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Keine Sternstunde des Magazins

10. Mai 2012 · von Alfons Pieper

Wir wussten seit Wochen, dass recherchiert wurde. WAZ-Redakteur Schraven hatte mich angerufen und um ein Hintergrundgespräch gebeten. Das Thema sollte Karl-Heinz Steinkühler sein. Ich lehnte ab mit der Begründung, ich redete nicht über Kollegen und schriebe auch nicht über sie. Üble Nachrede überlasse ich gern anderen. Wochen später folgten Fragen Schravens an mich und viele Kollegen. Das war neu, dass hier Journalisten Jagd auf Journalisten machen wollten. Es ging nicht mehr um Rot-Grün oder Schwarz oder Gelb oder Schulden, nein, nur um Gerüchte und Mutmaßungen. Dann überraschte mich die Information, zumindest ein Teil der Schraven-Fragen und Antworten der Befragten seien beim „Stern“ gelandet. Und jetzt das Ergebnis mit der „Beute des Tigers“, über mutmaßliche Hintermänner und so weiter. Wahrlich keine Sternstunde des Magazins aus Hamburg.

Wahr ist, dass der Blog Wir-In-NRW unabhängig ist. Wahr ist, dass wir nie Geld erhalten haben, von niemandem. Wahr ist, dass wir von Informanten aus der CDU und dort auch aus der Landesgeschäftsstelle in der Düsseldorfer Wasserstrasse Interna zugespielt bekamen, die es in sich hatten. Informationen, die andere Medien nicht hatten. Warum wohl nicht? Weil die Informanten befürchteten, dass bestimmte Medien diese Interna nicht bringen würden.

Die Rent-A-Rüttgers-Affäre hatte damals der „Spiegel“ als erster aufgedeckt, wir folgten auf dem Fuße. Warum schreibt das der „Stern“ in der Story über „Die Beute des Tigers“ nicht? Überhaupt hat sich der „Spiegel“ an der Aufklärung der Skandale beteiligt. Wo war der „Stern“? Rent-A-Rüttgers bedeutete, dass Sponsoren bei Parteitagen der CDU für einen Betrag von bis zu 20.000 Euro ein Gespräch mit Rüttgers hätten führen und dafür auch ein Bild mit dem MP machen können. Aber das war nur eine von vielen unsauberen Geschäften. Wir berichteten über Frau van Dinther, die es mit ihren Mitgliedsbeiträgen an die CDU nicht so genau hielt, wir berichteten über Prozesse der CDU gegen eine Mitarbeiterin, über die Entsorgung kritischer Journalisten, über die Parteispendenaffäre der CDU, über Prof. Korte, der verankert war im System Rüttgers, über Sprengsätze in der Wasserstrasse, wir dokumentierten ein Strategiepapier des Rüttgers-Vertrauten Boris Berger, wie der MP mit Besuchen im Dom und auf einem Friedhof zu inszenieren sei. Viele Berichte wurden mit Dokumenten aus der CDU belegt. Und oft hieß der Autor Theobald Tiger.

Die Frage nach der wahren Identität der Autoren, die unter Pseudonym gearbeitet haben, wurde oft gestellt. Ich habe die in unserem Gründungsstück vereinbarte Verschwiegenheit hinsichtlich der Namen nie gebrochen. Warum auch?! Und oft habe ich Journalisten die Gegenfrage gestellt, ob sie etwas an den Inhalten auszusetzen hätten? Nichts wurde daran bekrittelt. Wir haben in der ganzen Zeit nicht eine Gegendarstellung erhalten, wir mussten nichts zurücknehmen oder widerrufen. Ich wurde als E-Mail-Dieb beschimpft und habe selten so gelacht. Der damalige CDU-Generalsekretär Krautscheid drohte mit dem Staatsanwalt. Der jedoch erwiderte etwa Folgendes: Die CDU habe ein Problem, einen Maulwurf in ihrer Parteizentrale, den müsse sie fangen, nicht er.

