Wer es immer noch nicht geglaubt hat, dass die Linke zur Politik nicht fähig ist, der dürfte spätestens seit der Bundespräsidentenwahl eines Besseren belehrt worden sein. Da antwortete doch tatsächlich der niedersächsische Politiker der Linken, Dieter Dehm, auf die Frage des Moderators nach der Wahl mit den Worten: Was würden Sie denn wählen, wenn Sie die Wahl hätten zwischen Hitler und Stalin? Spätestens dann fällt einem nichts mehr ein. Dieser Mann hat sich für den politischen Betrieb in dieser Republik disqualifiziert. Weder Christian Wulff, der neue Bundespräsident, noch sein unterlegener Konkurrent um das höchste Amt im Staat, Joachim Gauck, haben einen solchen Vergleich mit den Massenmördern Hitler und Stalin verdient. Das ist schlicht eine Beleidigung aller Demokraten. Dieser Mann gehört vom Platz gestellt.
Joachim Gauck, der Stasi-Jäger. Jawohl. Und das ist ein Ehrentitel, Gregor Gysi. Der Mann, der dafür sorgte, dass die Täter entlarvt wurden und die Opfer zumindest Genugtuung bekamen. Die Stasi, eine kriminelle Vereinigung, nichts anderes, hat die DDR-Bürger über Jahrzehnte drangsaliert, bedroht, verfolgt, diskriminiert. Und dieser Joachim Gauck, der Systemkritiker der zweiten deutschen Diktatur, ist nicht wählbar von den Linken? Da hatte die WDR-Kommentatorin am Morgen nach der Wahl nicht Unrecht mit ihrer Behauptung: Die Linke müsse sich fragen lassen, wieviel Stasi noch in ihr steckt. Jawohl, Oskar Lafontaine, die Linke, das ist die Nachfolgepartei der SED. Aber Lafontaine ist ja blind vor Rache gegenüber seiner alten Partei, der SPD, deren Vorsitz er mal innehatte.
Gregor Gysi möge uns auch verschonen mit Kommentaren wie diesen: Für ihn gelte Freiheit nur in Zusammenhang mit sozialer Gerechtigkeit. Letzteres ist doch vorgeschoben. Gauck, Herr Gysi, ist eine in allen politischen Lagern- mit Ausnahme der Linken- hoch anerkannte Persönlichkeit. Auch weil er ein Leben vorzuweisen hat, das über Zweifel erhaben ist. Und weil das so ist, fällt das Verhalten der Linken auf sie selbst zurück.
Christian Wulffs Wahl zum deutschen Staatsoberhaupt ist durch das Abstimmungsverhalten der Linken erst möglich geworden. Das spricht nicht gegen Herrn Wulff, sondern allein gegen die Linke. Sie hat Gauck als Präsident verhindert und Angela Merkel vorerst gerettet. Und weil die Linke so ist, wie sie ist, muss Gauck froh sein, deren Stimmen nicht bekommen zu haben. Er kann hoch erhobenen Hauptes durchs Land gehen. Er hat sich nicht verbogen, um sich vielleicht auf die opportunistische Art die Sympathie dieser Truppe zu erheischen. Sich nicht verbiegen lassen bei der Wahl des Bundespräsidenten, das war auch die Linie von Hannelore Kraft, der SPD-Chefin von NRW und designierten Ministerpräsidentin des Landes. Übersetzt heißt das auch: Nicht um jeden Preis um die Zustimmung der Linken werben.
Das Wahlverhalten der Linken macht zudem noch einmal deutlich, wie richtig es wahr, dass Hannelore Kraft (SPD) und Sylvia Löhrmann (Grüne) mit den Linken Sondierungsgespräche geführt haben, an deren Ende Kraft und Löhrmann feststellten: Mit diesen Linken ist kein Staat zu machen. Und hinzufügen darf man hier noch: Die Linke hat sich isoliert und sie hat in einer NRW-Regierung auch nichts verloren.










