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NRW-Zeitungen setzen auf schwarz – und auf den Verbal-Rabauken Hendrik Wüst

19. November 2010 · von Kaspar Hauser

Muss sich keine Sorgen machen - Ex CDU NRW Generalsekretär Hendrik Wüst

Muss sich keine Sorgen machen – Ex CDU NRW Generalsekretär Hendrik Wüst

Es ist eine kleine Meldung auf der Wirtschaftsseite der “Rheinischen Post”, die Vollzug meldet: Hendrik Wüst hat einen neuen Job. Er wird Geschäftsführer des Zeitungsverlegerverbandes in NRW und hat obendrauf auch noch etwas bei den privaten Rundfunksendern zu sagen. Das finden manche Zeitungen so unspektakulär, dass sie gleich gar nicht darüber berichten. Andere – wie die RP – den Fakt in einer Meldungsspalte verstecken. Dabei ist die Personalie – gelinde gesagt- ein Skandal. Und die Zeitungen selbst stecken mittendrin.

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Die CDU rechnet mit System Rüttgers ab und wählt Norbert Röttgen zum Vorsitzenden

31. Oktober 2010 · von Theobald Tiger

Die CDU-Mitglieder bestimmten ihn zu ihrem neuen Vorsitzenden in NRW: Norbert Röttgen. Foto: BMU

Die CDU-Mitglieder bestimmten ihn zu ihrem neuen Vorsitzenden in NRW: Norbert Röttgen. Foto: BMU

Schlimmer konnte es für ihn nicht kommen. Andreas Krautscheid, der Generalsekretär, durfte seiner eigenen Abwahl ganz nahe sein. Am Sonntagabend in der Wasserstraße in Düsseldorf, in der CDU-Landesgeschäftsstelle, als sein Noch-Chef Jürgen Rüttgers das bittere Ergebnis der Mitgliederbefragung bekanntgeben musste. Der Letzte des Systems Rüttgers muss nun auch gehen, schon in der nächsten Woche. Aber das ist nur die Geschichte hinter der eigentlichen Nachricht: Denn die 160 000 Mitglieder der CDU haben sich in Nordrhein-Westfalen einen Neuanfang gewählt. Norbert Röttgen, der Umweltminister aus Angela Merkels Bundesregierung, wird neuer Vorsitzender des größten und mächtigsten CDU-Landesverbandes. Armin Laschet, der Mann des Affären-Systems der Rüttgers-Getreuen, wurde wieder einmal seinem Ruf des ewigen und erfolglosen Kandiaten gerecht. Nicht einmal ein Viertel der 54 Kreisverbände votierte für den ehemaligen Frauenminister aus Rüttgers´ im Mai  abgewählter Regierung.

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Das Zusammenspiel zwischen Partei und Medien – oder wie die CDU Politik macht

25. Oktober 2010 · von Thomas Brackheim

Prost, wir kommen wieder: Jürgen Rüttgers und sein Ex-General Hendrik Wüst. Foto: NRW-CDU

Prost, wir kommen wieder: Jürgen Rüttgers und sein Ex-General Hendrik Wüst. Foto: NRW-CDU

Es sind drei Begebenheiten, manche würden sagen Fälle, die oberflächlich betrachtet nichts miteinander zu tun haben – und doch zusammengehören. Zwei dieser Ereignisse spielen im August 2008, einer Ende Mai/Anfang Juni diesen Jahres. Immer hat es mit der CDU Nordrhein-Westfalens und dem Beziehungsgeflecht zwischen handelnden Christdemokraten und den ihnen nahestehenden Medien zu tun. Und damit, wie die Herren Jürgen Rüttgers und Hendrik Wüst ihren vermeintlichen Einfluss auf Journalisten ausübten oder ihre Werkzeuge in der CDU-Pressestelle einsetzten, um Politik zu machen. Sogar das Abhören von Telefonen spielte dabei eine Rolle, wie der noch heute amtierende CDU-Sprecher Matthias Heidmeier einer Email an seinen mittlerweile gefeuerten Generalsekretär Wüst am 11. August 2008 anvertraute (siehe auch Dokumente).

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Was wird aus Rüttgers? Krautscheid im Aus! Die Kanzlerin schickt Hildegard Müller!

7. Mai 2010 · von Theobald Tiger

Zeche, Angelika, Jürgen - ein einmaliger Schnappschuss aus Bunte. Und nun? Alles vorbei?

Zeche, Angelika, Jürgen – ein einmaliger Schnappschuss aus Bunte. Und nun? Alles vorbei?

