskonzept sei stichhaltig gewesen, war aus dem Rathaus zu hören. Wie kann man das sagen angesichts der Toten und Verletzten? Richtig ist zwar, dass der Rat der Stadt Duisburg einst geschlossen dem Begehren zustimmte, die Loveparade nach Duisburg zu holen. Das wollten sie alle. Sie alle wollten Duisburg etwas Gutes tun. Quasi als Nebenschauplatz der Kulturhauptstadt Europa, für die Essen steht, etwas von dem Glanz abbekommen. Die Loveparade sollte der grauen und gebeutelten Stadt Fröhlichkeit geben, Pepp. Euphorisch waren sie alle. Aber die Sicherheitsbedenken, die dann später geäußert wurden, die wurden von der Verwaltung vom Tisch gefegt. Warum erklärt Sauerland in diesem Zusammenhang nichts? Er war doch nicht jedes Mal abwesend, wenn darüber gesprochen wurde. Es war tödlicher Ehrgeiz im Spiel, soviel weiß man heute. Und das weiß man heute auch: Die Loveparade hätte so nie in Duisburg stattfinden dürfen. Auf einem Gelände, das gerade mal Platz für 250000 Menschen bietet und eben nicht für die dreifache Menge geeignet ist. Das Nein aus Bochum vom letzten Jahr gewinnt vor dem Hintergrund des Schreckens in Duisburg immer mehr an Bedeutung. Auch Bochum hätte eine solche Party mit Hunderttausenden von Ravern gut zu Gesicht gestanden. Man lehnte ab, zu riskant.

Schmallippig wirkt der OB. Auf der Pressekonferenz konnte die bundesweite, ja beinahe die europaweite Öffentlichkeit ihn und andere Zuständige erleben. Peinlich war ihre Sprachlosigkeit. Überfordert waren sie, und nicht nur an diesem Tag. Aus dem Traum, Duisburg ein Highlight zu schenken, damit es aus der Trostlosigkeit erwacht, ist ein Alptraum geworden, der dem ganzen Ruhrgebiet nun anhängt. Obwohl es weder organisatorische noch finanzielle Verbindungen zu den Veranstaltern der Techno-Parade gab, räumt Fritz Pleitgen, einstiger WDR-Intendant und heute Geschäftsführer der Ruhr 2010 ein: “Trotzdem fühle ich mich moralisch für die Tragödie verantwortlich, weil ich mich für die Loveparade eingesetzt habe.” Ziel sei es gewesen, fröhliche Bilder aus einer vitalen Region insbesondere an junge Menschen zu vermitteln, die verstärkt aus dem Gebiet abwandern. Durch die Katastrophe liege jetzt ein Schatten auf dem Label Ruhr 2010. Und nicht nur dort.

Sauerlands Schweigen und Beharren im Amt beschert ihm zusätzliche peinliche Vermutungen. Schon werden Geschichten geschrieben, dass ein freiwilliger Abgang des OB ihn finanziell teuer zu stehen kommen könne. Er könne in einem solchen Fall seine kompletten Pensionsansprüche verlieren, auch die, die er sich einst als Berufsschullehrer erworben hatte. Das kann er doch nicht wollen, der Mann, der bis zur Loveparade ein Parade-Ruhrgebietler war, bodenständig, offen, ehrlich, dass man ihn jetzt herunterschreibt.

 Die reguläre Amtszeit endet erst 2014. Ob er bis dahin durchhält, darf man bezweifeln. Die Linke und jetzt auch die FDP im Rat der Stadt Duisburg wollen einen Antrag auf Abwahl des OB stellen. Dem  müsste sich die Hälfte des Rates anschließen.

» drucken           » kommentieren          » verschicken


14 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Manfred // Jul 30, 2010 at 21:46

    Der Rat (der Stadt Duisburg) kann den OB nicht absählen, das können nur die Bürger, die den OB auch direkt gewählt haben.
    Der Rat (der Stadt Duisburg) kann nur ein entsprechendes Abwahlverfahren in die Wege leiten.
    Einzelheiten kann sich Jedermann und auch die Redaktion durch simple Internetrecherche “Abwahl Oberbürgermeister NRW” erschließen.