29 Antworten bis jetzt ↓
1 Georg Zehetner // Jul 1, 2010 at 13:25
Herr Pieper, dass die Linke sich gestern für jede Form der künftigen Zusammenarbeit disqualifiziert hat, sah man schon daran, dass es sich Oskar Lafontain persönlich nicht nehmen lassen konnte, der Kanzlerin, Herrn Seehofer und Herrn Wulff davon in Kenntnis zu setzen, dass für Herrn Wulff im dritten Wahlgang keine Gefahr von der Linkspartei ausgeht. Ich hoffe jedoch, dass sich die Linkspartei aufgrund der vielen Unterschiede innerhalb der Partei in den nächsten Jahren selbst demontiert. Irgendwann werden die, die von der SPD entäuscht waren, merken, dass es mit der Linken nie eine Chance geben wird, die eigenen Ziele auch nur ansatzweise durchzusetzen. Spätestens dann ist der Spuk vorbei
2 Wolf.G.B // Jul 1, 2010 at 13:29
Lieber Herr Pieper, die Linke hätte einen gemeinsamen Kandidaten von SPD und Grünen mitgewählt, Herr Gauck ist aber selbst für mich klar! nicht wählbar, da hätte es Kandidaten gegeben. Ein Herr Schorlemmer etwa, ein anderer Kandidat, welcher nicht wochenlang herumpöbelt: “die Linke ist nicht wählbar”….
Ich verstehe Sie nicht!
3 Matthias // Jul 1, 2010 at 13:30
Wer mal genau hingeschaut hat, der konnte schön beobachten, wie alle die Nationalhymne gesungen haben, nur die Fraktion der Linken nicht.
Manchmal fragt man sich wirklich, wann diese 1:1 SED Kopie vom Verfassungsschutz verboten wird.
Für die sind die linksradikalen Brandstifter Märtyrer und die Mittelschicht, auf deren Kosten ein Großteil der LINKEN Wähler lebt, das personifizierte Böse. Wer sich alleine mal die hier veröffentlichen Emails durchliest, muss sich ernsthaft fragen, was das für eine wahnsinnige Chaotentruppe ist. Als überzeugter Demokrat bete ich, dass diese neue SED mit ihrer naiven Ideologie möglichst bald gnadenlos vor die Wand fährt. Die Enthaltung bei der Wahl war auf dem Niveau eines beleidigten Kleinkindes.
4 CarlMenger // Jul 1, 2010 at 13:33
Dass dieser Haufen – deren auffälligste innenpolitische Leistung in perfiden Erschießungen bei Fluchtversuchen aus dem größten menschlichen Freiluftgehege Europas bestand – so schnell wieder salonfähig wurde, kann man auch als Treppenwitz der Geschichte interpretieren.
5 Mushroom Valley // Jul 1, 2010 at 14:08
“Wer mal genau hingeschaut hat, der konnte schön beobachten, wie alle die Nationalhymne gesungen haben, nur die Fraktion der Linken nicht.
Manchmal fragt man sich wirklich, wann diese 1:1 SED Kopie vom Verfassungsschutz verboten wird.”
Ich bin fast geneigt “Faschisten raus!” zu rufen, halte mich dann aber doch mit dem Verweis darauf zurück, dass a) der Verfassungsschutz aus guten Gründen keine Partei verbieten kann, b) das Nichtsingen der Nationalhymne kein Verbrechen, schon gar nicht gegen die Verfassung ist und c) die Linke keine 1:1-Kopie der SED ist, auch wenn diese Vereinfachung für schlichte Gemüter schon immer besondere Anziehungskraft hatte.
6 beobachter // Jul 1, 2010 at 14:26
Wer hat den gestern bei der Linken die Muskeln spielen lassen? Es waren augenscheinlich die Westlinken. Bei einem Abgeordneten aus NRW, gestern auch Wahlmann, löst Gauck ja bekanntlich einen Würgereiz aus.
Es geht nicht um Stasi und Co. Es geht um Hass. Blanken Hass auf die SPD. Das haben die Sozialdemokraten inzwischen begriffen. Es waren gestern mal wieder die Grünen, die gebettelt haben, die Linke solle es endlich kapieren. Es waren die Grünen die dann bitter enttäuscht waren, siehe das Statement von Herrn Gysi vor dem dritten Wahlgang. Die SPD macht es richtig – sie hat aufgegeben sich darüber zu ärgern. Es geht nicht mehr um Inhalte, es geht um den Hass auf die da oben. Unreflektiert und undifferenziert. Das ist die Wahrheit. Jeder der was geleistet hat, oder sich Realitäten stellt ist für Westlinke ein Verräter. Idealistische Bilder werden gezeichnet, es lenkt ja so herrlich von den selbstverschuldet, zerrütteten Biographien mancher Parteimitglieder ab.
