Nun ist es also passiert. Das Ehepaar Wulff hat seine Trennung bekanntgegeben. Unabhängig von den zahlreichen emotionsgebeutelten Reaktionen, deren Charakter von A (wie Anteilnahme) bis Z (wie Zynismus) pendelt, ist ein Aspekt besonders augenfällig: der Zeitpunkt.
Man darf annehmen, dass ein Politprofi wie Wulff sehr genau weiß, wie sehr sich seine wahlkämpfenden Ex-Parteifreunde von der CDU in Niedersachsen wünschen, seinen Namen bis zum Wahltag am 20. Januar nicht mehr zu lesen, schon gar nicht als Aufmacher in der auflagenstärksten Tageszeitung der Republik. Kommt doch jetzt noch einmal die ganze Wulff-Affäre nach oben, die in den vergangenen Monaten mehr oder weniger aus dem Bewusstsein der breiten Wählermasse verschwunden war.
Eine Trennung zur Unzeit
8. Januar 2013 · von Dominik Grau
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Fall Wulff- Fall Merkel
9. März 2012 · von Alfons Pieper
Nach dem Trauerspiel mit dem Großen Zapfenstreich für den Ex-Bundespräsidenten ist damit ein weiteres Kapitel Christian Wulff abgeschlossen. Das war schon einmalig, was da der Öffentlichkeit zugemutet wurde. Begleitet von Tröten, Pfiffen und Vuvuzelas ging der als feierliche Abschiedszeremonie gedachte Zapfenstreich fast im Lärm der Demonstranten unter. Die Kanzlerin war dabei. Und das auch gut so. Denn der Fall Wulff ist auch ein Fall Merkel.
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Murmeltier-Tag: Weitere 6 Wochen Winter und Wulff ohne Ende
2. Februar 2012 · von Gabriele Gans
Und ewig grüsst das Murmeltier. Das wäre ja schön, aber bei uns ist es leider nur der tägliche Wulff. Bildquelle: HNIT
In Punxsutawney sind heute Mittag die Würfel gefallen: Es bleibt Winter und die Kälte wird uns noch eine Weile begleiten. Der als typisch US-amerikanisch geltende „Groundhog Day“ ist zweifelsfrei eine deutsche Erfindung. Hinter dem Murmeltiertag steckt eigentlich nichts anderes als eine Bauernregel zum Lichtmesstag (2. Februar), die da lautet: „Ist’s an Lichtmess hell und rein, wird’s ein langer Winter sein“.
International populär wurde der Murmeltiertag dann 1993 durch den genialen Film „Und täglich grüßt das Murmeltier“ mit Bill Murray und Andy MacDowell. Das Schicksal des Hauptdarstellers ist Legion. Er erlebt den Murmeltiertag immer und immer wieder.
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2009: Auch in NRW sollte es eine große Sause geben NRW trifft Bayern, geplant, aber wegen der Sponsoring-Affäre abgesagt
29. Januar 2012 · von Alfons Pieper
„Wir in Nordrhein-Westfalen“ trifft „Laptop und Lederhose“. So beginnt das Schreiben der Veranstalter, Michael Mronz und Manfred Schmidt, in einer Präsentation für Sponsoren. „Der Länderdialog 2010“, ein Treffen der Superlative: „An einem Abend kommen Größen aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Medien und Sport zusammen und entdecken, was die beiden Länder ausmacht und was sie verbindet.“ Vollmundig klingt das, was damals im März 2009 unter dem Titel „NRW trifft Bayern“ geplant war. Die Schirmherrschaft hatten die „beiden Landesväter, die Ministerpräsidenten Jürgen Rüttgers(CDU) und Horst Seehofer(CSU)“ übernommen. Aber es kam nicht dazu. Wegen der für Rüttgers missliebigen Debatte über Sponsoring mitten im NRW-Wahlkampf, besser bekannt unter dem Namen Rent-a-Rüttgers, wurde das „Treffen unter Freunden“ abgesagt. Jetzt prüft- auf Bitten der NRW-Landesregierung- die Staatsanwaltschaft , ob der damals geplante Länderdialog ähnlich wie der in Niedersachsen Ermittlungen nötig machen könnte. Im Norden werden der Dialog-Veranstalter Schmidt und der einstige Vertraute des Ex-Ministerpräsidenten und heutigen Bundesspräsidenten, Glaeseker, immerhin der Bestechung bzw. der Bestechlichkeit verdächtigt. Es hat Razzien gegeben.
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Die Pflege der politischen Landschaft durch das System Wulff/Glaeseker
22. Januar 2012 · von Alfons Pieper
Die Pflege der politischen Landschaft, das ist spätestens seit der Flick-Affäre in Deutschland ein gängiger Begriff. Bekannt gemacht wurde er in den 80er Jahren durch den Flick-Generalbevollmächtigten Manfred von Brauchitsch. Damals flossen Millionen Gelder der Industrie an die Parteien, um sich Vorteile zu verschaffen. Man nannte das auch Kontaktpflege zwischen der Wirtschaft und der Politik, was nicht ungewöhnlich und strafbar ist. Heute spricht man Netzwerk und Netzwerkern. In Niedersachsen erfand man zur Zeit des Ministerpräsidenten Christian Wulff, heute Bundespräsident, und seines Sprechers und engsten Vertrauten Olaf Glaeseker den so genannten Nord-Süd-Dialog.
