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Die WAZ bald ohne den Namen Brost. Die Funke-Erben haben nun das Sagen in der WAZ-Gruppe

25. Januar 2012 · von Roberta Neuner

Die Erstausgabe der WAZ vom 3. April 1948

Die Erstausgabe der WAZ vom 3. April 1948

Petra Grotkamp(67) hat den 50-Prozent-Anteil an der WAZ-Gruppe, der der Familie Brost gehörte, gekauft. Damit hat dann der Name Brost bald nichts mehr mit der Zeitung zu tun, deren eigentlicher Gründer Erich Brost war. Damals, 1948, erhielt der Sozialdemokrat Erich Eduard Brost von den Engländern unter der Nummer 192 die Lizenz für die Gründung der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung. Und nunmehr, nach 64 Jahren, gehört das ganze Medien-Reich den Funke-Erben. Eine davon ist Petra Grotkamp, geborene Funke, Tochter des dann als Mitgründer fungierenden Jakob Funke, von den Kollegen auch Köbes gerufen.

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Tags: Unsere Themen

Rote Politik wird immer grüner – Wirtschaft wendet sich enttäuscht von Rot-Grün ab

25. November 2010 · von Theobald Tiger

Politikerin des Jahres ist ja auch ein Titel für NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Foto: nrw.de

Politikerin des Jahres ist ja auch ein Titel für NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Foto: nrw.de

Politikerin des Jahres. Ein schöner Titel. Hannelore Kraft ist seit dem 14. Juli Ministerpräsidentin in Nordrhein-Westfalen und erste deutsche Bundesratspräsidentin seit dem 1. November. In nur wenigen Monaten des Jahres 2010 gelang es der Sozialdemokratin aus Mülheim an der Ruhr in der Republik bekannt zu werden, bei manchen sogar beliebt. Immerhin kletterte sie in der Spiegel-Skala der wichtigsten und beliebtesten Politiker auf Platz 6. Manch ein politischer Beobachter sah und sieht in ihr gar eine Kanzlerkandidatin – in ferner Zeit. Denn Zeit für ihre politische Karriere hat sie mit 49 Jahren. Doch um aufzusteigen in der roten Hierarchie muss sie auch Politik machen. Nicht nur Frau und freundlich sein.

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Tags: Unsere Themen

Als die Sozialdemokratie noch Raubeine vertrug – Friedhelm Farthmann wird 80

23. November 2010 · von Hans-Peter Thelen

Ein leidenschaftlicher Debattenredner: SPD-Urgestein Friedhelm Farthmann wird 80. Foto: Landtag NRW

Ein leidenschaftlicher Debattenredner: SPD-Urgestein Friedhelm Farthmann wird 80. Foto: Landtag NRW

Ein kantiges Urgestein der SPD wird an diesem Donnerstag 80 Jahre. Einer, an dem sich seine Partei rieb und der sich an seiner SPD reibt, wenn er an ihr zweifelt. Der aber nie, wie manch anderer, aus verletzter Eitelkeit oder wegen eines Karriereknicks seine SPD verlassen würde. Er ist einer, der zu ersticken glaubt, wenn er seine Meinung nicht offen sagen könnte. Bisweilen gnadenlos undiplomatisch trägt er sein Herz auf der Zunge. Ein sensibles, gelegentlich sentimentales Raubein. Friedhelm Farthmann, den die Genossen und gute Freunde nur Fitti rufen. Der ehemalige NRW-Ministerpräsident Heinz Kühn, der ihn 1975 in sein Kabinett holte, nannte ihn „eine prima Mischung aus Professor und Kumpel“.

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Tags: Gastautoren

Während Rüttgers in Münster vom Hofe schleicht, feiert Berger in der Staatskanzlei

13. Juli 2010 · von Theobald Tiger

Nun will er auch noch Reden halten: Jürgen Rüttgers. Foto: CDU-NRW

Nun will er auch noch Reden halten: Jürgen Rüttgers. Foto: CDU-NRW

Der „Focus“ – oh Wunder – glänzte gestern Morgen mit einer Reihe von Exklusiv-Nachrichten. Während sich das konkurrierende Montagsmagazin „Der Spiegel“  auf mehreren Spalten ganz offensichtlich von Grünen-Pressesprecher Rudolf Schumacher die Feder führen ließ und Sylvia Löhrmann als die große und starke Dame von Rot-Grün glamourös porträtierte, durften die Münchner Polit-Rechercheure dem noch drei Tage amtierenden Ministerpräsidenten ganz nahe sein. Jürgen Rüttgers wehklagte dabei standesgemäß über die neue Schuldenpolitik der neuen Regierung Kraft, brauchte aber keine Frage zu seinem eigenen Verschulden am Niedergang der CDU an Rhein und Ruhr zu beantworten. Im Gegenteil, er bekam auf zwei Seiten noch einmal die Gelegenheit zum Jammern und Schimpfen; natürlich trugen nur Berlin und Angela Merkel die schwere Last an seinem eigenen Versagen. Vergessen, bei Seite geschoben. Viel wichtiger und schöner war die Nachricht, wie er sich seinen politischen Lebensabend vorstellt: „Eher wie Joschka Fischer“ durfte der Abgewählte den Reportern ins Aufnahmegerät diktieren. Ohne Nachfrage.