Dass sie dabei die Raffgierigen und Machtversessenen stützen, kapieren sie nicht. Anstatt mit klugen, pragmatischen Ansätzen, das Potential hätte die Linke, den oft bräsigen etablierten Parteien und Gesellschaftsspitzen den Spiegel vorzuhalten, machen sie auf Besserwisser ohne Wissen. Dass sie damit der Molotiv-Cocktail der Raffgierigen und unmoralischen Leistungsträger (nur ein Bruchteil, aller Leistungsträger wohlgemerkt, nur der fällt immer wieder auf) sind, geht ihnen nicht auf. Schade – sie wissen nicht was sie tun! Woher auch?
7 Matthias // Jul 1, 2010 at 14:31
Gääääääääääähn. Zumindest leugnen Sie nicht, dass es eine Kopie ist, Sie vor Intelligenz berstender Schlaumeier. Leugnen konnten die Linken schon immer gut, z.B., dass die DDR ein Unrechtsstaat war. Nicht so viele Pilze rauchen, dann bleibt man realitätsnäher, auch was die eigenen Fähigkeiten angeht. Schauen Sie doch nochmal nach, was Faschist eigentlich heißt.
“Verfassungsschutz aus guten Gründen keine Partei verbieten kann”-> Meinen Sie damit, wenn er es dürfte, dann hätten er das schon lange machen müssen? Sehe ich auch so.
8 nrw » Twitter Trends // Jul 1, 2010 at 15:40
…
Mit der Linken ist kein Staat zu machen. …
9 die wilde dreizehn // Jul 1, 2010 at 15:47
Herr Pieper, sie sprechen mir aus dem Herzen, entlarvender konnte ein Verhalten nicht sein. Jeder in Berlin wusste, es geht hier nicht um Gauck oder Wulff, es ging hier um die Regierung Merkel. Das die Linke dies ignorierte, einzig und allein um ihren innerparteilichen Frieden zu sichern, sollte man nicht vergessen. Bei einer Niederlage Wulffs wäre schwarz gelb derart gewaltig in Schlingern geraten, dass Neuwahlen nicht unwahrscheinlich gewesen wären. Die Chance ist nun vertan, Gysi und Lafontaine zeigen ihr wahres Gesicht, es geht ihnen nicht um ein Ende von Schwarz gelb, sie wollen nur einen Balkon wie in der Muppets Show, von dem sie stänkern und lästern können statt Verantwortung zu übernehmen. Eindeutig gewogen und für zu leicht befunden!
10 wolfgang1951 // Jul 1, 2010 at 19:31
Die Linke hat ähnliche Kinderkrankheiten wie die Grünen in ihren Anfangsjahren. Nur bei der Linken fällt dies mehr auf, weil die DDR noch nicht so weit zurückliegt. So lange aber diese Politchaoten in den Westländern nicht erwachsen werden, ist eine Regierungsbeteiligung in diesen Bundesländern und auf Bundesebene ausgeschlossen.
11 Marcel // Jul 1, 2010 at 21:08
Von einer interessanten Geschichte schreibt auch ein FB-Nutzer auf der Seite Dieter Dehms:
“Herr Dr. Dehm. Der Hitler-Stalin-Vergleich war nicht die erste demaskierende Äußerung von Ihnen. Wäre ich ein kleines bißchen weniger Legalist- ich hätte Ihnen schon damals in der Göttinger Outpost für ähnliche Entgleisungen beinahe einen Glasaschenbecher an den Kopf geworfen. Seien Sie sich sicher, ich hatte das Ding …in der Hand und ich hätte damals auch getroffen.
Ihr bodenloase Unverschämtheit damals: Auf die Frage eines ehemaligen Stasi-Häftlings aus dem Publikum (7 Jahre Dunkelhaft wegen “versuchter Republikflucht” aus der DDR) nach der historischen Verantwortung Ihrer Partei haben Sie die Schuld der westdeutschen Regierung unter Adenauer und dem Generalvertrag gegeben.
Das ist kein Zynismus mehr. Das ist ideologische Verblendung in allerhöchster Potenz.