  • 2 Marcus Berger // Jul 30, 2010 at 23:25

    Tja, habe gehört bei einer Abwahl behält er seine Pensionsansprüche… Da stehen weitere Fragen im Raum.
    Trotzdem arm, das auch Sie sich auf EINEN Menschen als Verantwortlichen für diese Tragödie festlegen.
    Nachdenken. In diesem Sinne…

  • 3 Sterne am Himmel // Jul 31, 2010 at 03:03

    Bis heute scheint das Rathaus nicht besetzt zu sein. Nicht nur Sauerland taucht ab. Der Stadtdirektor musste mehr oder weniger indirekt aufgefordert werden, seinen Urlaub abzubrechen. Der Stadtmarketingchef Gerste ist n a c h der Katastrophe in Urlaub gefahren. Laut Tagesspiegel gibt es bis heute keine weltliche Anlaufstelle der Stadt. Das übernehmen Anwohnerinitiativen e.t.c. Es muss doch einen Vertreter für den OB geben. Wo sind die alle? Muss man sich so schämen für seine Stadt. Nur bei der Trauerfeier wollen wahrscheinlich wieder alle in der ersten Reihe sitzen. Wahrscheinlich haben sie so lange gebraucht, um angemessene Kleidung für die Trauerfeier auszusuchen. Auch Merkel befand es ja nicht nötig. sich vor der Trauerfeier mal sehen zu lassen. Da war die Wagner-Aufführung wichtiger. Das wäre in keinem anderen Land passiert. Da hätte sich sogar Sarkozy in den nächsten Flieger gesetzt, um die über 500 Verletzten im Krankenhaus zu besuchen. Nicht nur die Tragödie im Tunnel, nein auch der Umgang danach ist mindestens genauso schlimm. Aber zur Trauerfeier. ja, da wollen sie alle medienwirksam dabei sein. Wie verkommen ist das alles geworden. Und Wulff kann nach seinem Urlaub bei Maschmeyer vielleicht noch ein paar Unfallversicherungen an die Trauernden an den Mann bringen. Der Platz vor der Kirche wird nicht zur Übertragung genutzt. Wahrscheinlich hat man Angst vor dem Volk.

  • 4 Marcel Durchholz // Jul 31, 2010 at 10:34

    Sauerland mit Abwahl einverstanden…

    Auf meiner Keyword-Recherche durch das Internet habe ich auf Deinen Artikel gefunden. Wäre toll, wenn Du diesen Blog-Trackback annehmen würdest….

  • 5 nefes // Jul 31, 2010 at 13:40

    @ Manfred
    Es ist nicht ganz korrekt und vollständig, wenn gesagt wird, dass i m m e r die Wahlbürger über eine Abwahl entscheiden müssen. § 66, Abs 2 der Gemeindeordnung bestimmt, dass der Oberbürgermeister nach erfolgtem Abwahlbeschluss des Rate mit 2/3-Mehrheit auch auf den Wahlgang verzichten kann. Er gilt dann als abgewählt. Es ist sogar zu vermuten, dass OB Sauerland , wenn er nicht vorher zurückgetreten ist, sich im Falle einer Abberufung durch den Rat dem Votum der Duisburger nicht mehr stellen wird und von sich aus verzichtet. Damit würden ihm auch die Versorgungsbezüge belassen.

  • 6 Winfried Sobottka // Jul 31, 2010 at 14:59

    Leuten wie Bosbach dürfte es wohl darum gehen, Schaden von der CDU fern zu halten, so gut es möglich ist. Dem Adolf Sauerland scheint es aber nur noch darum zu gehen, seine Pension zu sichern. So wird der Skandal wohl noch einige Zeit lang kochen.

    Dabei sollte das Thema, auch wenn es natürlich in die Öffentlichkeit gehört, nicht vergessen lassen, wofür die CDU ansonsten steht.

