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Laschets Geheimplan

31. Oktober 2010 · von Leo Loewe

Hat das Internet entdeckt und will einen Netzbeirat gründen: CDU-Mann Armin Laschet. Foto: nrw-cdu

Hat das Internet entdeckt und will einen Netzbeirat gründen: CDU-Mann Armin Laschet. Foto: nrw-cdu

Die Zukunft in der CDU gehört Armin Laschet. So oder so. Wahl des Parteivorsitzenden hin oder her. Acht-Punkte-Programm her oder hin. Röttgen oder Laschet, Laschet oder Röttgen? Wie viel Krautscheid ist drin? Zieht Rüttgers im Hintergrund die Strippen? Alles nebensächlich. Armin Laschet hat erkannt, wie es mit der CDU aufwärts geht. Im Netz! Ja, genau hier. Im Internet. Unter Punkt 7 seines persönlichen Erfolgsprogramms (siehe auch Dokumente) hat der quirlige Aachener aufgeschrieben, wie er sich von den Affären trennen will, die ihn letztlich in eine Frontposition gespült haben. Er will einen Netzbeirat berufen, externen Sachverstand an die CDU binden. Er will mit der Partei lernen, wie YouTube funktioniert, Twitter oder dieser Blog. Er will nicht in die Rüttgers-Falle einer Video-Affäre tapsen oder gar seine Affären auf Wir-in-NRW lesen. Der Staatsminister von 2005 bis 2010 – das hat er sich fein ausgedacht, die meisten schreiben a. D. – hat noch großes vor. Deshalb hat Laschet im Dienst (i. D.) in den vergangenen Wochen Geheimgespräche geführt, um zu hören, wie man unseren Blog nutzen oder abschalten könne.

Er hat sich entschieden, unsere Qualitäten, unseren Sachverstand zu nutzen. Doch ob wir wirklich wollen, ist noch nicht entschieden. Hauser, Tiger, Löwe, Gans, Panter & Pieper und Esser, Brackheim und Buenzli können (noch) nicht „ja“ sagen zu Armins Angebot zum Mitmachen. Dabei hat der Mann zweifellos recht: „Das Internet ist mehr als ein revolutionär modernes Kommunikationsmittel.“ Ja, es verändert das private wie das öffentliche Leben. Das haben Jürgen Rüttgers und seine Bergers bitter erfahren müssen. In diese Falle will Armin Laschet nicht tapsen. Jetzt, wo er es geschafft hat, der wichtige 1. Stellvertretende Fraktionsvorsitzende ist, wie er in seinem Anschreiben formuliert. Endlich mal der ERSTE, wie sich das liest für einen, der die Nummer ZWEI gepachtet hattet.

Das will er bleiben und deshalb mit der CDU im Netz durchstarten: „Internetkompetenz ist daher eine der wichtigsten Aufgaben für Parteien,“ hat der erkannt. „Um nahe bei den Menschen zu sein.“ Was für  Nachsatz. Den hätte er sich aber sparen müssen. Armin Laschet, wir vergessen doch nie. In einem solchen Satz steckt so viel Rüttgers, dass wir nun ernsthaft zweifeln, ob wir unsere Kompetenz tatsächlich im schwarzen Netzbeirat zur Verfügung stellen sollen. Was für ein Fehler.

Politik von unten: FDP-Fraktionschef Gerhard Papke. Foto: NRW-FDP

Politik von unten: FDP-Fraktionschef Gerhard Papke. Foto: NRW-FDP

Vor allem, und das treibt uns wahrlich um, da Laschet nicht der Erste ist, der unsere Internetkompetenz für seine Partei nutzen will. Irgendwie ist er immer der Zweite. Denn seit einer Woche sprechen wir intensiv mit Gerhard Papke von der FDP. Papke, der mit seinen Blau-Gelben immerhin schon bei 3 Prozent angekommen ist, will mit dem NRW-Blog bei der drohenden Landtagswahl in den nächsten Monaten kooperieren. Politik von ganz unten nach oben, das ist sein Plan; mit dem NRW-Blog wieder in die Regierung. Ein Projekt, das selbst wir uns nicht ganz zutrauen. Zu ausweglos. Deshalb haben wir ihm vorgeschlagen: Nachtragshaushalt, Haushalt 2011 und Abschaffung von Studiengebühren zuzustimmen. Das wollen wir auch Armin Laschet empfehlen. Denn dann könnte er zumindest noch eine Zeitlang  der ERSTE bleiben. Der 1. Stellvertretende Vorsitzende der Landtagsfraktion der CDU. Selbst im Internet.

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5 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Guten Morgen | Too much information // Okt 31, 2010 at 10:57

    [...] fruchtbar war, ist doch recht zweifelhaft. Interessanterweise möchte die FDP mit dem besagten Blog kooperieren. Die Verzweiflung ist [...]

  • 2 Leser-X // Okt 31, 2010 at 11:37

    Das ergibt gar keinen Sinn, was Ihr hier schreibt. Was für ein überflüssiger Text. Tut mir leid, aber da hätte noch mal jemand drüber gucken sollen, bevor man es online stellt.

  • 3 Laschets Geheimplan // Okt 31, 2010 at 12:51

    [...] hier den Beitrag weiterlesen: Laschets Geheimplan [...]

  • 4 Rantaplan // Okt 31, 2010 at 15:30

    Auf die Idee, dass es in erster Linie politische Inhalte bzw. deren Akzeptanz oder Ablehnung durch das Volk sind, die Wahlen bestimmen, müssen Politiker aller Parteien erst noch kommen. Das praktizierte System lediglich formaler Demokratie hat völlig versagt.

  • 5 Karsten // Nov 1, 2010 at 01:57

    So gern ich dieses Blog lese: Soviel Hybris auf drei Bildschirmseiten ist schon erschreckend.

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