Einem armen Würstchen wie Ihnen ist offensichtlich einfach nicht zu helfen.
Ganz, ganz ganz schlimm!”
12 Thomas Rodenbücher // Jul 1, 2010 at 21:39
Gestern gab es einen Gewinner: Oskar Lafontaine (oder wie ich ihn gerne nenne den Deckhengst der Linksfraktion).
Selbst Gysi musste sich unterordnen, wie seine Dünnhäutigkeit in dem Pressestatement nahe legt, als Bürgerrechtler Werner Schultz ihn angriff.
13 Gast // Jul 1, 2010 at 22:17
Sicher hätte auch Die Linke gerne dazu beigetragen, dass Angela Merkel schnell aus ihrem Amt gedrängt wird. Aber wie lief denn diese Wahl, die Kür der Kandidaten ab?
Angela Merkel hätte angesichts der Parteienverdrossenheit jemanden aufstellen können, der das politische Alltagsgeschäft mit einer gewissen kritischen Distanz betrachtet. Der mahnt, dass es so nicht weiter gehen kann, dass dies nicht die Demokratie ist, für die mutige Menschen ihr Leben riskierten, um kaiserliche Truppen oder Berliner Mauer hinwegzufegen.
Sie jedoch entschied sich für einen “Berufspolitiker”. Dass dieses Wort negativ besetzt ist, zeigt sehr viel über den Zustand unseres Gesellschaftssystems. Noch dazu nahm sie einen Kandidaten, von dem es heißt, er hätte ihr durch seine Beliebtheit gefährlich werden können.
SPD und Grüne erkennen diese Schwäche. Und stellen selbst einen Kandidaten auf, dessen politische Ansichten von der ihrer Stammwählerschaft meilenweit entfernt sind. Der beispielsweise eine Wirtschaftspolitik befürwortet, wie sie in den letzten Jahren betrieben wurde und die mitursächlich ist für die Weltwirtschaftskrise mit all ihren Folgen. Einen Kandidaten, von dem sie wissen, dass mit ihm keine Mehrheit zu finden sein wird, da er im linken Lager keine Zustimmung finden wird. Und deshalb wird im Vorfeld auch nicht einmal der Versuch unternommen, für Unterstützung zu werben.
Die Medien befürworten diesen Kandidaten, und auch ein Großteil der Bevölkerung. Meist ohne zu wissen, welche Ansichten er denn vertritt.
Im ersten und zweiten Wahlgang entscheiden sich viele der Wahlmänner und -frauen von Union und FDP für diesen Kandidaten. Manch einer sicher aus Überzeugung, viele andere aber auch aus der bloßen Absicht heraus, der Regierung einen Denkzettel zu verpassen. Denn wie sonst ist erklärbar, dass man im dritten Wahlgang seine Meinung ändert? Ein Denkzettel gegen die eigene Präferenzen, bei der Wahl des höchsten Amtes im Staate. Oder aber ein spätes umschwenken entgegen der eigene Präferenzen, aus Parteidisziplin, bei der Wahl des höchsten Amtes im Staate.
14 Wähler // Jul 1, 2010 at 23:53
Haha, welchen dieser 4 Kandidaten hätte ich gewählt, keinen! Herr Pieper sie scheinen Politik immer noch nicht verstanden haben, warum sollte man auf einen billigen Trick der sPD und grünen hereinfallen? Naja Dehms bescheuerte Antwort wurde 1 zu 1 schon von allen Parteien gemacht und sie legen das jetzt einer Partei nahe? Lachhaft!
Welche cDU hat denn damals Nazis und jetzt SEDler aufgenommen?
*grins* und Gruss
15 Rhein Sieg // Jul 2, 2010 at 04:47
Unabhängig davon dass ich den Kommentar von Herr Dehm auch unter aller Sau fand …
Zitat:
“Und dieser Joachim Gauck, der Systemkritiker der zweiten deutschen Diktatur, ist nicht wählbar von den Linken?”