Durch die Aufdeckung dieser Affären geriet Rüttgers in Erklärungsnot, er büßte einen Großteil seiner Glaubwürdigkeit ein und stand am Ende fast ohne Amtsbonus da. Aber er wurde nicht gestürzt von Bloggern, also in unserem Fall von einem Rentner und fünf Freiwilligen, sondern er wurde in einer ordentlichen Landtagswahl abgewählt. Im Mai 2010. Bis heute können sich führende CDU-Mitglieder nicht damit abfinden. Sie erfinden irgendwelche Verschwörungstheorien, die sie in journalistische Kanäle schicken. Das Ergebnis ist dann so peinlich und lächerlich, wie das in der aktuellen Stern-Ausgabe zu besichtigen ist.
Der Blog Wir-In-NRW ging am 7. Dezember an den Start. Übrigens mit dem Leitartikel von mir. Titel: „Die SPD zerlegt sich selbst“. Wir haben die Arbeit des Blogs in einem Buch dokumentiert. „Von Maulkörben und Maulwürfen“. Erschienen ist das Buch im epubli-Verlag in Berlin, der die Kosten des Drucks übernahm und so das kleine Werk erst ermöglichte. Dort wie auch in unserem Internet-Archiv findet der geneigte Leser alles, was im Blog erschienen ist.

Wir bekamen zwei Preise, auch für kritischen Journalismus. In beiden Fällen haben wir uns nicht beworben, sondern wurden von anderen für diese Auszeichnungen vorgeschlagen.

Der „Stern“ äußert nun Zweifel an unserer Unabhängigkeit. Die Belege, die er ins Feld führt, sind dünn, sehr dünn. Ich wiederhole hier noch einmal, was ich mehrfach betont habe und wovon ich nichts zurücknehme. Wir bekamen nie Geld und es gab nie eine Einflussnahme einer Partei, auch nicht der SPD. Zwischen dem Blog Wir-In-NRW und der im Stern genannten Firmen gibt es keine Zusammenarbeit und keine Geschäftsbeziehungen. Mit den Tätigkeiten der genannten Firma hat der Blog Wir-In-NRW nichts zu tun. Im Übrigen würde ich gern wissen, was illegal daran sein soll, dass eine PR- und Beratungsfirma sich an öffentlichen Ausschreibungen beteiligt und hin und wieder den Zuschlag erhält?

Der Rest grenzt an den Versuch der üblen Nachrede. Bei einer Diskussion im Anschluss an einen Vortrag vor Journalistik-Studenten am Mittwoch wurde von einem jungen Mann die Frage gestellt, ob ich mir erklären könne, warum sich ein einst renommiertes Magazin wie der „Stern“ zum Wahlhelfer der CDU mache? Ich musste die Frage verneinen.

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31 Antworten bis jetzt ↓

  • 1 Wir in NRW: So verdient man Geld mit Blogs | Ruhrbarone // Mai 10, 2012 at 13:22

    [...] Keine Sternstunde des Magazins [...]

  • 2 Christian // Mai 10, 2012 at 13:58

    Guten Tag,
    ich bin zwar kein Röttgen-Fan aber wehe dem an dem Bericht ist etwas dran. Was ist dann mit der Unabhängigkeit von Jornalisten? Und warum dürfen Jornalisten denn eigentlich nicht hinterfragt werden? Jeder Politiker, jeder Manager, jeder Unternehmer, jeder Professor und Doktor und auch sonst jeder Bürger darf hinterfragt werden aber bei Jornalisten darf man das nicht?? Das ist für mich als Normalbürger absolut unverständlich. Die Bürger habe doch ein Recht darauf über die Transparenz im Pressebereich Bescheid zu wissen. Sollte das ganze nicht stimmen können die Betroffen doch ihre Sachen offenlegen und den Stern wegen Verläumdung verklagen. Daher verstehe ich die ganze Aufregung nicht!!