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Tags: Unsere Themen

Wie sich Rüttgers und Berger noch schnell auf Staatskosten ihre Zukunft sichern

25. Juni 2010 · von Theobald Tiger

Wir schaffen das, auch nach der Abwahl: Jürgen Rüttgers kämpft für sich und seine Nächsten. Foto: NRW-CDU

Wir schaffen das, auch nach der Abwahl: Jürgen Rüttgers kämpft für sich und seine Nächsten. Foto: NRW-CDU

Es soll nur so von Harmonie getrieft haben in der Essener Philharmonie, berichten Kreisvorsitzende der CDU am Donnerstagabend. Die Gemeinschaft der schwer angeschlagenen Christdemokraten in Nordrhein-Westfalen habe den Schulterschluss versucht, höhnten Beobachter der hinter geschlossenen Türen diskutierenden Spitzenfunktionäre. Im Mittelpunkt des Geschehens – Jürgen Rüttgers. Er war verantwortlich für die gefühlte späte Geschlossenheit im abgeschlossenen Raum, obwohl er die CDU in den letzten Monaten furchtbar gespalten hatte. Der Wahlverlierer vom 9. Mai, der den Absturz von zehn Prozent für seine Partei verursacht hatte, gab seinen Rückzug bekannt. Die Partei ist erleichtert, hörte man überall im Lande. Die CDU in Nordrhein-Westfalen bekommt im nächsten Februar einen neuen Landesvorsitzenden, im November kandidiert Rüttgers auch nicht mehr als CDU-Bundesvize von Angela Merkel. Doch so ganz geht der unumschränkte schwarze Herrscher und selbsternannte Arbeiterführer an Rhein und Ruhr noch nicht. In den vergangenen Tagen, den letzten seiner Zeit als Ministerpräsident, hat er sich und seine Getreuen mit Posten und Jobs versorgt.

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Tags: Unsere Themen

Berliner Sicht: Erst Erstaunen, dann Respekt für Hannelore Krafts Verhandlungsstrategie

30. Mai 2010 · von Klaus Steinbach

Das politische Berlin spricht mit Hochachtung von ihr: SPD-Chefin Hannelore Kraft

Das politische Berlin spricht mit Hochachtung von ihr: SPD-Chefin Hannelore Kraft

Auf der Linie zwischen Kanzleramt, Reichstag und dem Café Einstein Unter den Linden (eine Strecke von 500 Metern, also von Bonner Dimensionen) bewegt sich das „politische“ Berlin. Der schon in Bonn legendäre Hochmut der Hauptstädter gegenüber der Provinz, und vor allem der rheinischen Provinz in Düsseldorf,  hat den Umzug nach Preußen schadlos überstanden. Aber langsam fangen auch „Berliner Kreise“ an, sich mit Hannelore Kraft zu befassen. Sie hat – was mit einer Mischung aus Erstaunen und Respekt zur Kenntnis genommen wird – zunächst im Wahlkampf und jetzt bei den Sondierungsgesprächen in NRW keinen Fehler gemacht.

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Tags: Gastautoren

Emails belegen: Politik-Professor Korte ist verankert im Sponsoring-Geflecht der CDU