Sehen Sie richtig. Der sollte eigentlich nicht mal für die SPD wählbar sein, steht sein Freiheitsverständnis doch den Marktradikalen der FDP sehr nah. Selbst die ADR hat bei der Berichterstattung sehr offen zugegeben, dass da eigentlich zwei konservative Spitzenkandidaten antreten. Was schon ahnen lässt, worum es der SPD wirklich ging. Nicht etwa einen eigenen Kandidaten ins Rennen zu schicken, der auch gewinnen könnte, nein, man schickt lieber jemand los der CDU/FDP spaltet und von dem die Partei auch von vornherein weiß, dass sie für die Linke unwählbar ist. Man hat da jemanden, für alle Konkurrenten – um sie vorzuführen und zu blamieren – bei diesem angeblich so würdevollen Amt. Und natürlich bauchpinselt man sich jetzt selbst überallorts zu diesem genialen Einfall, hat aber womöglich darüber vergessen, dass man eigentlich vor einem 3/4 Jahr mal ernsthaft vorhatte, verprellte Wähler wiederzugewinnen. Wie soll sowas wohl möglich sein, wenn man jemand wie Gauck nominiert, der erklärtermaßen (per seiner seltsamen Auffassung von “Freiheit”) den Sozialstaat selbst ablehnt ? Wenn die SPD damit so offensichtlich keine Probleme hat, dann konkurriert sie offenbar immer noch mit der CDU um diese ominöse Mitte der Wähler, anstatt aus der Wahlniederlage von 2009 endlich Konsequenzen zu ziehen. Aber dazu braucht es wahrscheinlich erst einstellige Wahlergebnisse. Also weiter so, SPD !
16 Rhein Sieg // Jul 2, 2010 at 05:00
Und noch eins @
die wilde dreizehn:
Das ist allerdings eher Wunschdenken deinerseits. Merkel hätte allerhöchstens eine kleine Delle durch einen Sieg von Gauck (mit dem sie sich persönlich ja ohnehin gut versteht) bekommen. Generell ist die Bedeutung der Bundespräsidentenwahl viel zu gering, als dass sie wirklich größere Folgen haben würde. Davon mal abgesehen: Die FDP müsste bei Neuwahlen darum bangen, die 5 % Hürde überhaupt noch zu schaffen und die CDU müsste zumindest einige Pöstchen an die SPD abtreten, weil es ziemlich wahrscheinlich zu einer großen Koalition kommen würde. Wer von den beiden derzeitgen Regierungsparteien soll das denn ernsthaft wollen ? Klar, die SPD würde das freuen, aber eben nur die.
Zumindest in der Nicht-Wahl von Gauck, hat sich die Linke richtig verhalten. Wer gegen Kriegseinsätze und gegen Sozialabbau ist, darf nicht das exakte Gegenteil in Verkörperung von Gauck wählen.
17 Rhein Sieg // Jul 2, 2010 at 05:10
“Und weil die Linke so ist, wie sie ist, muss Gauck froh sein, deren Stimmen nicht bekommen zu haben.”
Aber beunruhigt, dass er die Stimmen der 3 NPD – Leute bekommen hat, sollte er schon sein. Oder etwa nicht ?
“Er hat sich nicht verbogen, um sich vielleicht auf die opportunistische Art die Sympathie dieser Truppe zu erheischen. ”
Interessant, dass Sie Gauck das zusprechen, der Linken jedoch nicht. Denn opportunistisch wäre es in der Tat gewesen, Gauck zu wählen.
18 Michael Mohr // Jul 2, 2010 at 08:49
Lieber Herr Pieper,
Dieter Dehm hat sich entschuldigt, sofern dies nach solch einem absurden Vergleich überhaupt möglich ist. Letztendlich muss man ihm aber auch dankbar sein für sein loses Mundwerk, zeigt er damit doch eindringlich, mit welchen Politgestalten man es in dieser Partei zu tun hat.
Aber etwas Wasser in das “Weinglas Joachim Gauck” , mit dem “Ehrentitel Stasijäger”, möchte ich dann doch noch schütten Herr Pieper.
Herr Gauck wurde in den letzten Wochen glorifiziert und zu einer Art Messias erklärt, meiner Ansicht nach zu Unrecht. Dies hängt leider mit einer allgemeinen Parteien- und Politikerverdrossenheit zusammen, zu Recht oder zu Unrecht, das sei mal dahingestellt.
Wir brauchen aber Parteien, inzwischen fünf Etablierte und wir brauchen die Berufspolitiker. Verachtung hilft ihnen, aber auch uns nicht weiter.
