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Röttgen eiert

Posted By Alfons Pieper On 16. März 2012 @ 10:59 In Angespitzt | 4 Comments

Berlin oder die harte Oppositionsbank in Düsseldorf? Röttgen zaudert noch. Bildquelle: CDU NRW

Berlin oder die harte Oppositionsbank in Düsseldorf? Röttgen zaudert noch. Bildquelle: CDU NRW

Norbert Röttgen strahlt verkniffen in die Kameras, das Dauerlächeln wirkt nicht überzeugend. Denn er steht unter Druck. Er wollte Optimismus verbreiten, den er aber gar nicht hat. Denn der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der Union für die Neuwahl im Mai, der Bundesumweltminister Röttgen, wird nun auch von führenden Unions-Politikern wie dem CSU-Chef, Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer, aufgefordert, sich voll auf NRW zu konzentrieren. Also in Düsseldorf anzutreten und notfalls auch als Oppositionschef dort zu bleiben. Das aber will der smarte und ehrgeizige Röttgen nicht, denn dann würde er ja die Weltstadt Berlin mit ihrem Glamour mit dem Mief der Provinz tauschen müssen. Und das ihm, dem man doch zutraut, sogar Kanzler zu werden.

Erschwerend für Röttgen kommt hinzu, dass der frühe Wahltermin ihm gar nicht passen kann. Der er hat keine wirkliche Machtoption. Zwar betont er, die CDU wolle stärkste Fraktion im Landtag werden und könne sich dann den Partner aussuchen. Aber sicher ist in diesem Fall nur, dass ein CDU-Abgeordneter Landtagspräsident wird. Wobei einzuräumen, dass die CDU zunächst mal stärkste Partei werden muss. Erste Umfragen signalisieren, dass die SPD klar vor der CDU liegt. Die Grünen, denen er schöne Augen macht und mit denen er vor Jahren als junger Mann die so genannte Pizza Connection in Bonn gegründet hatte, wollen die Koalition mit der SPD fortsetzen. Und dass es eine große Koalition geben könnte, glaubt Röttgen wohl selber nicht.

Hannelore Kraft, die Ministerpräsident, hat längst klargestellt, dass sie in Düsseldorf bleibt und als Kanzlerkandidat der SPD nicht zur Verfügung steht.Klare Kante! Ihr ist NRW wichtiger.

Norbert Röttgen dagegen eiert und beantwortet entsprechende Fragen nur vage. Er trete an, um Ministerpräsident zu werden und nicht Oppositionsführer. Das hören die Menschen – es sind rund 18 Millionen in NRW-sehr gern, wenn der Kandidat sich für die Arbeit in der Opposition zu schade ist.


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