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Das böse Spiel der Liberalen mit Rösler

18. Januar 2013 · von Josef Fuchs

Wie immer die Wahl in Niedersachsen ausgeht, der FDP-Parteivorsitzende Philipp Rösler wird sie politisch nicht überleben. Es ist ein böses Spiel, wie die Partei mit ihrem Vorsitzenden seit Wochen umgeht. Eine besondere Schurkenrolle spielt darin der Fraktionsvorsitzende Rainer Brüderle. Während er auf dem Dreikönigstreffen Anfang Januar in Stuttgart noch personelle Veränderungen von sich wies, war im engen Führungszirkel der Liberalen längst ausgemacht, dass der „Büttenredner“ (FAZ) aus Rheinland-Pfalz den Wirtschaftsminister als Parteivorsitzenden beerben werde. Für eine Übergangszeit, um dann den Weg für den nordrhein-westfälischen Fraktionsvorsitzenden Christian Lindner freizumachen. Er ist der führende Strippenzieher in den Ränkespielen gegen Rösler.

Der Umgang der Liberalen mit ihm könnte menschlich schäbiger nicht sein. Erst haben sie ihn in das Amt hinein gedrängt, um ihn sogleich zu demontieren. Sie haben ihn vorgeführt und sich über ihn lustig gemacht. Besonders Brüderle war darin von bösartiger Gnadenlosigkeit.

Dass er dafür jetzt mit dem Vorsitz belohnt werden soll, zeigt, dass die FDP den letzten Funken an Seriosität verloren hat. Was sich da in den führenden Funktionen herumtreibt, hat mit der großen liberalen Tradition der Nachkriegsgeschichte nichts mehr zu tun. Es ist ein Haufen von Intriganten, der zur Politikgestaltung nicht nur nicht mehr gebraucht wird, sondern dazu gar nicht mehr in der Lage ist. Die Niebels, Kubickis und Dörings, die grünen Jungs Lindner und Bahr, der Diplomaten-Darsteller Westerwelle, ein regelrechtes Horrorkabinett.

Dass Brüderle zur Ablösung Röslers zwei Tage vor der Landtagswahl in Niedersachsen geblasen hat, ist entweder ein Zeichen von Kopflosigkeit oder aber ein Hinweis darauf, dass der Einzug der FDP in den Landtag in weite Ferne geraten ist. Denn eigentlich – so hatte Lindner die Parole ausgegeben -, sollte der Startschuss zum Abschuss des Niedersachen Rösler erst am Tag nach der Wahl gegeben werden. Da kann man nur hoffen, dass die Wähler das böse Spiel durchschauen und den Pseudo-Liberalen die kalte Schulter zeigen.

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