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Soziale Kälte der FDP

Posted By Alfons Pieper On 30. März 2012 @ 22:27 In Unsere Themen | 6 Comments

2009 noch ein Scherz. Heute der Markenkern der FDP: Egoismus und Soziale Kälte. Bildquelle:  http://fonzos-universum.blogspot.de

2009 noch ein Scherz. Heute der Markenkern der FDP: Egoismus und Soziale Kälte. Bildquelle: http://fonzos-universum.blogspot.de

Plötzlich entdecken die so genannten Liberalen wieder ihre Vorliebe für Ordnungspolitik, für die Marktwirtschaft. Und lehnen deshalb staatliche Hilfen für die 11000 Mitarbeiterinnen von Schlecker ab. Man kann das, was die smarten Röslers und Lindners daherreden, auch anders sehen. Die gebeutelte FDP sucht ein Thema, um sich gegenüber den anderen Parteien zu profilieren. Da ist es ihr egal, wer darunter leidet. Hauptsache, man kommt am Ende über die 5-vh-Hürde, auch wenn dieser Aufstieg auf dem Rücken der Ärmsten der Armen geschieht. Sind eh keine FDP-Wählerinnen, die Verkäuferinnen von Schlecker. Also weg damit.

Wir erleben mal wieder die Partei der Besserverdiener, eine Partei, die gern die Steuern senkt für Hotels und sich dafür den Ehrentitel Mövenpick-Partei redlich erworben hat. Wir erleben eine FDP, die kaltschnäuzig daher kommt. Mein Gott, was sind schon 2250 Arbeitsplätze in NRW! Sie können sich doch wo anders bewerben, gibt doch genug Stellen im Einzelhandel. Beweglich muss man halt sein. Und wenn eine Schlecker-Verkäuferin aus dem Ruhrgebiet eine Stelle irgendwo in Ostwestfalen oder in Rheinland-Pfalz angeboten bekommt, muss sie eben umziehen. Das ist doch alles kein Problem heutzutage.

Tolle Sache, die Ordnungspolitik, wobei die Röslers und Lindners natürlich vergessen, wie viele Milliarden in die Atompolitik geflossen sind, wie viele Staatsgelder in die Erneuerbaren Energien fließen, wie viele Milliarden in die Banken gepumpt wurden. Herrlich ist solche Ordnungspolitik! Dabei ist es ein Skandal, dass eine Partei wie die FDP, die in Umfragen nicht an die 5-vh-Hürde herankommt, sondern gerade im Saarland weniger als zwei Prozent der Stimmen bekam, dass eine solche Partei die große CSU und die große CDU in die Knie zwingt. Ministerpräsident Horst Seehofer, zugleich CSU-Chef, habe die Transfergesellschaft gewollt, Bayern habe mitmachen wollen, aber die FDP habe Nein gesagt. Da fasst man sich doch an den Kopf! Warum hat er sich nicht durchgesetzt? Aus Sorge, die FDP hätte die Bayern-Koalition verlassen? Niemals hätten die Liberalen ihre warmen Staatsämter freiwillig geräumt aus Liebe zur Ordnungspolitik. Dreist ist das Verhalten der FDP, abgehoben, arrogant. Die Liberalen haben offensichtlich immer noch nicht begriffen, dass die Zeiten sich geändert haben. Die breiten Schultern müssen mehr tragen als die schmalen. Gerade vermögende Bürger plädieren dafür, ihnen mehr Abgaben abzuverlangen. Sie spüren, dass es ungerecht zu geht in Deutschland. Die Lage der Verkäuferinnen von Schlecker ist dafür nur ein Beispiel. In einer solchen Situation von Ordnungspolitik zu reden, ist der reine Hohn.


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