Dem liberalen Absturz entspricht ein grüner Gipfelsturm mit 20 Prozent bei der Sonntagsfrage. Da ist in den letzten Wochen und Monaten weit mehr aus dem schwarz-gelben Lager rüber gewandert als die vielzitierte Apothekergattin. Das konservative Milieu, das CSU-Chef Horst Seehofer beständig sucht, ist in Teilen von schwarz zu grün gewandert. Wen wundert`s da, dass schwarz-grün für die Grünen kein Tabuthema mehr ist. Ihre Anhängerschaft ist`s ohnehin schon.
Noch beteuern SPD und Grüne, dass die Schnittmengen zwischen beiden größer sind als im Vergleich zu anderen Parteien. Wie lange noch? Die Stimmungen treiben dahin. Wurde das rot-grüne Bündnis in NRW vor Wochen noch als Renaissance eines Projekts gefeiert, könnte man um das Bündnis heute schon wieder als Auslaufcharakter fürchten. Fest jedenfalls steht: Rot-grün ist keine Selbstverständlichkeit mehr. Je mehr die Grünen zu einem schwarz-gelben Sammelbecken werden, desto geringer werden auch die Schnittmengen zur SPD.
Die SPD, vor Jahresfrist im tiefsten Keller, ist bei jüngsten Erhebungen von Allensbach urplötzlich stärkste Partei mit 32 Prozent. Eine geschrumpfte Volkspartei – im Höhenflug. Wie lange nur? Alles treibt – schneller denn je! Nur eines könnte sich verfestigen: Zu den kleiner gewordenen Volksparteien SPD,CDU und CSU gesellen sich die Grünen als vierte Volksausgabe.











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