Nur sind jetzt fast 20 Jahre vergangen, als Joachim Gauck wortwörtlich verkündete: “liebe Wessis, lasst uns mit diesen Ossis nicht alleine”.
Man kann zu den Linken stehen wie man will, aber die Begründung für ihre tiefe Abneigung zu Herrn Gauck, liegt unter anderem in solch einer Aussage.
Gruß und mit Optimismus in Argentinien – Spiel,
M.M.
19 ulibold // Jul 2, 2010 at 11:38
Was für ein erbärmliches Marionettentheater von CDU und FDP! Welch ein Kindergarten bei den Linken, die nicht rechtzeitig gefragt wurden usw.! Ich bin von der LINKEN schwer enttäuscht, die Ausreden von wegen nicht wählbar kann ich nicht mehr hören. Auch den LINKEN geht es nicht ums Volk und dessen Wohl, sondern nur um sich selbst, das Wohl der Partei. Jetzt haben wir Wulff, weichgespült und angepasst an jedwede Wetterlage. Genau das hats noch gebraucht. Ich hab die Schnauze echt voll von dieser sogenannten Politik
(
20 Schönemark // Jul 2, 2010 at 11:59
Als überzeugter Demokrat bete ich, dass “Die Linke” in Zukunft weiter gestärkt wird, damit endlich Schluss mit der gegen die breite Masse des Volkes gerichteten Politik ist. Es muss Schluss sein mit z. B. mit der Steuersenkung für Herrn Baron von Fink gegen eine namhafte Spende. Im Übrigen weise ich darauf hin, dass nicht Oskar Lafontain für die Zerbröselung der SPD verantwortlich ist, sondern die streng neoliberalen Herren Schröder, Clement Steinmeier usw. Die SPD kann nur zu einer Volkspartei regenerieren, wenn die Umverteilungspolitik der Vergangenheit als schwere Sünde gegen die eigenen Stammwähler anerkannt und eine radikale Rückkehr zu echt sozialdemokratischer Politik vollzogen wird.
21 Wähler // Jul 3, 2010 at 00:04
Ja Herr Pieper möchten Sie vllt. einigen Kommentaren Antworten oder…
Gruss
22 Wolfgang Bürger // Jul 4, 2010 at 09:46
hallo “Ihr Linken”
nach der blamablen Vorstellung während der Sondierungsgespräche zwischen SPD+Grünen war eigentlich schon klar, welche geistige Finsternis in Euren Köpfen vorherrscht.
Es blieb zu hoffen, ein Fünkchen Lernfähigkeit könnte Euer künftiges Verhalten ein klein wenig positiv beeinflussen.
Diese Hoffnung ist durch Euer Verhalten bei der Wahl des BP verloren gegangen.
Bitte tut Euch und uns Allen die Freude, stellt alle Versuche politisch aktiv zu werden oder zu sein, endgültig ein und verschwindet mit Eurem unfähigen Haufen auf Nimmerwiedersehen
23 Pest oder Cholera // Jul 4, 2010 at 22:41
Und mit wem hatte eine doch angesehene SPD-Ministerin den großen Feldherren GWB verglichen?
OK, sie musste danach gehen, war aber schließlich (Justiz)Ministerin der angesehenen Regierungspartei namens SPD.
Also, bitte mal für den SPD-Familienkreis relativieren, Herr Piper! Vielleicht diesen Herrn Dehm (nur ein wenig) überhöhen, gar mit einem dezenten Hinweisen auf PolPot, Fidel und Onkel Ho garnieren. Mir gruselt jetzt schon; wem noch?
24 thom // Jul 5, 2010 at 15:28
Mmm, wird das hier nun eine Erweiterung zur Titanic oder eher zu Bild Dir meine Meinung ? Wenn ich jetzt mal die Grundrechenarten kontaktiere und die zu vergebenden Stimmen nebst Zugehörigkeit in dieser quasi Wahl … dann stand das Ergebniss eh fest. Naja, man muß die Meinungen ja nicht teilen. Ich denke, dieser Artikel nebst Kommentaren zeigt durchaus Anzeichen des wahren Qualitätsjournalismus. Solch differenzierte Beleuchtung und Wahrnehmung, naja ist schon schwierig in der Höhle wenn kein Lichtschalter des Weges kommt.