    Worten aus dem Sozialministerium folgend plant Ursula von der Leyen Betrug an RentnerINNEN und Arbeitslosen sowie Verfassungsbruch:

    http://belljangler.wordpress.com/2010/07/31/lugen-ulla-wieder-verfassungswidriges-von-ursula-von-der-leyen-cdu-berlin-cdu-koblenz-arge-unna-arge-dortmund-arge-gelsenkirchen-arge-bochum-arge-essen-arge-oberhausen-arge-duisburg-ss-sat/

  • 7 Wähler // Jul 31, 2010 at 23:31

    Die Politische Frage ist ja gerade “IN”, stellt sich aber dennoch die Frage nach den Ordnungskräften die in vorwiegend Schnittlauchgrün und überwiegend mit Gummiknüppel angetreten sind.. aber wohl nachweislich weggesehen haben…
    Man sollte doch mal auf die Realität zurück kommen!
    Ist eine Untersuchung aus/von dem Ausland nicht sinnvoller???

    Gruss

  • 8 wowu // Aug 1, 2010 at 15:11

    Warum treibt eigentlich die Presse jemand vor sich her ?
    Wenn alle politisch Verantwortlichen gehen müssten, weil Mitarbeiter “Mist” gebaut haben, hätten wir keine Politiker mehr.
    Wir erleben mittlerweile kein RECHT mehr, sondern die Medien sind nur noch auf RACHE aus. Wartet doch einmal das Ergebnis der Ermittlungen ab, bevor ihr jemanden “köpft”.

  • 9 Friedel Gerricke // Aug 1, 2010 at 18:16

    Es ist eine Schmierenkomödie, die von den Verantwortlichen der Todesparade gemeinsam aufgeführt wird. Widerwärtig, ekelhaft. Doch statt seinen Rücktritt zu erklären, verkriecht sich Duisburgs Biedermann ,OB Sauerland, und von politischer Verantwortung nichts wissen. Verständnis zeigt allein ausgerechnt Frittz Pleitgen im ZDF-Morgenmagazin, denn da setzte er noch einen drauf und sorgt sich um die Pension Sauerlands, die er verlieren würde. Unfaßbar, was Pleitgen von sich gibt, der immer mehr bei genauer Betrachtung zum Brandstifter wird. Pleitgen hinterlistig in der gleichen Sendung: “Ich habe mir nicht zugetraut ein solches Event wie die Loveparade zu organisieren, da die Besucher vitale junge Menschen sind, dann noch die Musik – das bedarf hoher Sicherheitsanforderungen.”

    Spätestens hier wird der Geschäftsführer der Gesellschaft mit beschränkter Haftung zu deren Kultur-Pilatus. Pleitgen muß sich die Frage gefallen lassen, wie groß seine von ihm selbst medienwirksam eingeräumte “moralische Mitverantwortung” wirklich ist. Denn er wollte unbedingt die Loveparade unter seinem Label wissen, wegen “der Sterahlkraft” für die Region. Deshalb hat er wohl massiven Druck auf den Oberbürgermeister und die Politik ausgeübt.

    Nur zurücktreten mag Pleitgen von seinem lukrativen Job – ebensowenig wie Sauerland. Oder der Duisburger Polizeichef, der am Sonntag vor einer Woche in der PK vor laigfenden Kameras log. Er sprach davon, dass die Polizei keine Bilder gemacht habe (ist inzwischen widerlegt), die Verletzungen der Toten Rückenmarksquetschungen gewesen sind (angeblich stammt die Info von den Ärzten, die offenbar Rücken von Brust nicht unterscheiden konnten) usw. Und auch die PK im Innenministerium macht nachdenklich: Der neue Innenminister als Clementine, die die Polizei im Schonwaschgang reinwäscht. Das Jäger-Latein des Ministers war nicht schlecht. Nur überzeugte es nicht.

  • 10 Andreas Dmytrowicz // Aug 2, 2010 at 13:55

    Geld, Geld, Geld – Verantwortung, Moral, Unrechtsbewußtsein . . Fehlanzeige.

    Und das bei 21 Toten und 400 Verletzten, eine Dimension wie im KRIEG !!

    Nach übereinstimmenden Berichten verliere er bei Rücktritt ca 4000,- E monatlich, vom Steuerzahler “belohnend” gezahlt, die er aber bei Abwahl behalte.

    Es wird Zeit für ein 1989, dieser politische Kaste
    zu verdeutlichen wer das Volk ist, und wer dessen “Angestellte” – vergl. Artikel auf meiner Seite.