  • 3 Heinz Bäcker // Mai 10, 2012 at 14:06

    Wenn ich den Artikel im Stern richtig verstehe, geht es nicht darum, dass dieser Blog käuflich war / ist, sondern dass einer Ihrer Schreiber NACH der Wahl 2010 als Dank für CDUkritische Artikel bei Auftragsvergabe durch das Land bevorzugt wurde. Also sollte es doch leicht sein, entweder alles zu entkräften, oder Konsequenzen zu ziehen. Herr Pieper, atmen Sie durch und bringen diesen Blog nicht in die Position, evtl. in einer Affäre zu den Verlierern zu gehören.

  • 4 Werber // Mai 10, 2012 at 14:12

    Es ist völlig unerheblich, mit welcher Intention eine Internetseite X,Y oder Z an den Start geht.
    Wer sich politisch eingleisig äußert und von der amtierenden Landesregierung (wie im Artikel erwähnt) für Aufträge Geld kassiert macht sich abhängig und ist nicht mehr neutral.

    Jeder Journalist hat das gelernt und (zumeist) erinnerlicht. Sie sind somit selbst Schuld, jetzt in der Schmuddelecke zu stehen.

    P.S. Zählen sie mal die Beiträge zusammen, die sich kritisch mit der noch amtierenden Landesregierung befassen. Und danach suchen se dann nach Artikeln, die wohlwollende Passagen der Opposition beinhalten.
    Fehlanzeige? Genau.

  • 5 heinz // Mai 10, 2012 at 14:48

    na nu?(bei yahoo-röttgen beklagt sich,,,,,blog)?
    cdu,Röttgen;wie eine Fußballmanschaft,der droht,
    das Spiel zu verlieren,und fangen an -unfair-
    zu werden,nur noch Fouls,treten ,nachtreten,
    Leider ist das so
    -BEDAUERLICHERWEISE-
    http://www.youtube.com/watch?v=KHjraVrTmro

  • 6 Winfried Sobottka // Mai 10, 2012 at 15:03

    Heinz Bäcker, Sie schrieben:

    “Wenn ich den Artikel im Stern richtig verstehe, geht es nicht darum, dass dieser Blog käuflich war / ist, sondern dass einer Ihrer Schreiber NACH der Wahl 2010 als Dank für CDUkritische Artikel bei Auftragsvergabe durch das Land bevorzugt wurde.”

    Nehmen wir an, Sie würden den STERN-Artikel richtig verstanden haben. Was würde das bedeuten? Welche Konsequenzen wären daraus zu ziehen?

    Daraus könnte man doch höchstens ableiten, dass die Landesregierung versucht hätte, für die Zukunft eine ihr gewogene Haltung dieses Blogs bzw. seitens eines seiner Schreiber herzustellen, und selbst dieser Schluss wäre nicht einmal sicher.

    Vielleicht hat man sich ja auch nur gesagt: “Das Blog ist mehrfach ausgezeichnet worden, es ist ein NRW-Blog, warum sollen wir nicht einmal einen Auftrag an einen seiner Schreiber vergeben?”

    Was hier geboten wird, ist nicht einmal dünne Suppe, es reicht nicht einmal für eine klare Brühe.

  • 7 Auchdasnoch // Mai 10, 2012 at 15:14

    Hallo Herr Pieper, vielleicht sollten sie http://www.wir-in-nrw-blog.de/2010/01/entsorgt-ruttgers-kritische-journalisten/ noch mal auf die erste Seite stellen, um allen Gedächnislosen vor Augen zu führen wie es 2009 zuging als Rütgers sich NRW zur Beute machen wollte. Geschichtsunterricht hilft manchmal.

  • 8 DerBeamte // Mai 10, 2012 at 15:19

    Wenn einer der Kommentatoren mal an einer Vergabeverhandlung der Landesregierung teilgenommen hätte, Wüsste er das hier strenge Regeln herrschen, nicht von Ministern bestimmt sondern von Haushältern. Leider erfährt man weder im Stern noch in den anderen Medien etwas Heber dieses Verfahren. es soll wohl der Eindruck entstehen, dass hier sowieso nur gemauschelt, wird, was defacto nicht möglich ist.