Gleich drei Sitzungen des geschäftsführenden Vorstands waren am Mittwoch auf dem Terminkalender eingetragen. Samstag, Sonntag und Montag sollten sich die CDU-Granden von Rhein und Ruhr in der Parteizentrale treffen. Ein Konferenz-Marathon der zehn führenden nordrhein-westfälischen Unions-Köpfe war in der Düsseldorfer Wasserstraße anberaumt, um nach einer Lösung auf die größte Herausforderung der letzten zehn Jahre zu suchen. Die Meinungsforschungsinstitute hatten der CDU in NRW in den letzten Tagen den freien Fall ins 30-Prozent-Delta prognostiziert, ein zweistelliges Minus, der Verlust der Regierungsmehrheit steht bevor. Und nun sollen die Thobens, Uhlenbergs, Stahls, Wittkes und Krautscheids entscheiden,   wie es weitergeht? Was passiert, wenn das Schlimmste eintritt, was vor einem halben Jahr niemand für möglich gehalten hatte? Wenn Ministerpräsident Jürgen Rüttgers, der 2005 antrat, das Land nach 39 Jahren SPD-Regierungsfilz nachhaltig zu verändern, aus dem Amt gejagt wird. Vom Wähler. Dem unberechenbaren, undankbaren Wesen. Aus purer Enttäuschung. Wenn die CDU „nach fünf Jahren dort ankommt, wo die SPD nach 39 Jahren war“, wie es ein führender Christdemokrat formulierte.

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Blattkritik: „Die Suche nach dem Souverän“

1. Mai 2010 · von Peter Panter

lupeNur noch eine Woche!  Dann endlich wissen wir unterm Strich – vermutlich auch nicht viel mehr, als heute. „Grüne Attacken gegen schwarzen Regierungschef“ beobachteten aktuell die Stuttgarter Nachrichten. Gleichzeitig erwischte die taz die Grünen beim „Kuscheln mit Rüttgers“. So weit, so übersichtlich. Aber in einem Punkt sind sich alle Auguren und Tendenzometer einig: Egal wie sich die jeweiligen Lager unserer Medienlandschaft ins Zeug gelegt haben – weder die regierungstreuen noch die regierungskritischen Kollegen werden so viele Leser am 9. Mai an die Wahlurnen treiben, dass am Ende des Tages unser Landeswahlleiter sagen könnte: „NRW hat gewählt, und die Nordrhein-Westfalen haben entschieden, dass ….“.

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Blattkritik: ‚Genau-Hinsehen-bitte‘

24. April 2010 · von Peter Panter

lupeWas war los diese Woche? – Ja, die „Spendenaffäre“ der CDU natürlich. Aber dazu – scheint uns – ist noch nicht alles gesagt. Deshalb seien an dieser Stelle nur die Worte der einstmals regierungstreuen – ach nee, jetzt ja immer noch  (das ist wahre Kontinuität) regierungstreuen – Westdeutschen Allgemeinen Zeitung zitiert. Die legt sich wie kein anderer mit erhobenem Zeigefinger CDU-schützend ins Zeug, um ihre Bewertung der Vorgänge rund um die Rüttgers-Unterstützungs-Initiative „Wähler für den Wechsel“ und eines gewissen Tim Arnold auf folgenden Punkt bringt: „Beweise liegen nicht vor“ und „Vermutungen allein reichen nicht“. „Genau hinsehen, bitte“ rät der WAZ-Mann und wir sagen „Völlig korrekt!“ – deshalb warten wir lieber noch auf das eine oder andere „Aha-Erlebnis“ – in diesem Zusammenhang, das die Rüttgers-Netzwerker noch in Frankfurt, Berlin und Düsseldorf für uns bereit halten.

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Wünsche, Visionen, Machbares – wie sehen Entscheider des Landes “Mein NRW 2015″?

17. April 2010 · von Alfons Pieper

Die grüne Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann. Foto: Die Grünen

Die grüne Spitzenkandidatin Sylvia Löhrmann. Foto: Die Grünen

Sylvia Löhrmann war die Erste, die zusagte. Die grüne Spitzenkandidatin wollte nur noch von uns wissen, ob die vorgegebenen 1000 Anschläge für ihren Beitrag mit oder ohne Lehrzeichen zu rechnen seien. Wir finden, das ist eine zu vernachlässigende Größe, wir freuen uns jedenfalls auf ihren Beitrag, auf ihre Vorstellungen, wie Nordrhein-Westfalen im Jahr 2015 aussehen wird, wie die Menschen nach der nächsten Legislaturperiode hier leben werden. Sven Gösmann, Chefredakteur der Hauptstadtzeitung “Rheinische Post” war dann der Erste, der freundlich absagte. Er wolle seine Gedanken zur Zukunft des Landes lieber den Lesern des eigenen Blattes anvertrauen oder den Usern auf RP-Online. Auch eine Einstellung eines Mannes, der eigentlich gern in anderen Medien seine Meinung kundtut. Schade, wir hätten nicht nur gern Gösmanns Souveränität bewundert, hier zu veröffentlichen, sondern wir hätten ihn auch gern publiziert.

