FDP-Chef Andreas Pinkwart wurde bislang nachgesagt, ein kluger Mann und abwägender Politiker zu sein. In der vergangenen Woche fiel er in die Zeit seiner Hochschultätigkeit zurück – er gab den Chaosforscher. Mit seiner definitiven Absage an SPD und Grüne, mit ihnen nicht die Möglichkeiten einer gemeinsamen Regierung für Nordrhein-Westfalen auszuloten, beendete er am Freitag einen liberalen Geländeritt über Stock und Stein zwischen Berlin und Düsseldorf. Die FDP endete eine Woche nach ihrem Straucheln bei der Wahl wie ein lahmer Gaul, der nicht einmal das Hindernis nach der ersten Kurve erreichte, geschweige denn die Zielgerade vor Augen hatte. Die Westerwelles, Papkes und Lindners haben ihren Düsseldorfer Jockey Pinkwart derart hart abgeworfen, dass dieser noch Monate im Gipsbett liegen wird und sein widerspenstiger Partei-Zosse so schnell kein passables Geläuf unter die Hufe bekommt. Dem Verweigerer FDP droht die (parlamentarische) Disqualifikation.
Nach Verweigerung der FDP bleibt Hannelore Kraft nur der Weg zu Neuwahlen
15. Mai 2010 · von Thomas Brackheim
Tags: Unsere Themen
Alle wollen Verantwortung übernehmen – die FDP etwa nicht?
10. Mai 2010 · von Thomas Brackheim
Spät in der Nacht griff Gerhard Papke zum Telefon und rief bei seiner Fraktionsvorsitzenden-Kollegin von der SPD auf dem Handy an. Der FDP-Mann gratulierte Hannelore Kraft. Wozu? Zum vermeintlichen Wahlsieg, der an diesem Morgen ein gefühlter ist. Ein Gespräch, das unter demokratischen Parteien üblich ist. Oder steckt vielleicht doch etwas mehr dahinter? Ist Papke einer, der den FDP-Waggon vom selbst gewählten Abstellgleis ziehen kann? Kann er die vorschnelle Isolation möglicherweise aufbrechen? Der liberale Vormann, Andreas Pinkwart, hat sich vielleicht zu schnell und ohne politisches Gespür in die Opposition verabschiedet. Die FDP kann mehr als am Wahlabend gedacht, für die Bildung einer stabilen Regierung von berechenbaren Parteien nötig sein.
Tags: Unsere Themen
Die FDP im Wahlkampf – ohne Profil und mit einem konturlosen Vorsitzenden Pinkwart
7. April 2010 · von Paula Buentzly
Wer jeden morgen durch Google News surft, um die aktuellsten Nachrichten zur NRW-Politik für die Presseschau dieses Blogs zu finden, hat mit dem Recherchebegriff Andreas Pinkwart wenig Erfolg. Hier mal was zu Uni-Lehrstühlen, dort mal ein Firmenbesuch. Der Zukunftsminister der Landesregierung setzt sich kaum in Szene und findet dementsprechend medial kaum statt.
Tags: Unsere Themen
Rüttgers und Pinkwart in der Wagenburg – oder: CDU und FDP gemeinsam am Abgrund
15. März 2010 · von Ignaz Wrobel
Beschwörungsformeln, doch die Skepsis überwiegt: Ob Rüttgers (l.) und Pinkwart ihre Koalition fortsetzen können? Foto: NRW-Staatskanzlei
Das Ergebnis war gerade erst verkündet, da gratulierte Jürgen Rüttgers auch schon öffentlich. “Ich freue mich auf die gute Zusammenarbeit mit Andreas Pinkwart“, flötete der Düsseldorfer Ministerpräsident, “und der FDP in den kommenden fünf Jahren”. Natürlich meinte Rüttgers die Zusammenarbeit mit den Liberalen in der Regierung, er macht öffentlich genauso in Optimismus wie sein aktueller Koalitionspartner. Dass die Landtagswahl verloren gehen könnte, blendet der CDU-Chef aus. Darin unterscheidet er sich nicht von den Liberalen. Obwohl es im Moment keine Umfrage gibt, die das schwarz-gelbe Bündnis in Nordrhein-Westfalen vorne sieht, reden sich FDP und CDU die Welt schön.
Tags: Unsere Themen