  • 9 Auchdasnoch // Mai 10, 2012 at 15:29

    da sind sie ja wieder, die schwarzfedern, die wir blogleser so vermisst haben.Wittkes Kalfaktoren schreiben sich wohl die Finger wund, um der Niederlage am Sonntag eine andere Erklärung zu verpassen als einen schwachen schwankenden Spitzenkandidaten und einen unfähigen Generalsekretär, mit null Ideen und schwachen Ausagen. Seid gewiss, es wird nichts fruchten.

  • 10 Armin (nicht Laschet) // Mai 10, 2012 at 15:50

    Vielleicht hat das mit der angeblich mangelnden Kritik an der aktuellen Landesregierung auch damit zu tun, dass Rüttgers und Konsorten ein bisschen mehr Mist angestellt haben.
    Oder anders gesagt: wer wenig Schei..e baut, der braucht auch keine bösen Artikel zu fürchten.

  • 11 Geht niemanden etwas an // Mai 10, 2012 at 17:03

    Ich bin einer der Studenten des Jahrgangs, zu denen Sie gestern an der HBRS gesprochen haben und ich möchte sagen:
    Es mag ein Gerücht sein, dass Sie Dankesaufträge bekommen haben, aber wer sich anmaßt „unabhängig, klar und parteifern” zu schreiben und auf der Seite nichts weiter als eine einzige CDU-Schelte findet, darf sich nicht darüber beklagen, dass er selbst kritisch beäugt wird.

    Tatsächlich sind Journalisten, die sich jegwede Kritik verbitten – die heutzutage aber bitter notwendig ist – und dazu auch noch eine klare linke Tendenz aufweisen, sich selbst aber als kritisch und unabhängig bezeichnen, ein Grund für mich gewesen Journalismus zu studieren um es selbst besser zu machen.

    Man möge einen Blick auf Seite 13 der Berliner FU Studie werfen, wie es um die Gesinnung von Politjournalisten steht und das Zaunpfahlwinken als Gelegenheit nutzen, einmal selbst über die eigenen Positionen »kritisch« zu reflektieren:
    http://www.dfjv.de/fileadmin/user_upload/pdf/Politikjournalistinnen_und_Journalisten.pdf

  • 12 Winfried Sobottka // Mai 10, 2012 at 17:19

    Non-Laschet schreibt:
    “Vielleicht hat das mit der angeblich mangelnden Kritik an der aktuellen Landesregierung auch damit zu tun, dass Rüttgers und Konsorten ein bisschen mehr Mist angestellt haben.
    Oder, anders gesagt: wer wenig Schei..e baut, der braucht auch keine bösen Artikel zu fürchten.”

    So weit würde ich lange nicht gehen, dass ausbleibende Kritik auf Seiten des Alfons Pieper ein Gütesiegel sein müssen. Festzustellen ist doch vielmehr, dass Kernelemente der Kraftschen Politik-Visionen (Kitas ab 2 Jahren, Ganztagsschule als Regelfall, von Ralf Jäger gewollte “Erziehungscamps” für Kinder, Toleranz von Justiz- und Polizeiwillkür usw. usf.) von üblichen Journaliasten überhaupt nicht sinnvoll diskutiert bzw. kritisiert werden.

    Das sieht man doch an dem jetzt hier diskutierten Fall ganz deutlich: Rüttgers ist nicht über seine Politik gestolpert, sondern über schräge Machenschaften seines administrativen Apparates, und Kraft soll auch nicht wegen ihrer Politik abgesägt werden, sondern wegen angeblicher Bestechung von Journalisten.

