57 Minuten benötigte Jürgen Rüttgers für seine Regierungserklärung. 57 Minuten las der 58-Jährige Ministerpräsident stur vom Blatt. 57 Minuten monotone Sätze. Keine Emotion, keine Verve, kein Feuer. Es ging um Nordrhein-Westfalen, um sein Land. Um die Zukunft, um das Konzept 2025. Kluge Köpfe, prominent dazu, hatten für Rüttgers nachgedacht und dann aufschreiben lassen, was sich als Blaupause für den CDU-Chef im Wahlkampf 2010 gut vermarkten ließe. Wesentlicher Schriftführer – der frühere SPD-Wahlkampfstratege Bodo Hombach, der nun die Seiten gewechselt hat. Seine Sätze, seine Gedanken, sein Strategien sind leicht zu erkennen. Sie haben sich in den vergangenen 20 Jahren nicht verändert. Früher dachte er für Johannes Rau, dann für Gerhard Schröder (beide SPD), nun für Jürgen Rüttgers, CDU.
Jürgen Rüttgers und Bodo Hombach: Zwei Männer, ein Gedanke – und ein Buch
22. Januar 2010 · von Theobald Tiger
Tags: Unsere Themen
Dokumentiert: Das Hombach-Rüttgers-Buch
22. Januar 2010 · von Theobald Tiger
Tags: Dokumente
Welche Rolle spielt Jürgen Rüttgers bei der Entsorgung kritischer Journalisten?
11. Januar 2010 · von Ariane Arnold
Im Impressum ist Karl-Heinz Steinkühler noch als Leiter des Düsseldorfer Büros von „Focus“ aufgeführt und wer seinen Namen in die Suchmaschine des Münchener Montagsmagazins eingibt, kommt auf 778 Beiträge. Mehr werden es nicht mehr. Steinkühler, einer der wenigen profilierten Köpfe des journalistisch schwindsüchtigen Organs, ist nicht mehr dabei, ihm wurde nach 15 Jahren aus betrieblichen Gründen gekündigt. Sein Vertrag läuft noch bis Mitte des Jahres, aber schon seit dem 10. Dezember, als ihm ein Geschäftsführer die Kündigung überbrachte, schreibt er nicht mehr für das Blatt. Zunächst ging er in Urlaub, seit Beginn des Jahres ist er freigestellt. Die Büroräume im Düsseldorfer Medienhafen wird er nicht mehr betreten.
Tags: Unsere Themen
O du fröhliche . . .
16. Dezember 2009 · von Theobald Tiger
In der Vorweihnachtszeit geschehen noch Zeichen und Wunder. Der Ministerpräsident hat Westfalen wieder entdeckt. Soest, er war in Soest. Nicht in Köln, nicht in Bonn auf dem Petersberg, auch nicht in Brauweiler, seiner geliebten Abtei. Und dann dieser Auftritt: Jürgen Rüttgers im eleganten schwarzen Anzug (war es etwa der vom Liebesinterview in „Bunte“?) nahm Platz auf dem harten Gestühl der historischen Wiesenkirche. Erste Reihe, die geschmückte Tanne im Blick. Links von ihm die immerzu lächelnde Landesmutter Angelika, rechts – ganz in schwarz – WDR-Intendantin Monika Piel, wichtig dreinblickend. Und im Rücken gut 800 Westfalen und Rheinländer, die der NRW-Chef besonders in sein Herz geschlossen hat und die ihm bestimmt in den vergangenen zwölf Monaten ordentlich zugejubelt haben. O du fröhliche. . .
Tags: Angespitzt
Mit der Viererbande in den Wahlkampf
8. Dezember 2009 · von Theobald Tiger
Dienen, gehorchen und befehlen hat Boris Berger in zwölf Jahren bei der Bundeswehr gelernt. Dort brachte er es zum Hauptmann als Feldjäger auf der Hardthöhe, bevor er nach Ende der Dienstzeit zu Jürgen Rüttgers wechselte. Zunächst als Aktentaschenträger gesichtet, verschaffte sich der schneidige junge Mann schon zu Oppositionszeiten seit 2004 Respekt bei den Mitarbeitern und gewann schnell das Vertrauen des CDU-Chefs.
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