
Röttgen jetzt auch als Kinderschreck. Gestalterisch ist der Wahlkampfauftakt erst einmal misslungen. Bildquelle: CDU NRW
Sein Wahlkampf bleibt holprig. Die Partei scheint, ungeachtet der 96-vh-Ja-Stimmen, nicht geschlossen hinter ihrem Mann zu stehen. Immer noch warten sie auf sein Bekenntnis zu NRW, falls er die Wahl gewinnen sollte. Wovon kaum jemand ausgehen kann. Die Umfragewerte für ihn und die CDU versprechen wenig Gutes. Dazu gibt es parteiinterne Querelen, die nicht ausgestanden sind. Man muss sich das nur vorstellen, dass ein einflussreicher Bezirkschef, nämlich Axel Voss vom Mittelrhein, laut Klage erhebt über die Personalpolitik der CDU-Führung im Lande. Und Röttgen und seine wenigen Freunde setzen sich darüber hinweg.
Arrogant halten ihn seine Gegner aus den eigenen Reihen, abgehoben, andere werfen ihm auch Opportunismus vor, weil er von Inhalten rede, aber nicht dafür stehe. Minutenlanges Klatschen ist das eine, aber das andere ist das Bild von den Fäusten in der Tasche. Röttgen, der Mann aus Bonn, wirkt in NRW wie einer auf der Durchreise, der den Eindruck erweckt, wieder froh zu sein, wenn er endlich wieder in Berlin ist. Nein, er ist nicht präsent im Land und in der Landespolitik. Das spüren die Leute. Oder wie es die Süddeutsche Zeitung kommentierte: Die Landespolitik ist nicht seine Welt. Norbert Röttgen ist nicht beliebt in der rheinischen CDU. Wie will der Mann eigentlich Wahlkampf machen, wie die Wechselwähler überzeugen, wenn er schon die eigenen Anhänger nicht geschlossen hinter sich bringt?










2 Antworten bis jetzt ↓
1 Links anne Ruhr – und am Rhein (Landtagswahl #nrw12) 06.04.2012 » Pottblog // Apr 6, 2012 at 17:37
[...] in NRW: Röttgens verpennter Wahlkampfauftaktt (taz.de) – Siehe auch: Röttgen stolpert in den Wahlkampf und Röttgen bricht alle [...]
2 NRW oder Berlin? Wie Röttgen die Diskussionen um seine Zukunft hätte vermeiden können | politiksprech // Apr 6, 2012 at 18:54
[...] für sich gewinnen und geschlossen hinter sich scharen müsste, wirkt wie ein Mann auf der Durchreise. Es drängt sich der Eindruck auf, dass Röttgen die Wahl nur als Zwischenstation und einen Posten [...]
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