  • 13 Iwernarrisch // Mai 10, 2012 at 17:45

    @geht niemanden etwas an:Entschuldigung, es geht hier nicht um Kritik. Wenn es darum ginge, das irgendetwas , was in diesem Blog geschrieben wurde sachlich falsch oder bewusst irreführend wäre ,ist Kritik selbstverstandlich willkommen und. Angebracht. Bei dem CDU|Stern Artikel geht es aber nicht darum, inhaltlich etwas zu bemerken, Sondern darum, einen Zusammenhang herzustellen zwischen Artikeln in diesem Blog und einer angeblichen Verbindung mit einer neuen Agentur und deren Aufträgen die nachweislich im Wettbewerb gewonnen wurden herzustellen. das ist infam, den es fehlt sowohl der Beleg, das KHS der Tiger war und es fehlt der Beleg das die Aufträge gemauschelt wurden. das können weder Stern noch CDU belegen. darum ist es völlig berechtigt, diejenigen zu kritisieren die sich von einer Partei vor den Karren spannen lasssen und so tun als sei das kritischer Journalismus.

  • 14 ausserfriesischer // Mai 10, 2012 at 17:46

    @Geht niemanden etwas an:

    Darf ich Ihnen als Journalistik-Student empfehlen, sich weniger mit Tendenzen (und seien diese noch so klar links) zu beschäftigen als mit:

    Fakten. Tatsachen. Und vor allem: Belegen.

    Es ist völlig wurscht, ob ein Journalist eine bestimmte politische Richtung vertritt. Dies tut ja auch jeder zweiter Redakteur bei der FAZ.

    Entscheidend ist, ob er die Dinge, über die er spricht, auch belegen kann. Im Unterschied zum Beispiel zur aktuellen Stern-Geschichte ist dieser Blog bislang nicht den Beweis für irgendeine Geschichte schuldig geblieben, sofern ich das überblicken kann. Auch und gerade dafür ist dieser Blog ja auch ausgezeichnet worden.

    Wenn Sie meinen, die Attribute „unabhängig, klar und parteifern” seien davon abhängig, ob ein Autor sich kritisch auch zu anderen Parteien äußert, so irren Sie. Im Übrigen hat der Hausherr dieses Blogs bereits die Arbeit der neuen Landesregierung bemängelt.

  • 15 Werber // Mai 10, 2012 at 17:56

    @DerBeamte
    Das Vergaberecht ist grundsätzlich erst einmal klar und einfach zu verstehen.
    Entscheidend ist aber, wie ich die Ausschreibungen ausformuliere. Wenn ich die Erwartungen sehr explizit ausformuliere kann es schon mal passieren, dass alle anderen Mitbewerber die Grundvoraussetzungen nicht erfüllen können- alles rein fiktiv natürlich.
    Einfach mal einen Beamten des Vertrauens auf ein Bier einladen und nachfragen, wie man so was rein fiktiv machen könnte. Das dazu. :-)
    Wenn unabhängige Journalisten in von mir aus gern formal korrekt gelaufener wirtschaftlicher Abhängigkeit zu ihrem (in diesem Fall politischen) Auftraggeber stehen, kann von einer politische Neutralität keine Rede mehr sein.

    Zur Frage, ob die SPD mit der Auftragsvergabe per Ausschreibung rechtliche Grenzen verletzt hat, kann und will ich keine Bewertung abgeben, aber noch dämlicher kann man sich in dieser äußerst fragilen Gemengelage aus Regierung und latent argwöhnischen Opposition nicht anstellen.
    Und nein, ich bin kein CDU-Wähler.

  • 16 Heinz Bäcker // Mai 10, 2012 at 18:34

    Oh, man ist also von Wittke gesteuert, wenn man kritisch fragt ?? Ist jetzt die einzig wahre Wahrheit auf Seiten von SPD und Blog ?

    Schade, dass die so gerühmte Offenheit und Objektivität beim eigenen Gartenzaun zu enden scheint..

  • 17 klado // Mai 10, 2012 at 18:53

    Habe soeben STERN und VIEW Abos gekündigt!