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Tags: Mein NRW 2015

Unsere RP-Blattkritik: Purer Unsinn

26. März 2010 · von Peter Panter

lupeMan mag es nicht glauben, wer so alles in diesem Land über dieses Land publizieren darf. Da hatte sich das Düsseldorfer CDU-Wahlkampfpostille Rheinische Post am Mittwoch erlaubt, die gesamte Titelseite für ein einziges Thema freizumachen: Rücktritt von Angela Merkel. Sorry. Nein, das war es nicht.  Da haben wir uns verlesen. „Gelsengate“ hieß die Story. Eine Lokalgeschichte, die die knapp 400 000 Abonnenten der einstmals bieder-seriös-erzkonservativen-katholischen Zeitung als exklusive Topstory zum Frühstück kredenzt bekamen. Und sonst nichts. Eine Story wie ein Tsunami – von der Aufmachung. Inhalt gleich Null. Ok, Kachelmann durfte auch noch von der Seite 1 grinsen. Boulevard. Aber Gelsengate? Dann auch noch der Vergleich mit Watergate. Düsseldorf, Washington. Wahlkampf der Konservativen da und hier. Einbruch in die Wahlkampfzentrale der Demokraten zu Nixons Zeiten, diesmal sind die Konservativen in NRW das Opfer. Angeblicher Datenklau. Im Pressehaus Heerdt muss einiges durcheinander geraten sein in den vergangenen Tagen und Wochen.

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“Sprengsätze” in der Wasserstraße – oder: wie “genusspolitisch” die CDU ruiniert wird

24. März 2010 · von Theobald Tiger

Immer in der Nähe von Rüttgers: Planungschef Boris Berger (r.), hier beim Besuch von GM in Detroit. Fotos: NRW-Staatskanzlei

Immer in der Nähe von Rüttgers: Planungschef Boris Berger (r.), hier beim Besuch von GM in Detroit. Fotos: NRW-Staatskanzlei

Die Email datiert vom 30. April 2005. Um 15.53 Uhr schickt der Politik- und Medienberater Michael Spreng eine Nachricht an Berger, Dr. Boris. „Lieber Herr Berger, ich sehe, Sie sind genusspolitisch nach wie vor kompromissfähig“, schreibt er an den Mann, der in der Düsseldorfer Wasserstraße den Wahlkampf des damaligen Oppositionsführers Jürgen Rüttgers managt. Wenige Stunden zuvor hatte der CDU-Mann um genau 13:09:17 Uhr an seinen Vertrauten euphorisch formuliert: „Lieber Herr Spreng, ich freue mich, dass wir es jetzt wohl am Montagabend doch noch schaffen, uns doch noch einmal vor der Wahl zu treffen! Diesmal bin ich natürlich fuer das Angebot an Zigarren verantwortlich … – Sie suchen den Wein aus!“ Spreng, der Jürgen Rüttgers gut vier Monate zuvor die Wahlkampfbrocken vor die Füße geworfen hatte, schmeichelte dem engsten Vertrauten des Kandidaten. „Hoffentlich erfährt unser lieber Freund N. nichts von den Zigarren. Ich bestelle bei Luciano in der Marcellenstraße für 21 Uhr einen Tisch.“ Der Vertraute Berger hielt vor fünf Jahren – wie heute –   engsten Kontakt zum Politik-Berater. Kurz vor der Wahl am 22. Mai tauschte man sich noch einmal beim teuersten Italiener Kölns aus. Genusspolitisch haben die beiden es nie an vornehmsten Lokalitäten, Speisen, Getränken und feinsten Tabakwaren fehlen lassen. – Doch dazu später mehr.

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Blattkritik: Anschieben, Foto, und weg!

17. Februar 2010 · von Kaspar Hauser

Es war nicht gerade die Woche aktivster politischer Berichterstattung in NRW, wenn man mal von dem Verbal-Amok redenden lupeWesterwelle absieht. In dieser Sache waren sich die Kommentatoren einig: Offensichtlich aus einer Panikattacke heraus versucht der Ober-Liberale auf Kosten der Hartz-IV-Empfänger sein besserverdienendes Klientel zu beruhigen, dass die FDP nicht in alte Zeiten zurückfällt und statt Mövenpick- zur Umfaller-Partei mutiert. Nur BILD versuchte ein wenig Verständnis zu zeigen, die WELT fand im Laufe der Woche ein paar Sympatisanten, mehr Unterschied war allerdings nicht zu erkennen.

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