14. April 2010 · von Theobald Tiger

Wie unabhängig ist ZDF-Wahlkommentator Karl-Rudolf Korte? Foto: ZDF

Wie unabhängig ist ZDF-Wahlkommentator Karl-Rudolf Korte? Foto: ZDF

Professor Karl-Rudolf Korte ist medientauglich. Der Duisburger Politikwissenschaftler schreibt monatliche Kolumnen in seiner Heimatzeitung WAZ oder Fachbeiträge im Monatsmagazin Cicero, kommentiert politische Ereignisse bei seinem Haussender WDR und tritt als großer Wahlerklärer beim ZDF auf. Wortgewandt und mit Sachverstand. Doch die Unabhängigkeit des Forschers und Leiters der NRW School of Governance gerät mächtig ins Wanken. Ein „Wir-in-NRW“ vorliegender Email-Verkehr zwischen Korte und CDU-Wahlkämpfer und Ex-Staatskanzlist Boris Berger, dem engsten Vertrauten von NRW-Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, legt den Eindruck nahe, dass der Politik-Versteher mindestens seit fünf Jahren fest im Lager der CDU verankert ist. Und dass der Düsseldorfer Regierungsapparat Kortes wohlwollende Analysen und Kommentierungen finanziell begleitet hat. Korte selbst schlug im Frühsommer 2005 der Staatskanzlei ein Sponsoring-System für Unternehmen vor, um wissenschaftliche Forschung in der Nähe des neuen Ministerpräsidenten zu finanzieren. „Insofern brauchen wir keine Übergangslösung mit Fraktionsgeldern,” schrieb der angesehene Wissenschaftler an den Polit-Manager Berger. CDU-Fraktionsgelder? Das dürfte Fragen aufwerfen. Wie unabhängig ist Korte? Unabhängig genug für das ZDF?

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Tags: Unsere Themen

Hombach für Rau für Rüttgers für Persil

13. April 2010 · von Thomas Brackheim

Wir in Nordrhein-Westfalen: Rüttgers und Hombach. Foto: Staatskanzlei NRW

Wir in Nordrhein-Westfalen: Rüttgers und Hombach. Foto: Staatskanzlei NRW

In Amerika sei er gewesen, raunte man sich in den 80er Jahren zu. Er habe dort Wahlkampf gelernt. Er, der Unheimliche von der SPD, der damals von der Gewerkschaft kam, von der aufrührerischen GEW. Er sei nur gelernter Fernmeldetechniker, kokettierte der immer gewichtiger werdende Mann mit den feinen Ess- und Trinkgewohnheiten. Irgendwie war er schon damals mysteriös. Mysteriös wie heute. Doch er war auch  erfolgreich. Jener Bodo Hombach behauptete fortan, er habe nach seinen US-Studien für drei absolute Mehrheiten des legendären Johannes Rau bei Landtagswahlen gesorgt. So, als sei dieser eine 10-Kilo-Box Persil, hat er ihn durch Land getrieben und auf Plakatwänden präsentiert. Hombach verkaufte Rau frisch verheiratet, mit Erstgeborenen im Arm, dann mit dem nächsten Kind auf den Schultern und die Frau umschlungen. Die Wahlen wurden gewonnen. Hombach siegte. Und Rau sagte: „Aber ich habe kandidiert.“ Das Duo zerbrach, der Diener fühlte sich mächtiger als der Herr. Sie gingen getrennte Wege.

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Tags: Medienschau

Bodo Hombach: Gefeuerte Journalisten waren nur mittelmäßig!

5. März 2010 · von Kaspar Hauser

Interessant für alle WAZ Kollegen und -Leser. Bodo Hombach läßt die Katze aus dem Sack: Die gefeuerten Journalisten waren einfach nicht gut genug! Das Ganz als Interview mit der FR.

http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=2374898&

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Tags: schon gelesen

Exklusiv: Jürgen Rüttgers gab 2006 sein o.k. zum Geldsammeln auf CDU-Kongressen

22. Februar 2010 · von Thomas Brackheim

General Wüst offerierte seinen MP Rüttgers auf dem CDU-Parteitag in Aachen zum Fototermin. Foto: CDU-NRW

Der Vorsitzende und sein General: Jürgen Rüttgers wird mit Hendrik Wüst nicht mehr lange zusammen arbeiten können. Foto: NRW-CDU

Der Briefeschreiber formulierte im Überschwang: „Sehr herzlich bedanke ich mich für die professionelle Planung und Durchführung des nunmehr zweiten Zukunftskongress 2006 Benchmark NRW der CDU Nordrhein-Westfalen in Bonn. In Gesprächen mit Sponsoren, Referenten und Teilnehmern“ habe er „eine durchweg positive Resonanz“ erhalten. „Dieses positive Feedback bestärkt mich darin, auf unserem gemeinsam eingeschlagenen Weg weiterzugehen.“ Diesen Brief schrieb Jürgen Rüttgers im Frühjahr 2006,   allerdings nicht als Vorsitzender der NRW-CDU. Birgit Illek, geschäftsführende Gesellschafterin der Kölner Veranstaltungsagentur Bi-vent, ist stolz auf das  Dankschreiben des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen. Sie nutzt es als Referenz für ihre Tüchtigkeit und wirbt damit. Diese freundlichen Zeilen können Jürgen Rüttgers vier Jahre später in heftige Turbulenzen bringen. Sie erschüttern sein behauptetes Nichtwissen vom CDU-Geldsammeln bei Veranstaltungssponsoren aus der Industrie.

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Tags: Unsere Themen