  • 18 Rex Reed // Mai 10, 2012 at 19:15

    Mag sein, daß Wir in NRW tendenziell CDU-unfreundlich positioniert ist. Daraus einen Vorwurf ableiten zu wollen, ist beim Blick auf die Medienlandschaft in NRW einigermaßen lächerlich. Von der Rheinischen Post über die WAZ-Postillen bis zur allgegenwärtigen Bild-Revolverpressse ist alles konservativ, was man in die Finger bekommt. Auch beim WDR ist längst keiner mehr von Moskau bezahlt. Die widerliche Anbiederei der Mainstream-Medien in NRW an die Konservativen ist aus der Zeit der Regierung Rüttgers noch in bester Erinnerung: Hofberichterstattung wie bei Berlusconis propagandistischen Wasserträgern. Da tut es gut, im Internet kritische Stimmen zu hören und Journalismus lesen zu dürfen, wie er sein soll. Daß der Stern da, wohl aus Sensationsgier, eine Mücke zum Elefanten macht, ändert daran nichts.

  • 19 Hans Klapper // Mai 10, 2012 at 19:53

    Hallo, lieber Alfons Pieper, herzlichen Glückwunsch allen Bloggern von “Wir in NRW”.
    Meine Frau und ich halten das Thema für eine Steilvorlage in drei Tagen für Hannelore Kraft.
    Weiterhin viel Erfolg dem Blog !
    Hans Klapper

  • 20 Gitte // Mai 10, 2012 at 20:12

    Journalistische Recherche des Stern?Ich finds schon sehr befremdlich, wenn eine Zeitschrift statt Belege zu bringen nur von digitalen Spuren schreibt und die Öffentlichkeit auffordert, Hinweise auf “bislang unbekannte Strippenzieher” zu schicken!
    http://www.stern.de/investigativ/nordrhein-westfalen-strippen-aus-rotem-filz-1824883.html

  • 21 GansFederlos // Mai 10, 2012 at 20:22

    Guten Abend, das ist ja eine hitzige Debatte. Ich sage mal als erstes, ruhig Blut!
    Ich finde den Artikel des Sterns geschmacklos. Der Artikel macht auf mich den Eindruck das der Stern versucht, die Einnahmen der PR Firma von Herrn Steinkühler, als Einnahmen von Wir-in-NRW-blog darzulegen. Hier versucht der Stern, Äpfel mit Birnen zu vergleichen. Mir fehlen die Fakten und die Belegen die zeigen, dass solche Gelder in diesen Blog geflossen sind. Der Artikel hat somit den bitteren Geschmack der Hetze, statt einer Berichterstattung. Aber der Artikel hat auch was guten, er zeigt jedem angehenden Journalisten, wie Berichterstattung nicht Aussehen sollte.

  • 22 ausserfriesischer // Mai 10, 2012 at 20:56

    @Gitte, #20:

    Der jüngste Blogeintrag beim Stern ist in meinen Augen eine Katastrophe. Ein Blatt, das doch so viele hervorragende Investigativ-Reporter hatte und eigentlich noch haben müsste (z.B. Tillack), geht nun öffentlich vor die Hunde.

    Da sind offenbar die Volontäre nun federführend. Ein Satz daraus: “Immer neue digitale Spuren und offene Geheimnisse ohne Dementi”.

    Da holen die sich vor dem Gericht in Köln eine Ohrfeige (EV) und kapieren es noch nicht einmal. Dass es “kein Dementi” gegeben haben soll, ist ja nur noch mit absoluter Realitätsverweigerung zu erklären.

    Es ist schon schlimm, was da von einer so genannten Investigativ-Abteilung nunmehr täglich für Böcke geschossen werden. Die Sache mit Pöhls ist der jüngste Rohrkrepierer.

  • 23 “Stern”: “Kassierten Blogger Belohnung für Wahlkampfhilfe?” | Bottblog.de - Blog zum Ruhrmetropölchen Bottrop anne Emscher // Mai 10, 2012 at 21:46

    [...] Wir in NRW: Keine Sternstunde des Magazins KLICK [...]

  • 24 Geht niemanden etwas an // Mai 11, 2012 at 00:38

    @ausserfriesischer

    Ja, Herr ausserfriesischer. Fakten habe ich in Form der Studie geliefert. Darf ich Ihnen empfehlen zu denken, bevor Sie schreiben?

