Westpol mit dem Arbeiterführer bei der Medienarbeit
15. Februar 2010 · von Kaspar Hauser
Tags: Medienschau
Blattkritik: Wetterbericht contra Retusche
11. Februar 2010 · von Peter Panter
Hannelore Kraft hat ein Problem – keiner hört ihr zu. Als Opel-Chef Nick Reilly sich diese Woche beim Bochumer Werk des Autobauers persönlich in Erscheinung brachte – mit der Nachricht „Meine Name ist Hiob, und ich hab eine Botschaft für Euch“ – war Nordrhein-Westfalens SPD-Vorsitzende als einzige Politfigur aus den vordersten Reihen der Landesparteien auch vor Ort. Gleichwohl – was sie zum Abbau weiterer 1800 Arbeitsplätze in Bochum zu sagen hatte, es interessierte die Medien nicht. Kaum jemand befand ihren Besuch einer Erwähnung würdig. Zwar registrierte wenigstens die WAZ den „saphirschwarzen Insignia“, mit dem Kraft zum Treffen mit dem Opel-Betriebsrat vorgefahren kam, doch aus ihrem Gespräch mit Klaus Franz und einer anschließenden Pressekonferenz verlautete auch in dem WAZ-Artikel nicht ein einziges Wort. „Was soll ich nur machen? – Ich komme einfach nicht durch?“ – hatte sich Kraft unlängst zuvor Vertrauten gegenüber darüber beklagt, dass kaum ein Medium ihre Botschaften für transportwürdig hielt.
Tags: Medienschau
Bilder, Schlagzeilen, wenig Inhalte – wie Jürgen Rüttgers seine US-Reisen vermarktet
8. Februar 2010 · von Theobald Tiger
Washington am Abend, White House in weiß: Schnell ein Erinnerungsfoto von außen, rein kommt Jürgen Rüttgers nicht. Für Lokalpolitiker hat Obama keine Zeit. Foto: R. Sondermann/Staatskanzlei NRW
Das Steakessen zum Abschluss in New York muss dieses Mal ausfallen. Wie die Altweiberfete in einer Kölsch-Kneipe im Big Apple. New York steht nicht auf dem Reiseplan. Es geht nach Washington, Los Angeles, San Francisco. Der Ministerpräsident startet an diesem Montag zu seiner traditionellen US-Reise in der Karnevalswoche. Um 13 Uhr hebt der Lufthansa-Jumbo LH 418 in Frankfurt Richtung Washington ab, 8 Stunden und 50 Minuten später soll die Maschine in Washington D. C. landen. Soll, wenn die Amerikaner das Schneechaos in ihrer Hauptstadt in den Griff bekommen.
Sicherheitshalber reist Jürgen Rüttgers schon mal mit selbst produzierten Nachrichten im Gepäck Richtung USA, nachdem das im vergangenen Jahr beim Thema Opel so blendend funktioniert hat. Doch diesmal steht mehr auf dem Spiel, als nur mal wieder Schlagzeilen für sich selbst zu produzieren.
Tags: Unsere Themen
FDP schlägt um sich/Grüne und SPD ganz entspannt/CDU streitet und öffnet sich
8. Februar 2010 · von Kaspar Hauser
van Dinther ändert Onlineauftritt:
FDP greift Rüttgers an. Vielleicht hilft es :
http://www.derwesten.de/waz/meinung/Liberale-im-Treibsand-id2512324.html
http://www.tagesspiegel.de/politik/deutschland/FDP-Guido-Westerwelle-Renate-Kuenast;art122,3023997
Grüne – ganz entspannt im Hier und Jetzt
http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/NRW-Gruene-offen-fuer-CDU/67133
http://www.neues-deutschland.de/artikel/164654.mehr-macht-ist-moeglich-nur-mit-wem.html
Tags: schon gelesen
Blattkritik: Danke für die Fairness!
3. Februar 2010 · von Peter Panter
Das waren doch tolle (acht) Tage! – Und dabei haben wir-in-nrw-blog.de doch nur ein Bild verfestigt, das zuvor die Opposition im Landtag schon – wenngleich deutlich grober – skizziert hatte: Das Bild von Raffkes im NRW-Landtag, die „Kohle von der Kohle“ kassieren (Ruhr-Nachrichten) und „Jedes Maß verloren“ haben (NRZ).
Tags: Medienschau
Blattkritik: Die WamS und ihr Luxusproblem
27. Januar 2010 · von Peter Panter
Was ist uns aufgefallen im Blätterwald der letzten acht Tage? – Ach ja, der neue FOCUS ist da. In der Bandbreite zwischen wohlwollender Auseinandersetzung und, wie die FAZ der Süddeutschen - in einer Rezension der Rezension quasi – vorwarf, „billiger“ Niedermache des neuen Magazinauftritts, blieb festzustellen, dass das Heft ohne eine einzige Zeile zum politischen Nordrhein-Westfalen auskommt. Fehlanzeige auch im SPIEGEL, NRW-Landespolitik findet mit keinem Wort statt.
