Nur noch eine Woche! Dann endlich wissen wir unterm Strich – vermutlich auch nicht viel mehr, als heute. „Grüne Attacken gegen schwarzen Regierungschef“ beobachteten aktuell die Stuttgarter Nachrichten. Gleichzeitig erwischte die taz die Grünen beim „Kuscheln mit Rüttgers“. So weit, so übersichtlich. Aber in einem Punkt sind sich alle Auguren und Tendenzometer einig: Egal wie sich die jeweiligen Lager unserer Medienlandschaft ins Zeug gelegt haben – weder die regierungstreuen noch die regierungskritischen Kollegen werden so viele Leser am 9. Mai an die Wahlurnen treiben, dass am Ende des Tages unser Landeswahlleiter sagen könnte: „NRW hat gewählt, und die Nordrhein-Westfalen haben entschieden, dass ….“.
Blattkritik: „Die Suche nach dem Souverän“
1. Mai 2010 · von Peter Panter
Tags: Allgemein · Unsere Themen
Blattkritik – Der Ärmel der Frau Merkel
22. April 2010 · von Kaspar Hauser
Es war so schön ausgedacht, so wunderbar platziert: Das große NRZ – Interview mit der Kanzlerin Angela Merkel durch Ulrich Reitz und Miguel Sanchez persönlich. (Das WAZ Chefredakteur Uli Reitz dabei war, erfährt man in der WAZ, in der NRZ zeichnet Korrespondent Miguel Sanchez allein verantwortlich) „Rot-Rot-Grün wäre verheerend“ schlagzeilen die beiden Essener Gazetten unisono ganz auf der Linie des angeschlagenen Jürgen Rüttgers. Vorher darf die Kanzlerin ein bisschen über Afghanistan, Vulkanstaub und andere weltpolitische Ereignisse erzählen.
Tags: Blattkritik
Bodo Hombach: Gefeuerte Journalisten waren nur mittelmäßig!
5. März 2010 · von Kaspar Hauser
Interessant für alle WAZ Kollegen und -Leser. Bodo Hombach läßt die Katze aus dem Sack: Die gefeuerten Journalisten waren einfach nicht gut genug! Das Ganz als Interview mit der FR.
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/kultur_und_medien/medien/?em_cnt=2374898&
Tags: schon gelesen
Blattkritik: Die exklusive Kölner Sicht
8. Dezember 2009 · von Peter Panter
Ausgerechnet der „Kölner Stadt-Anzeiger“, dieses liberale Blatt, in dem einst so unabhängige großartige Journalisten wie Thomas Meyer oder Martin E. Süskind bewegende Reportagen, treffende politische Analysen und fein formulierte Leitartikel schrieben, zeichnete sich zuletzt durch eine sehr parteinahe Berichterstattung zu Gunsten des CDU-Generalsekretärs Hendrik Wüst aus. Dieser 34-Jährige christliche Wortakrobat, dem für SPD-Oppositionsführerin Hannelore Kraft der Kampfbegriff Kraftilanti eingefallen war, hat offenbar nicht nur sein Haus nicht im Griff, sondern gerät auch bei seinen persönlichen Finanzen in Turbulenzen. Der Mann mit dem 18 000 Euro hohen Monatseinkommen kassierte sowohl vom Landtag als von der CDU seine Krankenkassenzuschüsse gleich doppelt. Doch bevor das Magazin „FOCUS“, das mit einer Rechercheanfrage den forschen General mit dessen Raffgier konfrontierte, seinen Beitrag drucken konnte, preschte die Kölner Gazette vor. Nichts wissend, aber schön den Bleistift gespitzt hatte der Korrespondent, der sich von Wüst und seinen Getreuen in der Düsseldorfer Wasserstraße schnell die Geschichte von einer „Intrige gegen Wüst“ ins Laptop diktieren ließ. Eine exklusive Sicht der Dinge kam dabei heraus. Wo ist nur die Unabhängigkeit und kritische Distanz dieses einstmals angesehenen Blattes geblieben?
Tags: Blattkritik