25 Uriel // Jul 7, 2010 at 07:37
“Und weil die Linke so ist, wie sie ist, muss Gauck froh sein, deren Stimmen nicht bekommen zu haben. Er kann hoch erhobenen Hauptes durchs Land gehen. Er hat sich nicht verbogen, um sich vielleicht auf die opportunistische Art die Sympathie dieser Truppe zu erheischen. Sich nicht verbiegen lassen bei der Wahl des Bundespräsidenten, das war auch die Linie von Hannelore Kraft, der SPD-Chefin von NRW und designierten Ministerpräsidentin des Landes. Übersetzt heißt das auch: Nicht um jeden Preis um die Zustimmung der Linken werben.”
Zwischenfrage:
Warum sollte sich denn bei dieser Wahl die Linke verbiegen lassen, anderen Parteien hinterher laufen? Gerade den Parteien, die vor der NRW Wahl sagten, dass die Linke nicht regierungsfähig sei? Ich hätte es auch nicht gemacht! Wenn mir jemand ins Gesicht schlägt, dann würde ich auch nicht die andere Wange hinhalten und Nachschlag verlangen. Gleiches hat die Linke in meinen Augen getan. Und was hat die NRW Linke, die größtenteils aus EX-WASGlern besteht mit der SED zu tun? Fearmonkering!
26 Alban Werner // Jul 7, 2010 at 09:12
Im Paralleluniversum von “Wir in NRW” ist die Welt noch in Ordnung.
DIE LINKE hat gefälligst zu akzeptieren, dass sie eine Partei zweiter Klasse ist. Sie hat unter jedoch Joch zu kriechen, egal wie tief SPD und Grüne es gelegt haben.
- auch wenn die LINKE in Thüringen mit Abstand stärkste Partei geworden ist, darf sie nicht den Posten des Ministerpräsidenten beanspruchen.
- in NRW muss sie sich in Sondierungsgesprächen bereit erklären zu Dingen, die SPD und Grüne selbst in ihren Wahlprogrammen abgelehnt haben.
- auf Bundesebene wird sie nicht gefragt und kein einziges Mal kontaktiert bzgl. Wahl des Bundespräsidenten und hat dann aber trotzdem untertänigst Herrn Gauck mitzuwählen, egal wie viele legitime Kritikpunkte es an diesem Mann gibt.
Schönes Demokratieverständnis!
27 WhiteHaven // Jul 11, 2010 at 11:48
“Mit den Linken ist kein Staat zu machen” ?
Wenn ich mir die Staatsfinanzen der Bundesrepublik Deutschland anschaue, ist mit den “Bürgerlichen” also CDUSPDFDPGRÜNEN erst recht kein Staat zu machen! Wer hat denn die Staatsfinanzen an die Wand gefahren? Waren das die Linken? NEIN, das waren die Konservativen, die Liberalen, Die GRÜNEN und die SOZIS. Ihr “Bürgerlichen” könnt einfach nicht mit Geld umgehen.
Was ihr “Bürgerlichen” könnt, ist manipulieren, die LINKE mit Häme übergiessen, diffamieren oder einfach schlichtweg nicht erwähnen (manipulieren durch weglassen, die effektivste Manipulation überhaupt!)
28 irgendwer // Jul 11, 2010 at 11:57
Linke verhindert große Koalition. Dankschreiben von SPD und Grünen stehen noch aus …
* http://www.readers-edition.de/2010/06/30/linke-verhindert-grosse-koalition-dankschreiben-von-spd-und-gruenen-stehen-noch-aus/
29 Monika Strub // Feb 2, 2011 at 13:42
es ist doch immer wieder erstaunlich dass es Menschen gibt die keinerlei Ahnung haben über das tun und wollen der LINKEN Es hat noch nie einen Kommunismus gegeben. Stalin und Hitler beide hatten ja Menschen auf bestialische Weise getötet. Die Partei Die LINKE ist eine wirklich alternativ wählbare Partei, die höchste soziale Gerechtigkeit für alle Menschen in den Vordrgrund stellt. Stalin hat mit dem Kommunismus nicht im Geringsten etwas zu tun genauso wenig hat der Nationalsozialismus keinster Weise was mit dem Sozialismus zu tun.
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