Tags: Medienschau
Blattkritik: Der tägliche Rüttgers in der RP
13. Januar 2010 · von Kaspar Hauser
Liebe Kollegen der Rheinischen Post,
ich mache mir Sorgen: Traut ihr euch morgens noch an den Briefkasten, um das eigene Produkt herauszuziehen? Oder ist die Schamesröte doch so groß, dass ihr die Boten bittet, das Blatt durchs Toilettenfenster zu schieben? Ich fürchte, letzteres ist der Fall. Denn ich will mir nicht vorstellen müssen, dass ihr damit einverstanden seid, was in eurer Zeitung zurzeit passiert. Gibt es irgendeine Rhetorikblase von Jürgen Rüttgers, die nicht auf eurer Titelseite landet? Es scheint, dass selbst der minimalste Minimalgedanke unseres Ministerpräsidenten oder seiner PR-Berater immer noch groß genug ist, um von euch zur Headline aufgeblasen zu werden.
Tags: Medienschau
Rüttgers Rhetorik entlarvt/ Kehrtwende bei Stadtwerken
9. Januar 2010 · von Kaspar Hauser
Das FAZ Interview:
…und die interessante Analyse aus der Frankfurter Rundschau
http://www.fr-online.de/in_und_ausland/politik/aktuell/?em_cnt=2193884
Wie wir schon berichteten, jetzt auch in der Rheinischen Post:
http://nachrichten.rp-online.de/article/politik/Signal-der-NRW-FDP-an-die-SPD/63897
Kehrtwende im Energiebereich: Statt Knebelung der Stadtwerke (FDP: Privat vor Staat) bestätigt jetzt ein Gutachten: Stadtwerke schaffen erst Wettbewerb und brauchen dafür größeren Freiheiten
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Blattkritik: Skandalös unerhört!
23. Dezember 2009 · von Peter Panter
So ‚was von unerhört! – Die „salbungsvollen Worte“, die Landesvater Jürgen Rüttgers am 18. Dezember in seinem persönlichen Weihnachtsgruß – unter anderem an die Mitglieder der LPK – wählte, taugten, außer im „Wir-in-NRW-Blog“, kaum dafür, die Medienlandschaft zum interpretativen Resonanzboden zu machen. Daher will ich an dieser Stelle auf die eine oder andere Passage zurückkommen. In seinem Zwei-Blatt-Schreiben, Stichwort ‚Blattkritik‘, reklamiert JR unter anderem „eine Art Urvertrauen“ … „in die Gewissheit, dass jeder Mensch“ (Anmerkg. d. Autors: in unserem Land, in unserer Demokratie) „eine Chance bekommt“.
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Blattkritik: Alltägliche Tücken im vitalen Wettbewerb
16. Dezember 2009 · von Peter Panter
Gesundheit ist ein hohes Gut. Gerade auch, wenn es um den – bisweilen weniger, andernorts noch sehr gesunden – Wettbewerb in den Medienlandschaften NRWs geht.
Beispiel Ostwestfalen: Nachdem Hendrik Wüst vergangenen Freitag der Hoffnung verfiel, das Rüstzeug der CDU – für die Unbilden der Zukunft im allgemeinen und die des Jahres 2010 im besonderen – vor den Journalisten der LPK schillern zu lassen, verlor das Bielefelder „Westfalen-Blatt“ anderntags nicht eine Zeile über die Pressekonferenz. Warum die ansonsten regierungstreuen Publizisten des „WB“ womöglich die wüst(ch)en Perspektivbetrachtungen völlig ignorierten, konnte der Ostwestfale nur beim örtlichen Wettbewerber „Neue Westfälische“ lesen: Die hatte beobachtet, der ‚General‘ habe das Ziel der Veranstaltung glatt unterlaufen. So hätte die eingeladene Journaille eindeutig mehr Interesse an der persönlichen Zukunft des Gastgebers gezeigt, als an dessen spektralen Polit-Visionen. Und mit unschwerer Treffsicherheit sezierte der Kommentator – auch noch – in sprachlicher Feinkost den Scherbenhauf des Porzellans, in das Doppel-Abzocker Hendrik Wüst einen weiteren Restbestandteil Wählervertrauens in die politischen Führungskader des Landes zerlegt hatte. ‚Chapeau, Kollege!‘ – ein herausragendes Zeugnis dafür, dass die ‚Provinzzeitungen‘ des Landes, abseits der Rhein-Medienkonzentration, viel zu oft leichtfertig und zu Unrecht geringschätzt werden. ‚Herausragend‘ muss man allerdings so und so verstehen. Das ist unser Alltag, auch in der Rhein-Schiene. Keiner von uns ist immer brillant.
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