  • 11 Volker Durek // Aug 2, 2010 at 21:22

    Der Rotfunk (WDR) hat sich nun mal im Bündnis mit seinen Machthabenden Parteigenossen dazu entschlossen, in einem als öffentlich-rechtlichem Medium getarnten Fernseh-/Rundfunksender die Sau “Sauerland” vor sich herzutreiben. In oft unprofessionellen Interviews rechnen sie Pensionsansprüche gegeneinander auf und erläutern mögliche Abwahlszenarien – Informationen, die sich jeder Bürger auf einfachem Wege im Internet kurz und kompakt und vor allem objektiv selbst verinnerlichen kann. Ohne rote Journalisten, die nach dem Prinzip des Agenda Setting die Geschichte für das Sommerloch in ihrem Sinne passend machen.
    Unerwartete Hilfe bekommen sie vom katholischen CDU Bundespräsidenten Wulff. Doch es sollte einen nachdenklich stimmen, wenn ein nicht vom Volk legitimierter Amtsträger einen vom höchsten Souverän überhaupt, nämlich dem Volk, gewähltem Bürgermeister den Rücktritt nahe legt. Na na na Herr Wulff, gehört sich das?
    Sicher … 21 Tote sind tragisch, aber wie viele Menschen sterben an einem normalen Wochenende auf Deutschlands Straßen? Wen kümmert es? Wen macht das betroffen? Wie viele Menschen interessiert das, was uns die Medien meinungsmachend präsentieren, wirklich? Wäre die Berichterstattung über die Loveparade ähnlich omnipräsent, wenn wir nicht gerade im Sommerloch wären? Und: Muss eine labile Frau Kraft bei einer bundesweit übertragenen Trauerfeier wirklich eine Rede halten, wenn sie sich nicht im Griff hat? Warum geben scheinbar objektive Medien auf so viele nahe liegende Fragen keine Antwort?
    Und: Gebt uns bitte unseren Alltag wieder….

  • 12 Andreas Dmytrowicz // Aug 3, 2010 at 15:29

    @ Volker Durek

    Sorry, aber das ist Zynisch bis verwerflich.

    Was sind 21 Tote, Berichterstattung so nur wegen Sommerloch ?!?!

    Muß eine labile Frau Kraft .. eine Rede halten, wenn sie sich nicht im Griff hat!

    Wir waren vielmehr unisono der Meinung, endlich mal – menschliche – Regungen aus der Politik!!

  • 13 Max Flügelschmied // Aug 3, 2010 at 18:06

    Bei diesen ganzen Festival geschichten wundere ich mich immer wieder das Namen wie Woodstock nie fallen. Woodstock war einer der größten Katastrophen die GUT gegangen sind. Vermutlich versteht Herr Sauerland diese Geschichten auch garnicht. Das macht solche Sachen so gefährlich. Manche Verwaltung ist wie eine Lavine wenn man mal einen Stein zum rollen bringt dann ist das nicht mehr zu stopen. Alle bewegt sich in vorauseilendem Gehorsam in Richtung Abgrund. Ich habe das dumme Gefühl das mit dieser Katastrophe es auf lange Zeit solche Veranstaltungen nicht mehr geben wird. Jede Verwaltung wird Angst ohne Ende haben. Mal sehen was in Wacken passiert

  • 14 Volker Durek // Aug 11, 2010 at 08:19

    @ Andreas Dmytrowicz

    Was bitte schön ist darn zynisch und verwerflich, eine andere Sicht der Dinge zu haben?
    Sicherlich sind 21 Tote tragisch, ich war selbst auf einer der familiären Trauerfeiern der Opfer. Aber ich empfehle doch auch die zweite Hälfte meines Eintrages sorgfältig zu lesen, bevor hier ein allgemein entrüsteter Ausbruch erfolgt, der nur der erwartbaren, klischeehaft vorgekauten Meinung folgt und alles abweichende und andergedachte als falsch und widerlich hinstellt.
    Etwas mehr Objektivität bitte.
    Und was Frau Kraft angeht: Es sei die Frage in den Raum gestellt, in wie weit die aus meiner anderen Sicht eben peinlichen Auftritte wirklich echt oder nur bewusst inszeniert waren, um eine Regierung ohne Mehrheit zumindest menschlich dem Volk schmackhaft zu machen.

Hinterlasse einen Kommentar