    Die FAZ bzw. die FAS wurde gerade erst zur besten internationalen Zeitung gewählt. (Nächster Fakt).

    Desweiteren ist die FAZ im Gegensatz zur massiven Anzahl (siehe Studie) an linken Kanälen nicht nur in der Defensive, einer ihrer Herausgeber, nämlich Schirrmacher hat erst kürzlich massive Zweifel an der eigenen Position geäußert (was man in linken Kanälen vergeblich sucht [nächster Fakt]).

    Es ist ja schön, dass er die Dinge belegen kann (was überhaupt Grundvoraussetzung vernünftiger Recherche ist und zu erwähnen eigentlich schon jeder Beschreibung spottet), aber die Tendenz, die Fehler einzig und allein bei der CDU zu suchen, ist tendenziös und widerspricht dem eigenen, formulierten Anspruch.

    Nicht, dass wir uns falsch verstehen: ich halte die CDU für das organisierte Verbrechen. Dass Schäuble heute noch öffentliche Ämter bekleiden darf, ist ein Skandal für sich, aber den Alibiartikel, den Sie erwähnen, können Sie, vor allen Dingen aber der Autor sich schenken.

    Deutschland braucht keinen weiteren, linken Journalisten.

  • 25 der Harry // Mai 11, 2012 at 02:10

    @ausserfriesischer

    “hervorragende hervorragende (Investigativ-)Reporter hatte”

    Kann ich bestätigen, Beweis:

    Herrn Jörges (Leiter Büro Berlin) Aktivitäten im Rahmen des Bundestags-Wahlkampf 2005.

    War eine GAAAANZ tolle Leistung!

  • 26 Links anne Ruhr – und am Rhein (Landtagswahl #nrw12) 11.05.2012 » Pottblog // Mai 11, 2012 at 06:38

    [...] Keine Sternstunde des Magazins (Wir in NRW) – [...]

  • 27 Blogposting 05/11/2012 « Nur mein Standpunkt // Mai 11, 2012 at 12:31

    [...] Keine Sternstunde des Magazins [...]

  • 28 David Schraven // Mai 11, 2012 at 13:01

    Hallo Herr Pieper,

    tja, dass Sie wussten, dass ich recherchiere ist kein Wunder. Wie beschrieben, habe ich die Angewohnheit mit den Leuten vorher zu kommunizieren, bevor ich über sie schreibe. Das hat den Vorteil, dass nicht ganz so ein arger Bullshit geschrieben wird, wie das Ihre Autoren Ganz tat. Und Sie tun.

    Auf Ihr Niveau schaffe ich es auch nicht mehr, glaube ich.

    Aber ich will ja auch keine PR-Agentur gründen.

  • 29 Winfried Sobottka // Mai 11, 2012 at 23:01

    David Schraven, an Ihrer Stelle hätte ich gerade in diesem Kommentarstrang darauf verzichtet, Alfons Pieper und einen weiteren Autor dieses Blogs anzugiften, ohne sachlich zu erklären, was Sie überhaupt meinen.

    Sie, David Schraven, sind doch für den WAZ-Konzern tätig? Bevor Sie irgendwen anders angiften, sollten Sie sich erst einmal um den Schmieren-Journalismus im WAZ-Konzern kümmern:

    http://belljangler.wordpress.com/2010/11/24/schmierenjournalist-gerd-kestermann-waz-lunen-waz-coesfeld-waz-dortmund-polizei-lunen-polizei-dortmund/

  • 30 Wähler // Mai 12, 2012 at 23:03

    lach, na was haben Schraven, DerWesten und die Ruhrbarone gemein? na das zensieren!!!
    :P

  • 31 Was vom Monat übrig blieb: Das war der Mai » Revierpassagen // Mai 31, 2012 at 11:21

    [...] wehren sich gegen Vorwürfe der Bestechlichkeit. Das Medienecho ist groß. Keine Sternstunde für die [...]

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