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SAUERLAND: DEMOKRATIE FUNTIONIERT – DURCH WULFF WIRD SIE RUINIERT
13. Januar 2012 · von Hans Esser
Am 12. Januar 2012 hat in Duisburg das Abwahlverfahren gegen den noch immer amtierenden Oberbürgermeister Adolf Sauerland ( CDU) begonnen. Ein Vergessen von 21 Toten, über 500 Verletzten und der Trauer von betroffenen Familien, Freunden und Verwandten – ja der Menschen in Duisburg, NRW und der Bundesrepublik Deutschland soll damit künftig für Amtsträger zumindest erschwert werden. Ein Bündnis aus couragierten Bürgerinnen und Bürgern, Parteien, Gewerkschaften, Kirchen sammelte die notwendigen Unterschriften und sorgte für die notwendige Mehrheit.
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Der Präsident kommt nicht zur Ruhe
12. Januar 2012 · von Alfons Pieper
Aus dem Tag wurden mittlerweile schon Wochen. Dabei ist die Wahrheit so einfach! Bildquelle Satireblog Lupe
Christian Wulff kommt nicht aus den Schlagzeilen und somit auch nicht zur Ruhe. Seine Hoffnung, er könne durch Neujahrsempfänge einfach zum Alltag des Bundespräsidenten übergehen und das Gerede über Skandale und Affären, halbseidene Allüren und Praktiken verdrängen oder vergessen machen, hat sich schnell zerschlagen. Die Krise des Bundespräsidenten bestimmt seinen Alltag. Er muss sich Debatten über seinen Rücktritt gefallen lassen und darüber, dass nach einem Bericht der angesehenen Frankfurter Allgemeinen Zeitung, FAZ, die Stimmung in der CDU und CSU „dramatisch kippt“. Verteidigungsminister de Maizière, so Günter Bannas in der FAZ weiter, sei als „gemeinsamer“ Kandidat von Koalition und Opposition ins Gespräch gebracht worden.
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Wer schafft es, Christian Wulff aus dem Schloss Bellevue zu vertreiben? Wir-in-NRW-Blog hilft!
9. Januar 2012 · von Gabriele Gans
Obwohl Christian Wulff wegen seiner zahllosen Verfehlungen und immer neuen Vorwürfen einfach nicht aus den Schlagzeilen kommt, erschreckt er seine Bürger und die Politik mit der Absicht, die ganzen Affären einfach auszusitzen.
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Ein Präsident ohne Land
4. Januar 2012 · von Josef Fuchs
Statt Staatsamt nur noch Zielscheibe des Spotts: Bundespräsident Wulff. Bildquelle: Die Zeit/Titanic
Auch wenn er im Amt bleiben will. Seine Amtszeit ist schon jetzt abgelaufen. Christian Wulff hat in vielen Fragen keinen Kredit mehr, genau den Kredit, der für die Autorität dieses Amtes unerlässlich ist.
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Ein Präsident auf Abruf
3. Januar 2012 · von Alfons Pieper
Bei Ikea feiert man das Baumentsorgungs-Fest Knut. Könnte gut sein, dass im Schloss Bellevue mit dem Baum auch der Hausherr entsorgt wird. Bildquelle: n24
Noch nie ist ein Bundespräsident von der deutschen Presse derart scharf kritisiert worden, wie das jetzt im Falle von Christian Wulff geschehen ist. Selten waren sich Journalisten so einig in ihrem Urteil über das Verhalten, besser Benehmen des Präsidenten im Umgang mit dem Chefredakteur der Bildzeitung, Kai Diekmann. Über Pressefreiheit reden und dann im drohenden Tonfall versuchen, einen kritischen Artikel von Bild-Redakteuren über ihn, Wulff, zu verhindern, empört die Medien bundesweit.Und dass jezt berichtet wird, Wulff habe auch gegenüber der Welt am Sonngag versucht, Presseberichte über ihn zu verhindern, spricht Bände, gerade was das Verhältnis des Präsidenten zur Pressefreiheit angeht. Wasser predigen und Wein saufen, sagt Volkes Stimme. Fazit fast aller Kommentatoren: Dieses Staatsoberhaupt hat das Ziel verfehlt, er sitzt auf dem falschen Stuhl. Ein Mann ohne Format, ohne Anstand, Stil und was sonst noch die Urteile im Blätterwald von Flensburg bis Garmisch sind. Rien ne va plus, ist der Schlusssatz des Leitartikels im Bonner Generalanzeiger.
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